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Analkrampf: So entstehen die schmerzhaften Krämpfe
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Analkrampf: So entstehen die schmerzhaften Krämpfe

Nächtliche Wadenkrämpfe sind unangenehm genug, aber ein Analkrampf lässt viele Patienten mitten in der Nacht jaulend im Bett auffahren. Die Verkrampfungen von Schließ- und Beckenbodenmuskeln sind ausgesprochen schmerzhaft, treten ohne Vorwarnung auf und halten bis zu einer halben Stunde an. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt. Gefährlich sind sie nicht, aber zur Sicherheit empfiehlt sich der Besuch bei einem Proktologen, um andere Krankheiten auszuschließen.

Analkrampf: So entstehen die schmerzhaften Krämpfe

Nächtliche Wadenkrämpfe sind unangenehm genug, aber ein Afterschließmuskel Krampf lässt viele Patienten mitten in der Nacht jaulend im Bett auffahren. Beim Analkrampf verkrampfen die Schließ- und Beckenbodenmuskeln, was ausgesprochen schmerzhaft ist, oft ohne Vorwarnung auftritt und bis zu einer halben Stunde anhält. Die genauen Ursachen für einen Afterschließmuskel Krampf sind bis heute nicht geklärt. Gefährlich sind Analkrämpfe nicht, aber zur Sicherheit empfiehlt sich der Besuch bei einem Proktologen, um andere Krankheiten im Analbereich und Darmbereich auszuschließen.

Was ist ein Analkrampf?

Der Krampf im After hat viele Namen: Analspasmus, Afterkrampf, Levator-Syndrom, Rektalgie, Perinealkrampf oder Perinealneuralgie sind nur einige davon. Die medizinische Bezeichnung des Afterschließmuskel Krampf, Proktalgia fugax, auch als "flüchtige Afterschmerzen" zu verstehen, trifft die Sache am besten. Meistens beginnen Analkrämpfe zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, später nimmt die Häufigkeit der Episoden allmählich ab.

Das Auftreten vom Afterschließmuskel Krampf ist weit verbreitet - allerdings treten sie klinisch selten in Erscheinung, da die meisten Patienten auf eine Untersuchung verzichten. Dass Frauen doppelt so oft einem Krampf im Analbereich in einer Praxis erscheinen, dürfte nicht zuletzt damit zu tun haben, dass Männer ohnehin ungern zum Arzt gehen. Handelt es sich um Krämpfe im After, fällt die Hemmschwelle oft doppelt so hoch aus, denn immerhin geht es dabei um eine sehr intime Angelegenheit. 

Welche Symptome treten bei einem Analkrampf auf?

An den plötzlich auftretenden Schmerzen im Analbereich leiden die Patienten vorwiegend abends oder nachts, seltener tagsüber und dann meistens beim Stuhlgang. Ein Analkrampf dauert häufig nur wenige Sekunden oder Minuten, zeitweise bis zu einer halben Stunde und länger. 

Die Auswirkungen von einem anhaltenden Afterschließmuskel Krampf reichen von Schweißausbrüchen über Unwohlsein und Übelkeit bis zum Kreislaufkollaps. Oftmals strahlen die Schmerzen weit aus und reichen weit in den Rücken und Unterbauch. Patienten verspüren währenddessen häufig Drang zum Stuhlgang. 

Auf einen Analkrampf folgen beschwerdefreie Phasen, die Wochen oder Monate andauern. Wie lange Analkrämpfe anhalten, wie intensiv sie ausfallen oder wann der Krampf im Po beschwerden verursacht, lässt sich leider nur schlecht vorhersagen.

Welche Muskeln verkrampfen bei einem Analkrampf?

Der schmerzhafte Krampf im After geht vom Afterschließmuskel (Sphinkter) und der Muskulatur des Beckenbodens aus. Insbesondere der Afterhebemuskel (Levator ani) spielt eine wichtige Rolle - daher die Bezeichnung levator ani syndrome im englischen Sprachraum.

Der dünne Muskel besteht aus mehreren Anteilen, die am Beckenboden ansetzen und die daran verankerten Strukturen des Beckens schützen und bewegen. Neben dem Darmausgang gehört dazu bei Frauen die Vagina und beim Mann die Prostata. Ursprünglich diente er unseren vierbeinigen Vorfahren zum Schwanzwedeln - beim Menschen ist nur noch die willkürliche Bewegung des Kanals im Analbereich möglich.

Was sind die Ursachen für Analkrämpfe?

Woher die schmerzhaften Krämpfe im Analbereich kommen, ist nach wie vor ungeklärt. Der schnell vorübergehende Analkrampf entzieht sich oft einer genaueren Untersuchung, sodass der Arzt bei der Anamnese auf die Beschreibung seiner Patienten angewiesen ist. 

