Vitamin-A-Mangel erkennen und beseitigen
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Vitamin-A-Mangel erkennen und beseitigen

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A ist vor allem für die Gesundheit von Haut und Augen wichtig. Aber wie zeigt sich ein Vitamin-A-Mangel? Und wie lässt er sich beheben? Erfahren Sie hier alle wichtigen Infos zu Symptomen, Ursachen, Diagnose und Therapie bei einem Mangel an Vitamin A.

Vitamin-A-Mangel erkennen: Typische Symptome

Vitamin A trägt zur Gesundheit von Haut und Augen bei. Daher macht sich eine Unterversorgung mit dem Vitamin an diesen Organen besonders bemerkbar. Typische Symptome sind Sehstörungen wie Nachtblindheit oder verminderte Sehschärfe sowie trockene, schuppige Haut. Darüber hinaus kann sich ein Vitamin-A-Mangel durch folgende Symptome bemerkbar machen: 

  • Appetitverlust
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Störungen der Sinneswahrnehmung, beispielsweise beim Schmecken und Hören
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Mattweiße Flecken im sichtbaren Bereich der Bindehaut (Bitot-Flecken)
  • Verminderte Fruchtbarkeit 
  • Bei Kindern: Frühkindliche Fehlbildungen und Wachstumsstörungen

Wie entsteht ein Vitamin-A-Mangel?

In Deutschland ist ein Vitamin-A-Mangel relativ selten. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfohlene Tageszufuhr liegt für Jugendliche und Erwachsene zwischen 0,8 und 1,1 Milligramm. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie diesen Vitamin-A-Bedarf leicht decken. Eine sehr einseitige Ernährung oder bestimmte Diäten können hingegen Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel sein. 

Zu den Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel gehören unter anderem Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Glutenunverträglichkeit.

Zu den Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel gehören unter anderem Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Glutenunverträglichkeit.

Zu den Risikogruppen für einen Mangel an Vitamin A gehören zudem Menschen, deren Vitamin-A-Aufnahme gestört ist. Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) können die Aufnahme von Vitamin A im Darm hemmen. Auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder Alkoholmissbrauch zählen zu den möglichen Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel. 

Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Tagesbedarf an Vitamin A und sind daher etwas anfälliger für einen Mangel. Schwangere ab dem vierten Monat sollten laut DGE-Empfehlung 1,1 Milligramm Vitamin A pro Tag zu sich nehmen, bei stillenden Frauen sind es sogar 1,5 Milligramm täglich. Da Vitamin A für die Entwicklung des ungeborenen Kindes eine wichtige Rolle spielt, sollten werdende Mütter unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A achten.

Vitamin-A-Mangel feststellen: Sicherheit gibt nur ein Arztbesuch

Haben Sie die Vermutung, dass Sie unter einem Vitamin-A-Mangel leiden, sollten Sie Ihren Verdacht durch Ihren Hausarzt abklären lassen. Eine erhöhte Infektanfälligkeit und Hautprobleme können auch andere Ursachen haben. Im Regelfall nimmt der Arzt Ihnen Blut ab, um den Vitamin-A-Gehalt zu überprüfen. 

Ab einem Wert von weniger als 10 Mikrogramm (μg) pro 100 Milliliter (1 dl) Blutplasma liegt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Vitamin-A-Mangel vor. Ein Wert zwischen 10 und 20 μg/dl gilt bereits als beginnender Mangel.

Vitamin-A-Mangel beheben

Wenn der Arzt einen Mangel feststellt, kann er Ihnen ein Vitamin-A-Präparat verschreiben, um das Defizit auszugleichen. Beachten Sie jedoch: Eine Vitamin-A-Überdosierung kann Ihre Gesundheit gefährden. Deshalb sollten Sie Nahrungsergänzungsmittel mit zugesetztem Vitamin A (dazu zählen auch ACE-Säfte) nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Ob die Behandlung eines Vitamin-A-Mangels mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist, sollte ein Arzt entscheiden.

Ob die Behandlung eines Vitamin-A-Mangels mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist, sollte ein Arzt entscheiden.

Ist andere Krankheit, beispielsweise eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, Auslöser für den Vitamin-A-Mangel, muss diese in der Regel ebenfalls behandelt werden. 

Gut zu wissen: Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie im Regelfall verhindern, dass ein Vitamin-A-Mangel entsteht – vorausgesetzt, Sie sind gesund. Zu den besonders Vitamin-A-haltigen Lebensmitteln zählen unter anderem Möhren, Grünkohl und Spinat.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

S H
Autor/-in
Svenja Hauke
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