Hautkrebs vorbeugen: Sonnenschutz ist das A und O
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Hautkrebs vorbeugen: Sonnenschutz ist das A und O

Sonnencreme, Sonnenhut, Sonnenschirm: Hautkrebs vorbeugen ist vor allem mit dem richtigen Sonnenschutz möglich. Denn es ist die UV-Strahlung, die der Haut besonders zusetzt. Doch Sie können noch mehr tun. Hautkrebs vorbeugen: So schützen Sie Ihre haut vor Krebs.

UV-Strahlung ist größter Risikofaktor für die Haut

Die UV-Strahlung der Sonne ist der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) stellt die am häufigsten tödlich verlaufende Form von Hautkrebs dar. Intensive Sonnenbäder setzen der Haut zu, schwächen den natürlichen Reparaturmechanismus der Haut und begünstigen Fehler im Erbgut der Zellen.

Was ist der Unterschied zwischen Leberfleck und Muttermal?

Muttermale sind die Pigmentmale, die von Geburt an bestehen. Leberflecken sind dunkle Hautveränderungen, die im Laufe des Lebens neu dazukommen. Muttermale sind häufig größer als Leberflecken. Doch auch Leberflecken können sich vergrößern. Aus Muttermalen und Leberflecken kann schwarzer Hautkrebs entstehen.

Schützen Sie sich vor UV-Licht, tragen Sie einen entscheidenden Teil zur Hautkrebs-Vorbeugung bei:

  • Verzichten Sie auf lange, intensive Sonnenbäder.
  • Benutzen Sie großzügig Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor, wenn Sie in die Sonne gehen. So beugen Sie Sonnenbränden vor, die das Risiko erhöhen, an Hautkrebs zu erkranken.
  • Tragen Sie Sonnencreme 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auf Ihre Haut auf – auch auf den Ohren.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Sonnencreme sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlen schützt.
  • Orientieren Sie die Länge des Aufenthalts in der Sonne nach Ihrem Hauttyp. Helle Hauttypen bekommen besonders leicht einen Sonnenbrand.
  • Cremen Sie nach, wenn Sie viel schwitzen oder aus dem Wasser kommen. Achtung: Der Sonnenschutz wird dadurch aufgefrischt, aber nicht verlängert.
  • Schützen Sie Kopf und Augen mit einer Kopfbedeckung und Sonnenbrille.
  • Halten Sie sich möglichst im Schatten auf.
  • Kleidung ist vor allem für Kinder ein wichtiger Sonnenschutz. Lockere, dicht gewebte Stoffe, die die Schultern bedecken, schirmen einen Großteil der UV-Strahlen ab.
  • Verzichten Sie auf Solarien. Krebsexperten warnen zudem, die Haut mit Hilfe der Sonnenbank an UV-Licht „zu gewöhnen“. UV-Licht ist immer ein Risiko für die Haut – auch dann, wenn kein Sonnenbrand entsteht.
  • Auch bei bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen hat die Sonne Kraft. Am Meer reflektieren und verstärken Wasser und Sand die Strahlen. In den Bergen nimmt die Strahlung mit der Höhe zu. Achten Sie auch hier auf einen guten Sonnenschutz.
  • Auch im Schnee haben Sie ein erhöhtes Sonnenbrandrisiko. Schützen Sie sich auch in den kalten Monaten.
  • Empfehlenswert ist zudem ein Lippenpflegestift mit UV-Schutz. Die Haut der Lippen ist besonders dünn und empfindlich. Auf ihr kann sich Sonnenbrand zeigen – und auch Krebs bilden.
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, lesen Sie in der Packungsbeilage nach, ob diese die Wirkung von Sonnenlicht verstärken und ihre Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind.

„Kosmetika, Deodorants und Parfüms sollten beim Sonnenbaden möglichst nicht verwendet werden. Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentstörungen.“

— Bundesamt für Strahlenschutz

Nicht nur ein guter Schutz vor UV-Strahlung hilft, Hautkrebs vorzubeugen. Hautkrebs vorbeugen können Sie auch mit weiteren präventiven Maßnahmen:

  • Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt helfen, bösartige Veränderungen der Haut in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Das verbessert die Heilungschancen deutlich. Ab 35 Jahren haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf das Hautkrebs-Screening. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.
  • Hatten Sie bereits Hautkrebs oder Hautkrebsvorstufen oder sind in Ihrer Familie Hautkrebserkrankungen bekannt, sollten Sie Ihrer Haut besondere Aufmerksamkeit schenken.
  • Suchen Sie sich selbst regelmäßig ab und gehen Sie zum Arzt, wenn sich ein Leberfleck oder Muttermal plötzlich verändert (Größe, Farbe, Form, Erhabenheit) oder gar juckt, nässt oder blutet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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