Gesünder Leben
Burning Feet Syndrom und andere Symptome
© Роман Самсонов/ fotolia.com
(0)

"Burning Feet Syndrom" und andere Symptome

„Burning Feet“ – also „brennende Füße“, die jucken und schmerzen, sind ein typisches Anzeichen für einen Vitamin-B5-Mangel. Wie sich die Beschwerden äußern und an welchen Symptomen sich der Vitaminmangel außerdem erkennen lässt, lesen Sie hier.

Burning Feet Syndrom: Klassisches Anzeichen eines Vitamin-B5-Mangels

Nachdem sie Monate lang gehungert hatten, zeigten sich bei während des Zweiten Weltkriegs bei Kriegsgefangenen in Japan, Burma und auf den Philippinen Beschwerden im Bereich der Füße. Zu den Burning Feet Syndrom Symptomen zählt:

  • Schmerzhaftes Fußbrennen
  • Jucken und Kribbeln
  • Taubheitsgefühle, ähnlich wie bei „eingeschlafenen“ Füßen
  • Verspannungen bis hin zu Muskelkrämpfen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Hautrötungen
  • Schuppung der Haut
  • Schwellungen

Heute ist bekannt, dass dem Fußbrennen ein Vitamin-B5-Mangel (Pantothensäure) zugrunde lag, verursacht durch eine dauerhafte Unterernährung.

Burning Feet Syndrom: Symptome treten vor allem nachts auf

Mediziner bezeichnen die Beschwerden als Burning Feet Syndrom, übersetzt: Brennende-Füße-Syndrom. Die Beschwerden betreffen in der Regel die Fußsohlen. In schweren Fällen können sie sich aber auch bis zu den Knöcheln oder gar Beinen (Unterschenkeln) ausbreiten.

Da das Burning Feet Syndrom vor allem nachts auftritt, sind die Betroffenen oft von Schlafstörungen geplagt und tagsüber entsprechend müde. Entsprechend eingeschränkt ist die Lebensqualität durch das Fußbrennen.

„Burning Feet Syndrom“: Unbedingt beim Arzt abklären lassen
Zuweilen treten Symptome des „Burning Feet Syndroms“ auch bei anderen Krankheiten auf. Daher ist ein Besuch beim Facharzt unabdingbar. Im Zweifel gibt eine Blutuntersuchung Aufschluss. Wichtig ist es, die Symptome abzugrenzen von:

- Beinvenenthrombose
- Hautkrankheiten 
- Polyneuropathie (systemische Schädigung peripherer Nerven)
- Sensibilitätsstörungen
© Andriy Petrenko/Andriy Petrenko

Kühlen kann die Beschwerden bei einem Burning-Feet-Syndrom lindern.

Erste Hilfe bei Burning Feet Syndrom

Eine gezielte Kühlung bei Fußbrennen, etwa mit Kühlpacks, Eiswürfeln oder kalten Fußbädern, kann beim Burning Feet Syndrom kurzfristig die Beschwerden lindern. Auch kühlende Lotionen oder Sprays sind eine Möglichkeit.

Gegen Fußbrennen kann – auf ärztlichen Rat hin – auch die Einnahme schmerzlindernder Medikamente oder eine lokale Injektion von Betäubungsmitteln helfen. Zudem gibt es Berichte über gute Erfolge mit der sogenannten Hochtontherapie (HiToP). Hierbei wird elektrischer Strom mit hochfrequenten Schwingungen eingesetzt.

Diese Möglichkeiten, das brennende Gefühl beim Burning Feet Syndrom zu lindern, sollten indes mit einer dauerhaften Therapie einhergehen, um die Ursache, sprich, den Vitamin-B5-Mangel zu beseitigen. Normalerweise erfolgt dies laut Mikronährstoffmedizin durch die regelmäßige Einnahme von Pantothensäure, Carnitin oder Liponsäure in Tablettenform. Bei einem Vitamin B5-Mangel wird auch eine Dosierung von bis zu 800 Mikrogramm Folsäure am Tag verschrieben.

Weitere Symptome eines Pantothensäure-Mangels

Das Burning Feet Syndrom ist ein besonders typisches Anzeichen für einen Vitamin-B5-Mangel, doch bei Weitem nicht das einzige Signal. Es können auch weitere, eher unspezifische Symptome neben dem Fußbrennen auftreten, so zum Beispiel:

  • Muskelschwäche
  • Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlustf
  • Geschwächtes Immunsystem und entsprechend überdurchschnittlich viele Infekte
  • Lustlosigkeit bis hin zur Depression

Wie häufig kommt ein Vitamin-B5-Mangel vor?

Da fast alle Lebensmittel Vitamin B5 (Pantothensäure) enthalten, insbesondere tierische Produkte, ist ein Mangel abseits von Entwicklungsländern recht selten. Die meisten Jugendlichen und Erwachsenen decken den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesbedarf von 6 Milligramm problemlos über die Nahrung.

© Nomad_Soul/Fotolia

Dauerhafte Unterernährung kann einen Vitamin B5-Mangel begünstigen.

Dennoch kann in seltenen Fällen ein Vitamin-B5-Mangel auftreten. Ursache für eine Unterversorgung können sein:

  • Dauerhafte, schwere Mangelernährung, zum Beispiel aufgrund einer Essstörung wie Magersucht (Anorexie)
  • Alkoholmissbrauch
  • Chronische Darmerkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankung der Nieren

Oft geht ein Vitamin-B5-Mangel und somit auch ein Burning Feet Syndrom mit einer Unterversorgung an anderen Vitaminen einher. Nach einer entsprechenden Diagnose verordnet der Arzt in der Regel eine Substitution mit den notwendigen Nährstoffen. Begleitend kann in manchen Fällen auch eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
Wie finden Sie diesen Artikel?