No-Poo: So geht Haarewaschen ohne Shampoo und Chemie

Wir glätten, föhnen, färben und waschen sie mit synthetischen Inhaltsstoffen – unsere Haare müssen also wirklich viel mitmachen. No-Poo (No Shampoo) bezeichnet den Trend, die Haare ohne Shampoo zu waschen. Warum dies sinnvoll ist und wie es nur mit Wasser am besten klappt, lesen Sie hier.

Darum sollten Sie Ihre Haare ohne Shampoo waschen

Es ist ein echter Teufelskreis: Der Einsatz von Shampoo ist für uns und unsere Haare nämlich nicht unbedingt das Idealste. Wenn unsere Haare regelmäßig mit aggressiven Waschsubstanzen gereinigt werden, trocknet unsere Kopfhaut aus, was wiederum zu vermehrter Talgproduktion, also fettigen Haaren, führt. Zusätzlich werden Haare und Kopfhaut durch die Shampoo-Behandlung mit chemischen Stoffen wie etwa Tensiden oder Silikon belastet. Durch all dies wird häufiges Haarewaschen nötig.

No-Poo bietet einen bewussten Ausstieg aus diesem Kreislauf. Unsere Haare haben nämlich die Fähigkeit, sich selbst zu pflegen und brauchen für ihre Sauberkeit nur Wasser. Geben Sie Ihren Haaren dementsprechend die Zeit, sich von chemischen Zusätzen zu entwöhnen, schont dies nicht nur Ihre Mähne und deren natürliche Widerstandsfähigkeit, sondern auch Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel.

So geht No-Poo: Nur mit Wasser zu schönen und gesunden Haaren

Um Ihre Haare von Shampoo zu entwöhnen, sollten Sie zunächst chemiefreies und vor allem silikonfreies Shampoo verwenden und auf Stylingprodukte mit Silikon verzichten. Wenn Sie nach wenigen Wochen dann ganz ohne Shampoo auskommen, benötigen Sie nur noch Wasser aus dem Wasserhahn und ein Handtuch. Auch, wenn die ersten Wochen gewöhnungsbedürftig sind – das Warten lohnt sich und Ihre Haare werden Ihnen die Umstellung auf No-Poo danken. Und so geht’s:

1. Stellen Sie eine schonende, lauwarme Wassertemperatur und einen möglichst harten Wasserstrahl ein.
2. Brausen Sie Ihre Haare ab und heben Sie immer wieder einzelne Haarbüschel hoch, sodass Sie auch die unteren Haarschichten durchspülen. Mehrere Durchgänge sind empfehlenswert. Verzichten Sie am besten auf gleichzeitiges Einmassieren des Wassers – dies regt die Durchblutung und somit die Talgproduktion unnötig an.
3. Brausen Sie Ihren Kopf zum Schluss mit kaltem bis sehr kaltem Wasser ab. Dadurch zieht sich die Kopfhaut zusammen und Haarschuppen glätten sich, womit Sie gute Voraussetzungen für ein leichteres Kämmen schaffen.
4. Drücken Sie nach dem Waschen das Wasser aus den Haaren heraus und tupfen Sie sie dann mit einem Handtuch ab. Vermeiden Sie heftiges Rubbeln, da Ihre Haare dadurch brechen könnten.
5. Idealerweise verzichten Sie aufs Föhnen und lassen die Haare lufttrocknen. Muss es einmal schnell gehen, föhnen Sie vorsichtig mit möglichst geringer Wärme. Hitze schadet den Haaren und regt die Talgproduktion ebenfalls an.