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Frau mit Kopfschmerzen hält sich Stirn
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Naproxen: Alkohol erhöht Risiko für Nebenwirkungen

Das Schmerzmittel Naproxen und Alkohol vertragen sich nicht. Alkohol kann die Wirkung von Naproxen beeinflussen und das Risiko für Neben- und Wechselwirkungen wie Magenblutungen erhöhen. Naproxen und Alkohol: Das müssen Sie wissen.

Darf ich Naproxen zu Alkohol einnehmen?

Wer Schmerzmittel einnimmt, sollte auf Alkohol verzichten. Beim gemeinsamen Konsum von Naproxen und Alkohol kann es zu verschiedenen unerwünschten Wirkungen kommen. Alkohol kann als Lösungsmittel die Freisetzung des Schmerzwirkstoffs beschleunigen. Das kann unter anderem dazu führen, dass bei Retardpräparaten der Wirkstoff nicht wie geplant über mehrere Stunden verteilt, sondern auf einmal freigesetzt wird. Mediziner sprechen von „dose dumping“.

Alkohol und Naproxen gehen auf den Magen

Die Kombination von Alkohol und Naproxen birgt Risiken, da beide Substanzen:

  • von der Leber abgebaut werden.
  • über die Nieren ausgeschieden werden.
  • die Magenschleimhaut reizen.
  • auf den Blutdruck einwirken.
  • die Wahrnehmung einschränken können.

Außerdem wird die Magenschleimhaut zusätzlich gereizt, da der Alkohol dazu führt, dass sich der Magen langsamer entleert. Das Schmerzmittel verweilt so länger im Magen.

Naproxen: Alkohol erhöht Risiko für Nebenwirkungen

Die Kombination von Naproxen und Alkohol wirkt dreifach schädlich: Zu der Wirkung des Alkohols und den möglichen Nebenwirkungen des Schmerzmittels können sich die Wechselwirkungen beider Substanzen addieren.

  • Bei der Aufnahme von Alkohol kann es unter anderem zu Blutdruckabfall, Schläfrigkeit, Konzentrationsverlust, Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen.
  • Zu den möglichen Nebenwirkungen von Naproxen gehören Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Sodbrennen, Schleimhautreizungen von Magen und Darm bis hin zu einem erhöhten Risiko für Magen-Darm-Blutungen sowie -Geschwüre bei Überdosierung oder langfristiger Einnahme.
  • Zu den möglichen Wechselwirkungen von Schmerzmitteln und Alkohol gehören unter anderem eine verstärkte oder abgeschwächte Wirkung des Medikaments, ein verzögerter oder beschleunigter Wirkeintritt sowie eine Intensivierung der medikamentenbedingten Nebenwirkungen. Außerdem können Medikamente die Wirkung von Alkohol verstärken.
Nicht nur bei einer zeitnahen Einnahme von Naproxen und Alkohol bestehen gesundheitliche Risiken. Auch wenn mehrere Stunden zwischen der Einnahme der Schmerztabletten und dem Alkoholkonsum liegen, sind unerwünschte Wechselwirkungen möglich.

Naproxen und Alkohol wie gefährlich?

Wer Naproxen und Alkohol einmalig zeitnah einnimmt, muss in der Regel keine schweren Neben- und Wechselwirkungen befürchten. Allerdings sollte das die Ausnahme bleiben. Wie sehr Naproxen und Alkohol sich gegenseitig beeinflussen, ist unter anderem abhängig von:

  • der Dosierung des Schmerzmittels,
  • der Menge des aufgenommenen Alkohols
  • wie oft Schmerzmittel eingenommen werden und wie oft Alkohol getrunken wird
  • dem Einnahmezeitpunkt

Besonders Patienten mit bestehenden Erkrankungen wie Leber-, Nieren-, Magen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Neben- und Wechselwirkungen bei gleichzeitiger oder zeitnaher Einnahme von Alkohol und Naproxen. Auch bei untergewichtigen Personen ist das Risiko erhöht.

Welche Risiken bei Alkohol und Naproxen?

Folgende unerwünschte Wirkungen können bei gleichzeitiger Einnahme von Naproxen und Alkohol verstärkt auftreten:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schädigungen der Magen- und der Darmschleimhaut
  • Magengeschwüre und Geschwüre des Zwölffingerdarms
  • Bluthochdruck
  • eine erhöhte Blutungsneigung
  • Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems bis hin zu Atemstillstand
  • Unfälle aufgrund einer eingeschränkten Wahrnehmung bis hin zu Bewusstseinsstörungen
  • ein Asthmaanfall
  • Leberreizungen bis hin zu Leberentzündungen
  • Nierenschäden
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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