Facebook & Co.: So schützen Sie Ihre persönlichen Daten
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Facebook & Co.: So schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Rund 28 Millionen Deutsche nutzen Facebook, 21 Millionen von ihnen jeden Tag. Doch die Angst um die persönlichen Daten wächst und mit ihr auch die Sensibilität, was veröffentlicht wird. Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM haben 2015 schon 85 Prozent aller Nutzer bei ihren Posts eine bewusste Auswahl im Sinne der Datensicherheit getroffen. Das können Sie tun:

Wer sich in sozialen Netzwerken engagiert, gibt zwangsläufig ein Stück seiner Privatsphäre preis. Die Gefahr des Daten- oder Identitätsdiebstahls ist nie ganz auszuschließen, Mobbing-Angriffe können den Spaß am offenen Online-Austausch vergällen. Doch nicht der Verzicht auf die soziale Kommunikation ist gefragt, sondern ein gesundes Bewusstsein für die Risiken. Denn diese lassen sich erheblich minimieren.

Einstellungen für mehr Datensicherheit

Informationen haben immer einen Adressaten, wie im realen Leben auch. So ist die Begeisterung für die neue Bekanntschaft vielleicht nur für die Ohren des besten Freundes bestimmt, der spannende Artikel dagegen für alle, die es interessieren könnte.

Wen Ihre Veröffentlichungen erreichen und was Sie selbst empfangen, lässt sich in den persönlichen Einstellungen festlegen. Bei Facebook können Sie bestimmen, ob die eigene Chronik, ein bestimmtes Foto, Statement oder die Statusmeldung öffentlich sichtbar sind (Public) oder nur den eigenen Freunden (Friends) angezeigt werden. Auch eine Beschränkung auf zuvor ausgewählten Personen ist möglich.  

Generell öffentlich sind bei Facebook nur wenige Informationen, so zum Beispiel der Name und Nutzername, das Geschlecht sowie die Sprache. Aber auch hier haben Sie die Möglichkeit, den Nutzerkreis zu minimieren: Unter Einstellungen / Privatsphäre lässt sich zum Beispiel festlegen, dass das eigene Profil über die Suchmaschinen nicht zu finden ist. Werden Sie von Freundschaftsanfragen genervt, kann diese Funktion auf die Freunde der Freunde begrenzt werden.

Bei Problemen mit einzelnen Nutzern oder Inhalten verspricht der Bereich „Blockierungen“ bei Facebook  Abhilfe. Hier lassen sich Personen oder Inhaltselemente gezielt ausschließen. Wollen Sie zum Beispiel keine Veranstaltungstipps von Person XY mehr erhalten, können Sie die Zustellung hier unterbinden.     

Nur ausgewählte Inhalte bereitstellen

Anonymität schützt, auch in sozialen Netzwerken gilt somit das Motto „weniger ist mehr“. So könnte die Bekanntgabe Ihres aktuellen Aufenthaltsortes Dieben die Raubzüge erleichtern – verzichten Sie besser darauf. Identitäten lassen sich weit schwerer fälschen, wenn es keine hochauflösenden Fotos gibt und das Geburtsdatum nicht bekannt ist. Ihr enger Freundeskreis kennt Ihren Ehrentag ohnehin. Wer wirklich gratulieren will, braucht kein Facebook-Erinnerung.  

Und noch ein Tipp für Facebook-Einsteiger:  Unter „Chronik und Markierungseinstellungen“ können Sie unter anderem die Sicht anderer User einnehmen. Erscheint nicht das gewünschte Ergebnis, lassen sich hier auch gleich die notwendigen Änderungen an den Einstellungen vornehmen. Im Zweifelsfall lautet die Wahl bei der Sichtbarkeit der Chronik dann:  „nur ich“.

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