Buchsbaum-Pflege: Tipps zu Standort, Dünger, Vermehrung und Co.

Buchsbäume wachsen nur sehr langsam und sind deshalb relativ teuer – umso wichtiger ist die richtige Buchsbaum-Pflege, damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben. Wenn Sie ein paar Dinge bei der Standortwahl und der Düngung beachten, ist das schon die halbe Miete. Erfahren Sie hier mehr.

Buchsbaumpflege beginnt mit dem Standort

Buchsbäume mögen kalkhaltige Lehmböden; feucht darf der Boden zwar sein, aber Staunässe gilt es zu vermeiden. Wenn Ihr Buchsbaum auf Sandboden stehen soll, müssen Sie vor dem Einpflanzen großzügig Kompost in die Erde einarbeiten.

In puncto Licht sind Buchsbäume dagegen sehr genügsam: Sie wachsen gut im Schatten oder am Fuße großer Bäume. An sehr heißen Standorten, etwa vor einer Hauswand zur Südseite, verbrennen die kleinen Blätter schnell.

Die tägliche Pflege des Buchsbaums: Gießen und Düngen

Die Wurzeln von Buchsbäumen dürfen niemals austrocknen, daher ist vor allem im Sommer tägliches Gießen Pflicht. Einmal pro Woche sollte zusätzlich ein Buchsbaumdünger ins Wasser kommen – das ist vor allem für die Pflege von Buchsbäumen in Kübeln und Töpfen wichtig. Steht Ihr Buchs in einem Beet in der Erde, können Sie im Frühjahr und im Spätsommer einen Langzeitdünger einarbeiten, statt wöchentlich zu düngen.

Buchsbaum pflegen im Winter: Frostschutz ist wichtig

Einige Buchsbaumarten sind besonders frostanfällig. Und gerade große Hecken lassen sich schlecht komplett einpacken, um die Kälte abzuhalten. Wenn Sie im September mit sogenanntem Patentkali beziehungsweise Kalimagnesia düngen, verholzen die Triebe stärker und überstehen den Winter besser.

Topfbuchsbäume packen Sie samt Topf in einen noch größeren Kübel und füllen den Zwischenraum mit Rindenmulch. Unter den Topf kommen zwei Holzklötze, damit der Buchsbaum keinen Bodenkontakt hat. So pfleglich eingepackt kann der Buchs gut überwintern.

Manche Buchsbaumarten eignen sich eher für Beeteinfassungen, andere für hohe Hecken und Skulpturen. Lassen Sie sich vom Fachmann für Gartenbau beraten, welcher Buchs zu Ihrem Garten passt.

Buchsbaum schneiden und vermehren

Der Schnitt des Buchsbaumes ist mehr als nur Pflege; die Pflanzen eigenen sich ausgezeichnet, um raffinierte Formen herauszuarbeiten. Wichtig ist dabei vor allem scharfes Werkzeug. Da der Buchsbaum giftig ist, sollten Sie bei der Blattpflege vorsichtshalber Handschuhe tragen.

Wenn Sie den Buchsbaum vermehren wollen, klappt das am besten mit Stecklingen: Schneiden Sie einen etwa 15 Zentimeter langen Trieb ab und pflegen Sie den zukünftigen Buchsbaum bis zum nächsten Jahr in warmer, feuchter Erde.

Pflege eines blühenden Buchsbaums

Der normale Buchsbaum entwickelt irgendwann kleine, unspektakuläre Blüten. Werden diese nicht abgeschnitten, wächst der Buchs noch ein kleines bisschen langsamer, als er es ohnehin schon tut.

Darüber hinaus gibt es noch blühende Buchsbäume mit großen, rosa Blüten – dabei handelt es sich um veredelte Rhododendren. Bei Ihnen muss die Pflege nach dem Rhododendron ausgerichtet werden, nicht nach dem Buchs.