Percolator, Cafétière & Co.: Die bunte Welt der Kaffeezubereitung

Kaffeekochen ist eine Kunst, die auf vielfältige Weise praktiziert werden kann. Entscheidend für den Geschmack ist vor allem, wie das Wasser den Kaffee passiert. Lassen Sie sich von folgenden 4 Zubereitungsmethoden in womöglich neue Kaffeegeschmackswelten entführen.

1. Rein, reiner, Karlsbader Kanne

Die Karlsbader Kanne kommt im vierteiligen Porzellangewand daher, das für einen besonders unverfälschten Kaffeegeschmack sorgt. Denn Porzellanfilter haben im Gegensatz zu Papier und anderen Materialien keinen Eigengeschmack.

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Für den puristischen Genuss ist außerdem das besondere Filtersystem verantwortlich. In die oberste Etage, den Wasserverteiler, wird nach und nach heißes Wasser gegossen, das anschließend in das Porzellansieb absickert.

Dort verbindet es sich mit den grobgemahlenen Kaffeebohnen und fließt langsam in die Endstation, die bauchige Kanne, ab. Ein fast meditatives Prozedere, das ein besonders aromatisches Ergebnis hervorbringt.

Überzeugen Sie sich selbst:

2. Der falsche Espresso mit dem Percolator

Schnell wieder wach werden Sie mit einem falschen Verwandten des Espresso: Kaffee aus dem Percolator. Der wird auch als Espressokanne bezeichnet. Tatsächlich funktioniert die Kaffeezubereitung mit dem Percolator nach demselben Prinzip wie beim Espresso: mit Druck. Allerdings fällt dieser zu gering aus, um von einem echten Espresso reden zu können.

Die Kanne setzt sich aus drei Teilen zusammen: Wasserbehälter, Sieb und Auffangbehälter für den Kaffee. In den unteren Teil wird das Wasser gefüllt. Dann geben Sie Kaffeepulver in das Sieb und hängen dieses in den unteren Teil der Kanne ein. Dann schrauben Sie den oberen Teil mit dem Auffangbehälter auf und stellen den Percolator auf den Herd.

Dann stellen Sie den Herd an und erhitzen das Wasser. Wenn es anfängt zu köcheln, steigt der Wasserdampf über das im Inneren enthaltene Steigrohr nach oben – durch das Kaffeepulver hindurch. In der oberen Hälfte verflüssigt sich der Dampf gemeinsam mit den gelösten Kaffeearomen.

Die Schwierigkeit: Wenn der Kaffee nicht lange genug erhitzt wird, landet nicht das ganze Wasser im oberen Teil. Zu langes Erhitzen führt dagegen zum Überkochen des Kaffees. Mit etwas Geduld finden Sie aber die richtige Zubereitungsdauer heraus und können sich über besten Kaffeegeschmack freuen.

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3. Ibrik: Kaffee wie aus Tausendundeine Nacht

Wer Kaffee wie die Sultane des 16. Jahrhunderts trinken möchte, sollte sich die kleine Kanne mit den vielen Namen – darunter Ibrik, Briki (Griechisch) oder Cezve (Türkisch) – besorgen. Die Zubereitung ist äußerst simpel: Das fein gemahlene Arabicapulver wird mit Wasser und Zucker in die meist verzinnte Kanne gemischt und dann auf der Herdplatte aufgekocht.

Sobald der Kaffee schaumig nach oben steigt, kann er genossen werden. Mancherorts kocht man ihn weitere Male auf. Zudem wird er je nach Region mit anderen Zutaten wie Kardamom gewürzt.

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4. Kaffee zubereiten mit der Pressstempelkanne

“Pressstempelkanne” – die unsexy Bezeichnung wird dem Kaffee der Kanne nicht annähernd gerecht. Liebhaber der Zubereitungsmethode schätzen den intensiv aromatischen Geschmack. Glücklicherweise trägt die Pressstempelkanne noch andere Namen wie Cafétière, French-Press-Can oder Bistrokanne.

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Wie die Zubereitung im Detail funktioniert, sehen Sie hier: