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Glaubersalz für die Darmreinigung: Wichtige Hinweise

Eine Darmreinigung kann zu Beginn einer Fastenkur oder vor einer Darmspiegelung notwendig sein. Glaubersalz hilft dabei, den Darm zu entleeren. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit und beachten Sie diese fünf Hinweise.

1. Was ist Glaubersalz?

Das Natriumsalz der Schwefelsäure wird nach dem Chemiker Johann Rudolph Glauber (1604-1670) auch Glaubersalz genannt. Dieses Natriumsulfat-Decahydrat wird seit Jahrhunderten zur Darmreinigung eingesetzt.

2. Was passiert bei der Darmreinigung?

Glaubersalz erhöht den Flüssigkeitsanteil im Darm. Dies führt etwa 30 bis 90 Minuten nach Einnahme zu heftigem Durchfall.

3. Wie nehme ich das Salz ein?

Nach Absprache mit einem Arzt oder einem Apotheker wird der Glaubersalz-Trunk mit lauwarmem Wasser zubereitet. Die Menge richtet sich nach Ihrem Körpergewicht und Ihrer individuellen Empfindlichkeit. Gegen den bitteren Geschmack können Sie etwas Zitronen- oder Orangensaft zusetzen. Trinken Sie die Mischung am besten in einem Zug.

4. Was ist noch zu bedenken?

Glaubersalz löst bei der Darmreinigung heftige Durchfälle aus, die bis zu acht Stunden andauern können. Nehmen Sie den Trunk tagsüber zu sich und bleiben Sie zu Hause in der Nähe einer Toilette.

5. Wer sollte Glaubersalz nicht anwenden?

Herzkranke und Bluthochdruck-Patienten dürfen Glaubersalz nicht anwenden. Bitte sehen Sie davon ab, Glaubersalzbehandlungen bei Kindern durchzuführen. Senioren und geschwächte Patienten sollten zumindest aufpassen. Glaubersalz kann außerdem auf Dauer zu Ödemen führen und die Wirkung von Medikamenten wie der Pille beeinflussen. Als Mittel gegen Verstopfung ist Glaubersalz nicht geeignet. Vorsicht sollten Sie walten lassen bei unklaren Bauchschmerzen oder bestehenden Darmentzündungen.

6. Glaubersalz unter ärztlicher Aufsicht einnehmen

Achtung! Glaubersalz ist kein harmloses Hausmittel, sondern eine sehr extreme Methode, um den Darm schnell zu entleeren. Besprechen Sie die Dosierung und Anwendung also unbedingt vorher mit Ihrem Arzt und versuchen Sie es lieber mit einem sanfteren Mittel, wenn dieser Bedenken äußert oder sich unsicher ist. Sollte die Behandlung nicht wie gewünscht anschlagen, erhöhen Sie keinesfalls eigenmächtig die Dosis, sondern halten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache. Adressen zu Hausärzten und Homöopathen in Ihrer Nähe finden Sie unter diesem Artikel.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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