Hashimoto-Behandlung: Krankheit in den Griff bekommen

Gibt es bei Hashimoto Thyreoiditis eine Behandlung? Zwar spüren viele Betroffene der chronischen Schilddrüsenentzündung nur wenige Auswirkungen, dennoch kann sie gefährlich sein – etwa im Wechselspiel mit anderen Autoimmunkrankheiten oder bei einem Kinderwunsch. Wer und was also hilft bei Hashimoto?

Welcher Arzt behandelt Hashimoto Thyreoiditis?

Der zuständige Arzt bei Erkrankungen wie der chronischen Schilddrüsenentzündung Hashimoto ist ein Endokrinologe. Dieser hat nach einer Grundausbildung zum Internisten eine mehrjährige Zusatzausbildung absolviert, bei der das menschliche Hormonsystem im Vordergrund steht. Die endokrinologische Zusatzausbildung gibt es auch für Gynäkologen.

Wie sieht die Therapie bei Hashimoto aus?

Hashimoto Thyreoiditis ist nicht heilbar. Wohl aber lassen sich viele der Symptome lindern. Darüber hinaus werden die Faktoren bekämpft, die im Verdacht stehen, den Verlauf der Erkrankung negativ zu beeinflussen.

Ärztliche Beratung

Anhand der Laborwerte wird der Hormonwert angepasst.

Die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung von Hashimoto ist die (Wieder-)Herstellung eines ausbalancierten Hormonhaushalts. Durch die Entzündung ist die Schilddrüse – nach einer anfänglichen Überproduktion – auf Dauer nicht mehr in der Lage, in ausreichender Menge die Hormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie das Peptidhormon Calcitonin zu produzieren. Die Symptome, die dann auftreten, sind die gleichen wie bei einer Schilddrüsenunterfunktion: Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, trockenes Haar, Gewichtszunahme, Schlafstörungen und einige mehr. Für die Hormonzufuhr wird in der Regel L-Thyroxin gewählt. Ist die Dosierung richtig eingestellt und wird das Präparat gut vertragen, treten so gut wie keine Nebenwirkungen auf. Allerdings sollte die Dosierung regelmäßig überprüft werden.

Übrigens kann es passieren, dass sich der Betroffene weiterhin unwohl fühlt, obwohl er laut Laborwerten gut eingestellt ist. Dann sollte immer das subjektive Befinden des Patienten im Vordergrund stehen anstatt die ermittelten Hormonwerte.

Joggerin

Sport kann die Beschwerden durch Hashimoto mindern.

Welche Maßnahmen kann der Betroffene ergreifen?

Auch wenn die Krankheit selbst unheilbar ist, können Betroffene durch den richtigen Lebenswandel viel zur Linderung der Symptome beitragen. So sollte zum Beispiel die Ernährung bei Hashimoto vitaminreich und ausgewogen sein. Vor allem Selen, das Entzündungsreaktionen abbremsen kann, sowie Zink, das das allgemeine Wohlbefinden fördert, sollten in der Nahrung enthalten sein. Nahrungsergänzungsmittel können die aufgenommene Menge erhöhen.

Außerdem kann der Betroffene diese Maßnahmen ergreifen:

  • Sport treiben
  • Stress vermeiden, stattdessen Meditation oder Entspannungstechniken wie Yoga ausüben
  • Ausreichend schlafen
  • Alkohol meiden
  • Nicht rauchen

Alternative Heilmethoden wie Homöopathie und ähnliche verweisen ebenfalls auf diesen ganzheitlichen Therapieansatz.