Salmonellen: Symptome und Übertragungswege der Infektion
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Salmonellen: Symptome und Übertragungswege der Infektion

Eine Infektion mit Salmonellen hat Symptome einer Lebensmittelvergiftung zur Folge. Zumindest, wenn es sich um eine sogenannte Salmonellen-Enteritis handelt, machen sich die Auswirkungen im Wesentlichen als Brechdurchfall bemerkbar.

Übertragung von Salmonellen

Die Salmonellen-Enteritis ist eine Form der Salmonelleninfektion, die mit einer Magen-Darm-Entzündung einhergeht. Sie entsteht, wenn mit Salmonellen verseuchte Lebensmittel verzehrt werden. Besonders riskant sind rohe Eier und nicht durchgegartes Geflügel und Fleisch.

Darüber hinaus werden auch Typhus und Paratyphus durch bestimmte Salmonellen hervorgerufen. Aber für gewöhnlich ist die Lebensmittelvergiftung gemeint, wenn von einer Salmonelleninfektion (Salmonellose) die Rede ist.

Weitere Übertragungswege und Ursachen einer Salmonellose

Salmonellen können jedoch auch auf andere Lebensmittel übertragen werden, wenn beispielsweise Gemüse und Obst mit demselben Messer wie verseuchtes rohes Fleisch geschnitten wird. Infizierte Erwachsene und Jugendliche, die ansonsten gesund sind, können außerdem etwa einen Monat lang noch Bakterien ausscheiden und damit andere Menschen infizieren.

Kinder unter fünf Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen sind teilweise um die sieben Wochen, vereinzelt sogar noch länger ansteckend. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist zwar selten, aber durch infizierte Personen kann der Erreger auf Lebensmittel gelangen und so bei anderen eine Salmonellose auslösen.

Salmonellen: Inkubationszeit nach der Infektion

Nach einer Infektion mit Salmonellen beträgt die Inkubationszeit im Durchschnitt 12 bis 36 Stunden – also ein halber bis eineinhalb Tage. Seltener können sich die Symptome einer Salmonellose aber auch schon nach 6 Stunden oder erst nach 72 Stunden (3 Tagen) bemerkbar machen.

Salmonellen: Symptome nach der Ansteckung

Bei der Salmonelleninfektion handelt es sich um eine Art Lebensmittelvergiftung. Bereits nach ein paar Stunden fühlen sich Betroffene krank und die Salmonellen lösen folgende Symptome aus:

  • Wässriger Durchfall
  • Starke Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Leichtes Fieber

Nach ein paar Tagen lassen die Durchfälle normalerweise nach und den Patienten geht es besser. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen Salmonellen ohne Symptome kommen und gehen.

Sind es wirklich Salmonellen? Differenzialdiagnose bei Lebensmittelvergiftung

Es ist wichtig, ganz sicher zu gehen, dass die Salmonellensymptome nicht durch eine andere Form der Lebensmittelvergiftung hervorgerufen werden. Denn Salmonellen sind meldepflichtig, um größere Ausbrüche von Infektionen zu vermeiden. Der Arzt führt eine sogenannte Differenzialdiagnose durch, um andere Durchfallerreger und Durchfallursachen auszuschließen.

So können auch Bakterien wie die E. coli-Erreger oder Viren wie Noro-, Rota- und Adenoviren sowie Parasiten wie Amöben in hygienisch nicht einwandfrei zubereiteten Lebensmitteln zu Vergiftungserscheinungen führen. Durchfall kann aber auch auf chronische Darmentzündungen, einen Reizdarm oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten hinweisen, sollten sich keine Erreger finden lassen oder die Symptome länger als üblich andauern.

Diagnose einer Infektion mit Salmonellen

Für die Diagnose braucht der Arzt eine Stuhlprobe des Patienten, die im Labor auf Erreger hin untersucht wird. Auch Proben von Erbrochenem oder ein Rektalabstrich erfüllen diesen Zweck. Nach Möglichkeit nehmen die Mediziner darüber hinaus einen Rest des verdächtigen Lebensmittels genauer unter die Lupe. Erkrankt der Patient im Verlauf der Salmonellose an Fieber, ist außerdem eine Blutuntersuchung nötig.

 Die Symptome der Salmonellosen Typhus und Paratyphus ähneln einer Grippe.
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Die Symptome der Salmonellosen Typhus und Paratyphus ähneln einer Grippe.

Welche Symptome zeigen die Salmonellosen Typhus und Paratyphus?

In Deutschland und Europa ist die Salmonellen-Enteritis die häufigste Form der Salmonellose. Typhus und Paratyphus werden jedoch ebenfalls durch Salmonellenbakterien ausgelöst und übertragen sich im Wesentlichen über verseuchtes Trinkwasser und Essen. Die für eine Infektion erforderlichen schlechten Hygienezustände treten jedoch für gewöhnlich eher in ärmeren Ländern der Kontinente Afrika, Südamerika oder Südostasien auf.

Typhus-Epidemien entstehen, wenn Nahrungsmittel und Trinkwasser von infizierten Menschen mit Salmonellen verseucht werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist zwar theoretisch möglich, praktisch aber selten. Die Symptome von Typhus machen sich nach einer Inkubationszeit zwischen drei und 60 Tagen bemerkbar.

Verlauf von Typhus und Paratyphus

Die Salmonelleninfektion Typhus dauert bis zu vier Wochen und geht mit hohem Fieber einher. Sie beginnt schleichend und die Anzeichen ähneln einer Erkältung oder Grippe:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Mattigkeit
  • Frösteln trotz erhöhter Temperaturen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung

Wird die Krankheit nicht mit Antibiotika behandelt, werden Organe wie die Milz und Leber in Mitleidenschaft gezogen und nach zwei Wochen zeigt sich ein charakteristischer Hautausschlag. Nach drei Wochen kommt auch Durchfall dazu, der wie Erbsenbrei aussieht. Nach vier Wochen klingen die Symptome ab und der Patient kann sich allmählich erholen.

Paratyphus macht sich nach einem bis zehn Tagen nach der Ansteckung bemerkbar und die Symptome ähneln denen der Salmonellenenteritis: Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen, außerdem Fieber, das jedoch die 39 Grad Celsius nicht übersteigt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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