Adipositas: Symptome von krankhaftem Übergewicht

Krankhafte Fettleibigkeit, also Adipositas, bringt Symptome ganz unterschiedlicher Natur mit sich. Einige treten sofort auf, andere sind Folgeerkrankungen. Manche Begleiterscheinungen des Übergewichts sind nur unangenehm, andere können sogar lebensbedrohlich sein. Sie sind physischer und psychischer Natur.

Diese Anzeichen treten direkt auf

Bei Adipositas sind Symptome wie Kurzatmigkeit, Schwitzen und Sodbrennen schnell festzustellen: Es muss mehr Körpermasse durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden, als Lunge und Kreislauf bewältigen können. Betroffenen geht daher schneller die Luft aus. Gleichzeitig schwitzen sie vermehrt, weil jede Bewegung anstrengend ist und weil Fettgewebe die Wärme schlechter ableitet als Muskeln. Die Konsequenz ist, dass die Betroffenen Bewegung lieber vermeiden und so noch schneller zunehmen. Darüber hinaus drückt das Bauchfett gegen den Magen und kann Säure in die Speiseröhre pressen, wo sie Sodbrennen verursacht.

Spätere Anzeichen und schleichende Entwicklung

Bluthochdruck tritt besonders häufig in Verbindung mit Fettleibigkeit auf. Dieser kann zu Arterienverkalkung führen und so Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen. Weil das Knochengerüst mehr Gewicht als vorgesehen tragen muss, kommt es auch früher zu Arthrose und verschlissenen Gelenken. Auch Bandscheibenvorfälle treffen vermehrt Adipositas-Patienten. Häufig entwickeln Betroffene auch einen Diabetes Typ 2, also die Zuckerkrankheit, die ihrerseits viele gefährliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann.

Potenziell lebensgefährlich sind bei Adipositas auch Symptome wie die Schlafapnoe, die bei stark Übergewichtigen öfter auftritt als bei Normalgewichtigen: Die nächtlichen Atemaussetzer können zu Erstickungserscheinungen führen, sorgen oft aber auch für mentale Probleme wegen des Schlafmangels. Ernste Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit sind außerdem bestimmte Krebsarten, die wahrscheinlich durch die vom Fettgewebe veränderten Hormonausschüttungen begünstigt werden. Bei Männern trifft es häufig Darm und Prostata, während bei Frauen vor allem Gebärmutter und Gebärmutterhals, Eierstöcke und Brüste betroffen sind.

Adipositas: Symptome psychischer Natur

Die körperlichen Leiden sind nicht die einzigen für Menschen mit starkem Übergewicht: Wegen der Diskriminierung durch ihre Umwelt entwickeln sie auch schneller psychische Störungen. Wer laufend mit Spott, Häme und Beleidigungen zu kämpfen hat, zieht sich sozial zurück und kämpft mit einem geringen Selbstbewusstsein oder mit Selbsthass. Menschen mit Adipositas bekommen deutlich häufiger Depressionen oder Angststörungen als der Durchschnitt.

Es ist wichtig zu wissen, dass bei Adipositas alle Symptome, sowohl die körperlichen wie auch die psychischen, im Laufe der Zeit immer stärker werden. Entsprechend sollten Betroffene sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich einen Plan ausarbeiten zu lassen, mit dem sie das starke Übergewicht langsam abbauen können. Sie verlängern damit ihr Leben und erhöhen gleichzeitig ihre Lebensqualität.