Gesünder Leben
Wann spricht man von einem Magengeschwür?
© Motortion/ fotolia.com
(0)

Wann spricht man von einem Magengeschwür?

Massive Schmerzen im Oberbauch, die sich nach dem Essen oder bei Stress verstärken, gehören zu den potenziellen Symptomen für das Magengeschwür. Vom Mediziner als Ulcus ventriculi bezeichnet, zählt die ernstzunehmende Magen-Darm-Erkrankung zu den häufigsten Befunden, die bei Männern und Frauen ab 50 Jahren diagnostiziert werden. Je nach Art der Lebensführung kann das Magengeschwür auch deutlich früher auftreten, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. 

Schädigung der Magenwände durch Überbelastung

Das Magengeschwür entsteht durch eine langfristige Überbelastung der Magenwände. Der Magen enthält die Magensäure, welche in ihrer Funktion als Zersetzungs- und Verdauungsflüssigkeit die aufgenommenen Speisen aufweicht und vorverdaut. Die Magenwände sind zum Schutz vor der aggressiven Flüssigkeit bei einem gesunden Magen durch die Magenschleimhaut geschützt. 

Wird die Magenschleimhaut regelmäßig überbelastet, weil zu viel Magensäure oder andere Einflüsse vorliegen, kann die Schleimhaut geschädigt werden. Die Magensäure gelangt durch die Schleimhaut hindurch zur Magenwand und ruft hier Entzündungen hervor. Der Mediziner spricht somit von einer Magenschleimhautentzündung. Unbehandelt und weiterhin der Überbelastung ausgesetzt, entstehen Schäden an der Magenwand und das Magengeschwür entsteht.

Von der Magenschleimhautentzündung zum Magengeschwür 

Die Entzündung der Magenschleimhaut gilt weitläufig als Vorstufe des Magengeschwürs. Ist ein Magengeschwür entstanden, gilt es, dieses spezifisch zu behandeln, damit ein Magen-Durchbruch nachhaltig verhindert wird. In rund 5 % der diagnostizierten Magengeschwüre kommt es zum Durchbruch, der als ärztlicher Notfall zu betrachten ist: Der Mageninhalt kann bei einem Magendurchbruch in die Bauchhöhle gelangen und weiterführende Komplikationen wie eine Bauchfellentzündung hervorrufen. Durch die richtige Behandlung kann ein Magengeschwür heute meist gut ausgeheilt werden. Neben der Behandlung ist eine Vermeidung der individuellen Ursachen für die Entstehung der Erkrankung wichtig. Ist dies nicht der Fall, kann das Magengeschwür erneut entstehen und die als Ulcus ventriculi bezeichnete Beschwerdebild wandelt sich zur sogenannten Ulkuskrankheit.

Vielfältige Symptome durch unterschiedliche Ursachen

Ein Magengeschwür kann durch verschiedene Ursachen entstehen, die jedoch nur bedingt im Bezug auf die typischen Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und anderen Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes differenziert werden können. Bis auf wenige Ausnahmen ist das behandelte Magengeschwür jedoch gut heilbar. Wichtig für die Heilung sind eine sorgfältige Umsetzung der Behandlung und eine Überprüfung der Lebensgewohnheiten auf potenzielle Krankheitsauslöser.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
Wie finden Sie diesen Artikel?