Fan-Foto mit Promi: Die Sache mit dem Urheberrecht
(0)

Fan-Foto mit Promi: Die Sache mit dem Urheberrecht

Ob Promi oder Freund, bei einer Veröffentlichung von Fotos mit Personen braucht es fast immer die Zustimmung des Abgebildeten. Haben Sie das Fan-Foto gar nicht selbst geschossen, müssen auch die Rechte des Fotografen beachtet werden. Der Copyright-Vermerk genügt da keineswegs.

Trotz der klaren Rechtslage gibt es eine Grauzone, die zum Beispiel in den sozialen Netzwerken fleißig genutzt wird. Getreu dem Motto „kein Kläger, kein Richter“ werden hier immer wieder Promi-Fotos hochgeladen. Sieht der Prominente diese Verbreitung als gute Eigenwerbung, kann das durchaus gutgehen. Rechtlich sauber ist es jedoch nicht, ein Restrisiko bleibt daher. 

Fan-Foto mit Promi: Wie Sie Rechtssicherheit erhalten

Veröffentlichungen setzen die Rechte am Bild und die Zustimmung des prominent Abgebildeten voraus. Wenn Sie das Foto nicht selbst gemacht haben, müssen die Rechte beim Fotografen oder einer Fotoagentur erworben werden. Bei der Veröffentlichung der Bildes ist der Rechtinhaber zu nennen (Copyright-Hinweis), inklusive des Namens des Fotografen.   

Die Zustimmung des Promis gilt als erteilt, wenn es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt. Entsteht die Aufnahme dagegen nur im öffentlichen Raum, zum Beispiel an der Strandpromenade, ist die Sache heikel: Aufgenommen und veröffentlicht werden darf ohne ausdrückliche Zustimmung nur dann, wenn es ein öffentliches Interesse gibt. In vielen Fällen wiegen die Persönlichkeitsrechte des Prominenten jedoch schwerer. Aufnahmen im privaten Bereich sind ohne Zustimmung in den allermeisten Fällen verboten und können erhebliche Strafen nach sich ziehen.

Zufallsaufnahmen, keine Zufalls-Veröffentlichungen

Wenn Sie Bilder von Prominenten veröffentlichen, spielt der Rahmen übrigens eine untergeordnete Rolle. Die Urheberrechtsverletzung tritt also auch dann ein, wenn Sie den Kreis der Adressaten zum Beispiel bei einem Instagram-Post bewusst einschränken.

Bitten Sie aufgenommene Personen um das Recht der Veröffentlichung, sollten diese voll entscheidungsfähig sein. Das heißt: Der Betrunkene kann Ihnen die Rechte an der peinlichen Aufnahme gar nicht einräumen – seine Zustimmung ist im Streitfall nichtig. Bei Kindern sind grundsätzlich die Eltern zu befragen, nicht das Kind selbst.          

Wie finden Sie diesen Artikel?