Gürtelrose: Behandlung von Herpes Zoster

Wie bei vielen Virusinfektionen sollte bei Gürtelrose die Behandlung möglichst früh beginnen, um die Krankheit abzukürzen und die Schwere des Verlaufs zu lindern. Allerdings setzt die Therapie auf unterschiedlichen Ebenen an. Neben der Schulmedizin gibt es auch Möglichkeiten, wie Sie eine Gürtelrose alternativ behandeln lassen können.

Gegen die Symptome

Der Ausschlag, der im Rahmen der Krankheit auftritt, darf sich nicht zu großflächig oder zu tief ausprägen, damit die Hautveränderungen nicht chronisch werden. Um ihn zu mildern, verschreibt der Arzt Ihnen Salben oder Lösungen, die die betroffenen Hautbereiche austrocknen. Viele dieser Medikamente sind antiseptisch. Sie verhindern, dass eine zusätzliche bakterielle Infektion die Krankheit verschlimmert.

Wie behandle ich Gürtelrose?

Möchten Sie bei Gürtelrose eine Behandlung durch Hausmittel anwenden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die die Symptome lindern. Dazu zählen zum Beispiel Einreibungen mit Cayennepfeffer auf den betroffenen Hautstellen. Ebenfalls wirksam soll eine Paste aus Alkohol und zerriebenen Tabletten mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure sein, die direkt auf den Ausschlag aufgetragen wird und darauf trocknet, ehe er vorsichtig wieder entfernt wird. Vor allem aber sollten Sie auf eine sorgfältige Hygiene achten, damit keine Bakterien in die Wunden gelangen.

Auf jeden Fall zum Arzt

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass bei der Gürtelrose die Behandlung zu Hause gut anschlägt: Suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf! Die Viren können sich nämlich sonst stark vermehren und die Krankheit dadurch verschlimmern. Stellt der Arzt fest, dass den Viren durch Medikamente Einhalt geboten werden muss, verschreibt er sogenannte Virostatika. Diese Medikamente mit Wirkstoffen wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir werden in Tablettenform oder mittels Infusion verabreicht und dämmen die Vermehrung der Viren ein. Zögern Sie den Arztbesuch nicht zu lange hinaus – am besten starten Sie mit dieser Therapie innerhalb der ersten drei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome. Zusätzlich verschreibt der Arzt im Bedarfsfall entzündungshemmende Mittel.

Klären Sie die Behandlung der Gürtelrose mit Ihrem Arzt ab.

Gürtelrose: Behandlung der Schmerzen

Ein Symptom der Viruserkrankung sind starke Schmerzen. Sie sind ein weiterer Grund, weshalb Sie sich nicht nur auf Hausmittel verlassen, sondern einen Arzt konsultieren sollten: Schmerzmittel, die sich in vielen Hausapotheken finden, sind in den meisten Fällen von Herpes Zoster wirkungslos. In schweren Fällen wird bei Gürtelrose eine Behandlung mit schwachen Opioiden empfohlen.
Es besteht sonst die Gefahr, dass die Schmerzen durch die Nervenentzündung chronisch werden, wenn die Behandlung zu spät startet. Man spricht in diesem Fall von der postzosterischen Neuralgie. Betroffene leiden oft noch ein Jahr nach der ursprünglichen Erkrankung an starken Schmerzen.

Je früher Sie zum Arzt gehen, desto geringer ist das Risiko, dass sich die Schmerzen bei Ihnen chronifizieren. Bei Bedarf kann der Arzt auch eine besondere Schmerztherapie durchführen: Er spritzt ein örtliches Betäubungsmittel direkt in die betroffenen Nerven. So können sie die Schmerzinformationen nicht weitergeben. Diese Neuraltherapie verhindert die Schaffung eines Schmerzgedächtnisses.

Gürtelrose alternativ behandeln

Neben der klassischen Therapie gibt es auch Möglichkeiten, mit denen Sie eine Gürtelrose alternativ behandeln können. Darüber, inwieweit diese Mittel hilfreich sind, gehen die Meinungen jedoch auseinander. Manche Naturheilkundler schwören auf die Enzymtherapie. Hier werden natürliche Enzyme wie etwa Bromelain aus der Ananas als Biokatalysatoren eingesetzt. Sie stärken das Immunsystem und unterstützen damit die Selbstheilungskräfte des Körpers, lindern Schmerzen und lassen Entzündungen schneller abklingen.

Seit langer Zeit ist es als alternative Heilmethode bekannt, eine Gürtelrose besprechen zu lassen. Naturheilkundler gehen davon aus, dass Stress oder Blockaden die Krankheit begünstigen, und behandeln sie, indem sie die betroffenen Stellen berühren und besprechen. Häufig geht damit auch ein Gespräch über die möglichen Ursachen des Leidens einher, was einen positiven Effekt auf den Heilungsverlauf haben kann.

Doppelt hält besser

Grundsätzlich sollten Sie bei Gürtelrose die Behandlung wählen, die Ihnen am besten hilft. Auch wenn Sie der Schulmedizin misstrauisch gegenüberstehen, versäumen Sie besser nicht den Arztbesuch. Nichts spricht dagegen, dass Sie auch die genannten alternativen Heilmethoden anwenden. Trotzdem unterstützen Virostatika den Heilungsprozess am zuverlässigsten. Außerdem besteht bei der alternativen Behandlung ein nicht unerhebliches Risiko: Zögern Sie zu lange, mit der notwendigen Schmerztherapie zu beginnen, und schlagen die alternativen Methoden bei Ihnen nicht an, müssen Sie möglicherweise unnötig lange leiden.

Die meisten Menschen allerdings reagieren empfindlich genug auf die Schmerzen, die mit der Viruserkrankung einhergehen, um alles in ihrer Macht stehende zu tun, was zu einer raschen Gesundung führt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was bei Ihrer Ausprägung der Gürtelrose die Behandlung der Wahl ist, und vertrauen Sie auf seine Empfehlung.