Gesünder Leben
Mann mit Tablette und Wasser
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Naproxen-Dosierung: Wie viel Schmerzmittel ist erlaubt?

Das Schmerzmittel Naproxen ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Es lindert Schmerzen, Entzündungen und Fieber. Um das Risiko für mögliche Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, kommt es auf die richtige Dosierung von Naproxen an. Naproxen-Dosierung: Wie viel Naproxen am Tag erlaubt ist.

Naproxen dosieren: Wie viel Naproxen am Tag?

Naproxen ist rezeptfrei bis zu einer Dosierung von 250 Milligramm pro Tablette in der Apotheke erhältlich. Die Naproxen-Höchstdosis pro Einnahme sollte 500 Milligramm nicht übersteigen. Die tägliche Höchstdosis von Naproxen für gesunde Erwachsene (24-Stunden-Zeitraum) liegt bei 750 Milligramm. Naproxen hat eine Wirkdauer von bis zu 15 Stunden.

Bei welchen Schmerzen Naproxen?

Naproxen wird besonders gegen chronische Gelenkschmerzen eingenommen, etwa Arthrose oder Rheuma. Vielen Patienten hilft es, wenn sie eine Tablette vorm Schlafengehen nehmen, um schmerzfrei durch die Nacht zu kommen und am Morgen die ersten Schmerzen zu hemmen, bis Muskeln und Gelenke wieder aufgewärmt und „eingelaufen“ sind.

Naproxen einnehmen: Wann zum Arzt gehen?

Da Naproxen eines der NSAR ist, welches bei chronischen Schmerzen zur Anwendung kommt, sollte die Dosierung von einem Arzt festgelegt und die Behandlung von diesem begleitet werden. Schmerzmittel sollten immer so gering wie möglich dosiert und so kurz wie möglich eingenommen werden. Nehmen Sie rezeptfreie Schmerzmittel wie Naproxen nie länger als drei Tage hintereinander und maximal zehn Mal im Monat ohne ärztliche Begleitung ein. Bei einer längerfristigen Behandlung mit Schmerzmitteln sollte immer ein Arzt die Einnahme überwachen.

Nehmen Sie Naproxen mit einem großen Glas Wasser und zu den Mahlzeiten ein. Das entlastet den Magen.

Schmerzmittel Naproxen: wann riskant?

Wen Sie unter Erkrankungen leiden oder bereits andere Medikamente einnehmen, sollte Sie die Naproxen-Dosierung immer mit Ihrem Arzt abstimmen. Nehmen Sie Naproxen unter anderem nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie:

  • bereits NSAR einnehmen.
  • Blutverdünner einnehmen.
  • Magen-Darm-Beschwerden haben.
  • eine Entzündung von Magen oder Darm vorliegt oder Sie ein Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür haben.
  • unter einer Funktionsstörung der Leber leiden.
  • eine Lebererkrankung haben.
  • eine Nierenerkrankung haben.
  • Bluterkrankungen haben.
  • untergewichtig sind.
  • unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
  • schwanger sind.
  • eine Atemwegserkrankung haben, etwa Asthma.
  • zu Allergien neigen.
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) haben.
  • Bluthochdruck haben.
  • regelmäßig Alkohol trinken.
Naproxen-Überdosierung
Symptome einer Naproxen-Überdosierung (Naproxen-Vergiftung) sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit, Atemstörungen, Blutdruckabfall, Schwitzen, Zittern. Nehmen Sie in einem solchen Fall immer sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Naproxen: Nebenwirkungen, die Sie kennen sollten

Bei der Einnahme von Naproxen kann es zu Nebenwirkungen kommen. Je höher das Schmerzmittel dosiert ist und je länger das Schmerzmittel eingenommen wird, desto höher ist das Risiko, Naproxen-Nebenwirkungen zu bekommen. Zu den möglichen Nebenwirkungen von Naproxen gehören:

  • Magenschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall, Blähungen
  • Verstopfung
  • Sodbrennen
  • Kopfschmerzen
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Juckreiz der Haut, Hautausschlag
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Schwellungen im Gesicht
  • Blutungen im Bereich des Magens und des Darms

Da das Risiko für Nebenwirkungen durch Naproxen mit der Dosierung und der Einnahmedauer zunimmt, sollten Sie immer darauf achten, die in der Packungsbeilage oder die vom Arzt oder Apotheker empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten und zwischen den Einnahmen ausreichend Zeit zu lassen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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