Winterquartier gesucht – PETA gibt Tipps für einen igelfreundlichen Herbstgarten

Hilfe für Igel im Herbst: Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Wildtiere wie der Igel bereiten sich jetzt auf den Winterschlaf vor. Doch inmitten der Kulturlandschaft und der eng bebauten Siedlungsbereiche wird der Lebensraum für die stacheligen Tiere immer knapper. Und damit auch das Nahrungsangebot sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Einrichtung ihrer Nester und Winterquartiere. Gartenbesitzer können den Igeln ganz leicht helfen, indem sie ihre Grundstücke naturnah gestalten. Wie ein igelfreundlicher Garten aussieht und wann diese Tiere außerdem menschliche Hilfe benötigen, verrät Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation PETA.

Hilfe für Igel im Herbst: Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Wildtiere wie der Igel bereiten sich jetzt auf den Winterschlaf vor. Doch inmitten der Kulturlandschaft und der eng bebauten Siedlungsbereiche wird der Lebensraum für die stacheligen Tiere immer knapper. Und damit auch das Nahrungsangebot sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Einrichtung ihrer Nester und Winterquartiere. Gartenbesitzer können den Igeln ganz leicht helfen, indem sie ihre Grundstücke naturnah gestalten. Wie ein igelfreundlicher Garten aussieht und wann diese Tiere außerdem menschliche Hilfe benötigen, verrät Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation PETA.

„Gesunde, kräftige Igel benötigen normalerweise keine menschliche Hilfe bei der Überwinterung“, so Vanessa Reithinger. „Doch ihr Lebensraum wird immer knapper und die Gefahren durch Autos oder Gifte immer größer. Deshalb bitten wir Gartenbesitzer, bei den herbstlichen Aufräumarbeiten auf ihren Grundstücken ein Herz für Igel zu zeigen. Mit nur wenigen Tricks können die stacheligen Tiere so bei der Vorbereitung auf die kalten Monate unterstützt werden.“

So gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlich:

  • Natürliches Grün: Büsche und Hecken bieten Igeln Unterschlupf und Nahrung. Insekten, die sich dort tummeln, sind für die Igel ein wichtiges Hauptnahrungsmittel, um sich ein Polster für den Winterschlaf zuzulegen.
  • Tierfreundliche Gartenpflege: Bei der Düngung des Gartens sollte unbedingt auf natürliche Produkte wie Komposterde und Rindenmulch zurückgegriffen werden. Chemische Mittel, die Insekten und Schnecken töten, schaden in der Folge auch den Igeln.
  • Durchgänge schaffen: Hecken sind eine natürliche Alternative zum Gartenzaun und ermöglichen den Igeln den Durchgang zu anderen Gärten. So können die Tiere von Garten zu Garten streifen und ausreichend Nahrung finden.
  • Igelhäuser einrichten: Ein wetterfester, mit Laub ausgepolsterter, Unterschlupf  ist ein ideales Versteck und Winterquartier. Reisighaufen, überdachte Laubhaufen, Zwischenräume unter dem Gartenhäuschen, Hohlräume unter Holzstapeln oder unter großen Wurzeln alter Bäume eignen sich hierzu.

Diese Igel benötigen menschliche Hilfe:

  • Kranke oder verletzte Igel: Untergewicht, Taumeln, Zittern, Husten und Röcheln, rasselnde Atmung, ein „Sich-nicht-Einrollen“ und das Umherlaufen am hellen Tag weisen auf einen schlechten Gesundheitszustand hin.
  • Winteraktive Igel: Bei Dauerfrost und Schnee befinden sich gesunde Igel im Winterschlaf, um die kalte Jahreszeit zu überbrücken. Im Winter aktive Tiere sind meist krank, schwach oder haben sich im Herbst kein ausreichendes Fettpolster anfuttern können. Sie überleben den Winter ohne menschliche Hilfe in der Regel nicht.

Tierfreunde, die einen hilfsbedürftigen Igel finden, sollten einen Tierarzt, das örtliche Tierheim oder eine Igelauffangstation kontaktieren. Dort bekommt das Wildtier professionelle Hilfe.

Weitere Informationen:

PETA.de/Igeltipps

Profilbild von Vanessa Reithinger
Vanessa Reithinger

Vanessa Reithinger schloss ihr Wildtiermanagementstudium an der Hogeschool Van Hall Larenstein in Leeuwarden (Niederlande) 2013 ab und ist seit 2014 als Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland tätig. Sie ist Ansprechpartnerin für die Themenbereiche Jagd, Angeln, Stierkampf, Brieftaubensport sowie Tiere in Funk und Fernsehen.Ein besonderes Fachgebiet der Expertin sind die ökologischen und wildbiologischen Auswirkungen der Jagd. Über rechtliche Entwicklungen – wie Änderungen der Landesjagdgesetze oder der gesetzlichen Regulierung der Verwendung bestimmter Fallen – ist sie stets informiert und auf dem neuesten Stand.Bei Verstößen gegen die Landesjagdgesetze oder anderen Straftaten wie Angelwettbewerbe oder Catch & Release-Praktiken im Angelsport kann Reithinger die juristischen Schritte, die PETA zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter einleitet, erläutern und über die Hintergründe informieren.

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