Organische Ursachen für den Afterschließmuskel Krampf hat man nicht gefunden. Wie bei allen Krämpfen spielt die Sauerstoffversorgung des Muskels sicherlich auch beim Afterkrampf eine wesentliche Rolle. Das erklärt den Einfluss von Hämorrhoiden, Blähungen, hartem Stuhlgang und sexueller Aktivität. Die endgültigen Auslöser für Analkrämpfe sind häufig psychosomatischer Natur.

Analkrampf und Analfissur: Stuhlgang als häufige Ursache 

Analkrämpfe und Analfissuren gehen oftmals miteinander einher, denn ein schmerzhafter Analkrampf kann die Ursache für die Entstehung einer Analfissur bedeuten. Beim Afterkrampf zieht sich der Schließmuskel im Analbereich plötzlich zusammen und es kann zu Rissen kommen. Weitere Ursachen für eine Analfissur sind außerdem Probleme mit dem Stuhlgang. Wird beim Stuhlgang zu hart gepresst oder die Konsistenz ist zu fest, können Risse im Analbereich und somit Fissuren entstehen. Patienten, die häufig von hartem Stuhlgang betroffen sind, sollten sich also beim Hausarzt dementsprechend auf Analfissuren untersuchen lassen. 

Muss man mit einem Analkrampf zum Arzt?

Trotz erheblichen Leidensdrucks, der bei einem Afterschließmuskel Krampf entsteht, vermeiden die meisten Patienten den Gang zum Hausarzt. Ihnen ist das Thema Analkrampf unangenehm, und wegen der kurzen Dauer der Schließmuskelkrämpfe nehmen sie die Erscheinungen nicht als "richtige" Erkrankung wahr. 

Bei regelmäßigem Auftreten der Krämpfe im After empfiehlt sich eine medizinische Kontrolle. Analkrämpfe sind harmlos, aber häufig Folgeerscheinung anderer Erkrankungen. Dazu gehören Hämorrhoiden, Analfissuren, Analabszesse und sogar Darmkrebs.

Wie kann man einen Analkrampf behandeln?

Das kurzfristige und unvorhersehbare Ereignis eines Krampfs im Analbereich macht eine Behandlung schwierig: Bis Schmerztablette, Salben oder Krampflöser wirken, ist der Afterschließmuskel Krampf meist vorüber. Eine regelmäßige prophylaktische Einnahme von Schmerzmitteln ist unsinnig.

In einigen Veröffentlichungen dokumentierte Behandlungserfolge mit den Medikamenten Clonidin, Nifedipin oder Salbutamol haben eher episodischen Charakter. Sie erweitern die Gefäße, verbessern die Sauerstoffversorgung und entspannen die Muskulatur. Nur das Medikament Nitroglyzerin, wie man es zur Behandlung von Angina pectoris einsetzt, wirkt innerhalb von Sekunden. All diese Medikamente sollten nur auf ärztlichen Rat angewandt werden.

Hausmittel gegen einen Analkrampf haben sich vielfach bewährt: Sitzbäder mit Gerbstoffen oder Kamillenextrakt, lokale Massagen, Herumlaufen oder in die Hocke gehen. Bei auftretenden Fissuren können Salben helfen, die mit Nitroglyzerin versetzt sind. Eine Wärmflasche unterm Po oder einen warmen Einlauf als Mittel gegen Analkrämpfe empfinden viele als angenehm. Magnesium gilt als Allheilmittel bei Krämpfen und ist somit auch beim Krampf im After einen Versuch wert. Yoga und autogenes Training helfen gegen Stress und beeinflussen die Psyche positiv, womit auch eine mögliche psychosomatische Ursache für einen Analkrampf behandelt werden kann. 

Bei regelmäßigem Auftreten der Krämpfe im After empfiehlt sich eine medizinische Kontrolle. Analkrämpfe sind harmlos, aber häufig Folgeerscheinung anderer Erkrankungen. Dazu gehören Hämorrhoiden, Analfissuren, Analabszesse und sogar Darmkrebs.
Beim Analkrampf verkrampfen die Schließ- und Beckenbodenmuskeln, was ausgesprochen schmerzhaft ist, oft ohne Vorwarnung auftritt und bis zu einer halben Stunde anhält. Die genauen Ursachen für einen Afterschließmuskel Krampf sind bis heute nicht geklärt. Gefährlich sind Analkrämpfe nicht, aber zur Sicherheit empfiehlt sich der Besuch bei einem Proktologen, um andere Krankheiten im Analbereich und Darmbereich auszuschließen.
Trotz erheblichen Leidensdrucks, der bei einem Afterschließmuskel Krampf entsteht, vermeiden die meisten Patienten den Gang zum Hausarzt. Ihnen ist das Thema Analkrampf unangenehm, und wegen der kurzen Dauer der Schließmuskelkrämpfe nehmen sie die Erscheinungen nicht als "richtige" Erkrankung wahr. 
Checkliste zu Symptomen eines Analkrampfs
Dies könnten mögliche Anzeichen für einen Analkrampf sein
Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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