Vitamin A für schöne Haut: Von Cremes und Säure-Peelings
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Vitamin A für schöne Haut: Von Cremes und Säure-Peelings

Kosmetikhersteller werben mit Cremes und Säure-Peelings, die durch die Zugabe von Vitamin A für schöne Haut sorgen und sogar dauerhaft gegen Akne helfen sollen. Ist da wirklich etwas dran oder kann eine Behandlung sogar gefährlich sein?

Vitamin A zur Faltenminderung

Vitamin A wird in der Form von Retinol (Vitamin A1) vielen kosmetischen Produkten zugesetzt, da der Stoff gegen Faltenbildung vorgeht. Mehrere klinische Studien belegen die Wirkung. Bei einem Mangel an Vitamin A verliert die Haut an Elastizität, dem soll die Zugabe des fettlöslichen Vitamins in Cremes, Seren oder Peelings entgegenwirken.

Es regt die Bildung der Hornschicht an, das ist die oberste Schicht der Haut. Zudem fördert Retinol die Produktion von Kollagen, ein wichtiges Eiweiß, das der Haut Spannkraft verleiht. Und als Antioxidationsmittel hemmt Retinol freie Radikale, die die Festigkeit und somit Jugend der Haut bedrohen. Im Alter kann Retinol zudem die Pigmentierung der Haut beeinflussen. Dunkle Flecke, auch Altersflecken genannt, werden aufgehellt.

Generell ist die Anwendung von Retinol schon in vergleichbar frühem Alter von Nutzen: Ab Mitte Zwanzig hilft der Wirkstoff als Prävention vor Falten. Studien zeigen, dass bei der regelmäßigen Anwendung von Retinol schon nach einem Monat kleine Falten verschwinden und Poren verkleinert werden.

Ist Vitamin A in Kosmetika gefährlich? BfR warnt

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einer übermäßigen Anwendung kosmetischer Produkte, die Retinol enthalten. Grund ist eine mögliche Überdosierung in Kombination mit Vitamin A aus tierischen Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

Mit vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln sollte behutsam umgegangen werden. 

Mit vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln sollte behutsam umgegangen werden. 

Die vorliegenden Daten würden zeigen, dass im ungünstigsten Fall 25 Prozent der als sicher angesehenen Höchstmenge an Vitamin A pro Tag über kosmetische Mittel aufgenommen werden kann. Und da die benötigte Tagesdosis bei einer ausgewogenen Ernährung in der Regel schon erreicht wird, sollte die Anwendung retinolhaltiger Kosmetikprodukte für Haut und Gesicht begrenzt werden. Bei Lippen- und Körperpflegeprodukten wird generell von der Verwendung von vitamin-A-haltigen Fabrikaten abgeraten.

In vielen Hautcremes wird Retinol verwendet. Diese Form von Vitamin A wirkt nachweisbar gegen Falten. 

In vielen Hautcremes wird Retinol verwendet. Diese Form von Vitamin A wirkt nachweisbar gegen Falten. 

Vitamin-A-Säure-Peelings gegen Akne

Darüber hinaus hilft Vitamin A in Form eines Säure-Peelings schonend und dauerhaft gegen Akne. Hautärzte tragen bei der Behandlung ein Gel auf die gereinigte Haut auf, durch das sich die Talgdrüsen verkleinern und in ihrer Funktion einschränken. Ohne ärztliches Zutun ist von einem Säure-Peeling allerdings abzuraten, da es die Haut auch schädigen kann, wenn es zu lange einwirkt oder falsch dosiert wird. Zudem sollte intensive Sonneneinstrahlung nach einer Behandlung vermieden werden. Generell sollten Sie beachten: Vitamin-A-Säure ist eine andere chemische Substanz als Vitamin A und nur als verschreibungspflichtiges Medikament zu bekommen.

Vorsicht vor Nebenwirkungen von Vitamin-A-Säure-Behandlungen

Die Behandlung mit dem Wirkstoff Isotretinoin, einem synthetischen Vitamin-A-Säurederivat, wird von vielen Hautärzten als letzte Möglichkeit der medikamentösen Therapie angesehen, das heißt als stärkstes Mittel für schwere und hartnäckige Fälle von Akne. Sie ist mit einer Reihe von möglichen Nebenwirkungen verbunden: Neben trockener Haut und trockenen Augen kann es zu einem Anstieg der Blutfett- und Leberwerte kommen sowie zu Missbildungen des ungeborenen Kindes bei schwangeren Patienten. Deshalb darf die Patientin während der Therapie und auch mindestens einen Monat danach nicht schwanger werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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