Die besten Gartentipps für den Monat März

Zieht es Sie schon nach draußen? Dann lassen Sie sich nicht aufhalten! Im März ist im Garten noch alles offen – und es gibt einiges zu tun. Was die Sonne zur Frühlingssonne macht, lässt sich nicht genau erfassen – aber jeder kennt den Moment, an dem das Licht draußen plötzlich so ganz anders wirkt. Ob die Sonne mitspielt oder nicht: Meteorologisch beginnt das Frühjahr pünktlich am 1. März. Frostfreie und trockene Tage sollten Sie jetzt zur Gartenarbeit nutzen, denn in den kommenden Wochen können Sie einige Weichen für den Sommer stellen.

Den Rasen begrüßen.

Er hatte es nicht leicht im Winter – tun Sie Ihrem Rasen jetzt etwas Gutes. Entfernen Sie, was noch an Laub und Ästen auf dem Gras liegt – am besten mit einem Rechen, der auch unerwünschtes Moos vom Boden löst. Für einen gleichmäßigen und strapazierfähigen Rasen empfiehlt sich jetzt eine erste Düngung. Mit einem Vertikutierer den Boden und die Grasnarbe aufzulockern, hat sich ebenfalls bewährt – warten Sie damit aber unbedingt, bis die Gräser die Nährstoffe aufgenommen haben und gekräftigt in ihre neue Wachstumsphase starten (etwa 14 Tage nach der Düngung), denn vorher ist der nachwinterliche Rasen noch zu empfindlich. Mit diesen beiden Maßnahmen wachsen die Halme dicht und kräftig. Da stehen die Chancen gut, dass sich das Thema Unkraut wie von selbst erledigt.

Den Boden bearbeiten.

Bevor Sie in den Beeten für frische Nährstoffe sorgen – im Idealfall aus dem eigenen Kompost, sonst mit organischem Dünger oder Hornspänen –, sollten Sie den Boden auflockern und von Unkraut befreien. Mit einer Bügelhacke wie im Bild gelingt beides auf einen Streich. Ist der Stiel lang genug, können Sie dabei aufrecht stehen bleiben und so die Saison ganz rückenfreundlich einläuten. Bleiben Sie an der Oberfläche: Wenn Sie zu tief umgraben, zerstören Sie die Kapillarröhrchen im Boden, durch die das Wasser nach oben steigt.

Zum Jäten eignen sich am besten sonnige Vormittage: Die meisten Unkräuter können Sie dann einfach mit der Wurzel nach oben liegen lassen – so trocknen sie bald ein, können nicht mehr stören und dienen obendrein den Regenwürmern als Nahrung. Ist der pH-Wert des Bodens zu niedrig (Schnelltests im Handel geben Auskunft), lohnt es sich, etwas Meeresalgenkalk auszubringen – am besten kurz vor dem nächsten Regen, dann brauchen Sie ihn nicht extra einzuarbeiten.

Vorgezogene Pflanzen ans Freie gewöhnen.

Frostempfindliche Pflanzen dürfen vor den Eisheiligen (Mitte Mai) noch nicht ins Freie ausgesät oder gepflanzt werden. Einjährige Sommerblumen, aber auch viele Kräuter- und Gemüsearten können Sie aber gut vorziehen – zum Beispiel in Joghurtbechern oder Anzuchttöpfen aus Kokosfasern. Bleibt die Temperatur über mehrere Tage mild, dürfen größere Sämlinge jetzt auch gerne mal auf die Terrasse, wo sie sich an die Verhältnisse im Freien gewöhnen können. Unser Upcycling-Tipp: Manche Konservendosen sind zu schön zum Wegwerfen – mit einem Sicherheits-Dosenöffner machen Sie daraus Anzuchtgefäße ohne scharfe Kanten (schlagen Sie mit Hammer und Nagel noch Löcher in den Boden, damit Wasser abfließen kann).

Wichtig: Verwenden Sie Anzuchterde aus dem Gartenhandel. Im Gegensatz zur üblicherweise gedüngten Blumenerde enthält sie kaum Nährstoffe und regt dadurch die Wurzelbildung an, weil die Pflanze auf der Suche nach Nahrung in die Tiefe geht. Sie wird dann kräftiger und lässt sich problemloser auspflanzen.

Ins Freiland säen.

Nicht alle Pflanzen müssen vorgezogen werden, einige können Sie jetzt schon direkt ins Freiland säen. Das gilt für viele Salate und einige Gemüsearten wie Karotten, oder Zwiebeln – achten Sie auf frosttolerante Sorten. Aber auch unter den Blumen gibt es einige, denen die vielleicht noch kommenden Fröste wenig anhaben, zum Beispiel Wicken, Kornraden oder Nigella (Jungfer im Grünen).

Entscheidend sind im Zweifelsfall die Angaben auf den Samentüten („ab März an Ort und Stelle säen“). Am besten sortieren Sie die Samen gleich nach den angegebenen Aussaatzeiten – dann wissen Sie immer gleich, was in den kommenden Monaten jeweils an der Reihe ist.

Kübelpflanzen verjüngen und umtopfen.

Ob sie draußen oder drinnen überwintert haben: Bei Pflanzen in Kübeln und Containern ist der Zeitpunkt jetzt günstig für einen verjüngenden Rückschnitt, der Wachstum und Knospenbildung anregt. Stößt die Pflanze räumlich an ihre Grenzen, freut sie sich nach dem Rückschnitt über ein neues Zuhause in einem größeren Gefäß mit frischer Erde. Die häufig gegebene Empfehlung, den Wurzelballen nicht zu beschädigen, lässt sich am besten in die Tat umsetzen, wenn die Erde gut durchfeuchtet ist.

Stauden pflanzen.

Staudenmärkte finden meistens im April oder Mai statt, aber Gärtnereien und Versandhandel bieten mehrjährige Pflanzen schon im März zum Verkauf an. Noch dürfte die Auswahl reichhaltig sein – lassen Sie sich vom Angebot inspirieren und planen Sie jetzt die Farben und Formen Ihres Sommergartens.

Tipp: Damit Sie nicht ratlos vor den Töpfen mit den jetzt meist noch mickrigen Pflanzen stehen, informieren Sie sich vor dem Kauf über bewährte Sorten. Der „Arbeitskreis Staudensichtung“, ein unabhängiges Gremium, stellt in einer Datenbank die Ergebnisse seiner Prüfungen vor. Alle Sorten, die dort zwei oder drei Sterne bekommen, lassen sich ohne Probleme in so gut wie jedem Garten halten.

Kräuter heranziehen.

Die Versuchung ist groß, bei Küchenkräutern einfach einen der vielen Töpfe mitzunehmen, die in den Gemüseabteilungen der Supermärkte stehen. Doch die sind zum baldigen Verbrauch bestimmt und eignen sich nicht für den Garten. Auch hier lohnt es sich daher, auf Gärtnerware zurückzugreifen oder selbst Kräuter aus Samen zu ziehen. Dafür ist der März ein guter Zeitpunkt, denn viele Pflanzen haben noch eine lange Entwicklungszeit vor sich, ehe sie regelmäßig frisches Grün für die Küche liefern können.

Denken Sie bei der Auswahl nicht nur an das Kochen, sondern auch an Teeaufgüsse: Lavendel, Verbene und Minze sind robuste Teepflanzen, die bis in den Herbst hinein immer einen frischen Zweig zum Aufbrühen bereithalten. Immer öfter zu finden ist auch Stevia, mit deren Blättern sich der Tee dann noch auf gesunde Weise süßen lässt.

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