Darmkrebsvorsorge: Ab wann ist sie sinnvoll?
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Darmkrebsvorsorge: Ab wann ist sie sinnvoll?

Darmkrebsvorsorge ist überaus wichtig, denn es gilt: Je früher der Darmkrebs erkannt wird, umso größer ist die Chance, die Krankheit vollständig zu heilen. Lesen Sie hier, ab wann Darmkrebsvorsorge sinnvoll ist und welche Risikogruppen besonders früh reagieren müssen.

Darmkrebsvorsorge – ab wann?

Spätestens, wenn Sie fünfzig Jahre alt sind, sollten Sie die Termine zur Darmkrebsvorsorge wahrnehmen. Ein Zeitpunkt, der auch gesetzlich verankert ist: Ab diesem Alter übernehmen sowohl gesetzliche als auch private Krankenversicherungen einmal im Jahr die Kosten für verschiedene Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs.

Ganz abgesehen von diesem Früherkennungsprogramm gilt: Bei Beschwerden sollten Sie keinesfalls bis zum ersten oder nächsten Vorsorgetermin warten, sondern vorher zum Arzt gehen. Warnzeichen wie Blut im Stuhl, andauernde Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder wiederholte stärkere Bauchschmerzen sollten Sie unbedingt ernst nehmen. Diese Symptome können zwar auch die Folge anderer Darmerkrankungen sein, sollten aber medizinisch untersucht werden. Besteht in Ihrer Familie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs, sollten Sie bereits in jungen Jahren mit der Darmkrebsvorsorge beginnen.

Erhöhte Risiken, die Sie kennen sollten

Bei einem erhöhten Risiko sollten Sie sich unabhängig von der Fünfzig-Jahres-Grenze medizinisch untersuchen lassen. Die folgenden Punkte sollten Sie als Warnhinweise ernst nehmen:

  • Bei Ihnen selbst oder direkten Verwandten sind andere Krebsarten, beispielsweise Gebärmutter- oder Eierstockkrebs, diagnostiziert worden.
  • In Ihrer direkten Familie ist bereits Darmkrebs aufgetreten. Vor allem dann, wenn der Betroffene beim Beginn der Krankheit unter fünfzig Jahre alt gewesen ist.
  • Bei Ihnen oder bei direkten Verwandten wurden Darmpolypen festgestellt.
  • Sie sind an einer dauerhaften Entzündung des Darmes, zum Beispiel Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, erkrankt.

So gehen Sie vor, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören

Ist Ihnen bekannt, dass bei Ihnen ein familiär bedingtes erhöhtes Risiko besteht, sollten Sie bereits in jüngeren Jahren zur Darmkrebsvorsorge gehen. Als Faustregel gilt: Gehen Sie zehn Jahre vor dem Alter, in dem bei einem Familienmitglied Darmkrebs oder Darmpolypen festgestellt wurden, zur Vorsorge. War ein Familienmitglied also mit 42 Jahren erkrankt, sollten Sie bereits im Alter von 32 Jahren mit der Darmkrebsvorsorge beginnen. Die übliche ärztliche Untersuchung per Darmspiegelung, in der Fachsprache Koloskopie

genannt, wird anschließend mindestens alle zehn Jahre wiederholt. Daneben können Sie bei einem Verdacht auf erblichen Darmkrebs auch humangenetische Beratungsstellen oder auf familiären Darmkrebs spezialisierte Zentren aufsuchen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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