Leckeres Unkraut: 5-mal essbarer Wildwuchs aus dem Garten

Unkrautjäten war gestern! Zeigen Sie dem hartnäckigen Grünzeug die Zähne – denn viele der ungeliebten Wucherpflanzen sind eine echte Bereicherung für die Küche. Einmal probiert, wollen Sie die wilden Kräuter aus dem heimischen Garten bestimmt gar nicht mehr loswerden.

1. Löwenzahn

Löwenzahn ist zu Unrecht als Unkraut verschrien, denn die Pflanze kann eine ganze Menge!

Löwenzahn ist zu Unrecht als Unkraut verschrien, denn die Pflanze kann eine ganze Menge!

Wer Löwenzahn im Garten hat, wird ihn nur schwer los, denn die gelben Blumen sind hartnäckig und die Samen der Pusteblumen verbreiten sich unkontrollierbar in alle Himmelsrichtungen.

Nun könnten Sie sich damit quälen, die tief verwurzelten Milchstöcke der Pflanze mit viel Kraft aus der Erde zu reißen – oder Sie pflücken ganz entspannt Blüten und Blätter und bereichern damit die sommerliche Speisekarte.

  • Die weit geöffneten Blüten des Löwenzahns lassen sich zu Gelee verarbeiten – eine tolle, vegane Alternative zu Bienenhonig!
  • Die geschlossenen Blüten können Sie mit Salz, Essig und Zwiebeln einlegen und dann wie Kapern verwenden.
  • Die Blätter machen sich gut als Salat und schmecken am besten, wenn sie noch jung und zart sind.

2. Gartenschaumkraut

Das Gartenschaumkraut hat einen würzigen, leicht scharfen Geschmack.

Das Gartenschaumkraut hat einen würzigen, leicht scharfen Geschmack.

Eigentlich viel zu hübsch, um als schnödes Unkraut zu gelten, ist das Gartenschaumkraut so manchem Gärtner trotzdem ein Dorn im Auge. Dabei können Sie fast die komplette Pflanze in der Küche verwenden – lediglich die Stängel sind ein bisschen zu hart, um darauf herumzukauen. Triebe, Blätter und Blüten aber sind eine würzige Delikatesse.

  • Streuen Sie das Schaumkraut kleingehackt auf Butter- oder Quarkbrot.
  • Verwenden Sie es wie Kresse oder Rucola im Salat.
  • Würzen Sie Ihr Omelett doch mal mit Unkraut statt mit Schnittlauch.

Wichtig dabei: Vor dem Verzehr gut waschen! Da das Kraut dicht am Boden wächst, kommt sonst schnell Sand ins Essen – und wer mag schon, wenn es zwischen den Zähnen knirscht?

3. Giersch

Giersch ist das Horrorunkraut vieler Gärtner und wächst sogar mitten in der Stadt.

Giersch ist das Horrorunkraut vieler Gärtner und wächst sogar mitten in der Stadt.

Wer dem Giersch nicht schon im Frühjahr kräftig zu Leibe rückt, hat im Sommer einen dichten Unkrautteppich im Beet. Auch wenn Sie das weiß blühende Ziegenkraut vielleicht gar nicht im Garten haben wollten: Nun ist es da und da ist es doch schön, dass es noch mehr kann, als nur zu wuchern.

  • Junge Blätter peppen den Salat auf.
  • Giersch passt geschmacklich prima mit Löwenzahn und Brennnesseln zusammen – das ergibt eine raffinierte Suppe.
  • Oder wie wäre es mit selbstgemachtem Pesto: Blätter im Mörser zerstoßen, Öl, gehackte Mandeln, Salz und Pfeffer dazu – fertig!

Und wenn Sie sich jetzt ärgern, all den Giersch in Ihrem Garten ausgerissen zu haben: Keine Sorge, nächstes Jahr ist er vermutlich wieder da, denn die Wurzeln dieses leckeren Unkrauts halten einiges aus.

4. Knopfkraut

Das Knopfkraut wird auch Franzosenkraut genannt.

Das Knopfkraut wird auch Franzosenkraut genannt.

Das Knopf- oder Franzosenkraut ist eine echte Eisen- und Eiweißbombe und lässt sich wie Blattgemüse verarbeiten. Essbar sind grundsätzlich alle oberirdischen Teile dieses Unkrauts. Zum Herbst hin werden die Pflanzen allerdings recht holzig, sodass Sie dann nur noch die oberen Triebe pflücken sollten.

  • Kochen Sie das Knopfkraut wie Spinat.
  • Nutzen Sie die vielen Vitamine und Mineralstoffe, indem Sie das Kraut in einem grünen Smoothie verwenden.

5. Vogelmiere

Die Vogelmiere enthält siebenmal mehr Eisen als Kopfsalat.

Die Vogelmiere enthält siebenmal mehr Eisen als Kopfsalat.

Hartnäckiges Unkraut oder ganzjähriges Wildgemüse? Alles eine Frage der Perspektive! Die Vogelmiere gehört zu den essbaren Wild- und Unkräutern, die Sie fast das ganze Jahr über im Garten finden können.

  • Dank des eher milden Geschmacks können Sie die Vogelmiere als Basis für frische Salate verwenden.
  • Das Kraut passt hervorragend in eine selbstgemachte Kräuterbutter.
  • Auch als gekochte Beilage zu Reis, Kartoffeln oder Nudeln passt das Kraut gut.