Brustkrebs vorbeugen: So wichtig sind Bewegung und Ernährung
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Brustkrebs vorbeugen: So wichtig sind Bewegung und Ernährung

Brustkrebs vorbeugen geht nur bedingt. Zwar können Frauen ihr Brustkrebsrisiko senken, indem sie krebsfördernde Faktoren weitestgehend vermeiden. Eine Garantie, vom Brustkrebs verschont zu bleiben, gibt es aber nicht. Brustkrebs vorbeugen: Das können Frauen tun.

Brustkrebs hat nicht die EINE Ursache

Warum eine Frau an Brustkrebs erkrankt, bleibt bei vielen Brustkrebsfällen ungeklärt. Wissenschaftler wissen, dass der Ursprung von Brustkrebs in einer Veränderung im Erbgut liegt.

Eine einzige Zelle in der Brust mutiert und wird zu einer bösartigen Krebszelle. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen:

  • Alter (am häufigsten entsteht Brustkrebs zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr)
  • familiäre Vorbelastung
  • Diabetes Typ 2
  • ein hormonelles Ungleichgewicht
  • Hormonersatztherapien
  • sehr dichtes Brustgewebe
  • eine sehr früh einsetzende Menstruation und ein später Eintritt in die Wechseljahre
  • Kinderlosigkeit
  • eine späte erste Schwangerschaft
  • kein oder nur kurzes Stillen des eigenen Kindes
  • Übergewicht
  • zu wenig Bewegung
  • Rauchen (auch passiv)
  • zu viel Alkohol

Brustkrebs vorbeugen: Einen 100-prozentigen Brustkrebs-Schutz gibt es nicht

Doch selbst wenn alle Risikofaktoren ausgeschaltet wären, gäbe es keinen 100-prozentigen Schutz. „Warum habe gerade ich Brustkrebs bekommen?“ – fragen sich viele betroffene Frauen. „Was habe ich falsch gemacht?“ Diese Fragen sind verständlich, aber Krebs ist keine Frage der Schuld und von falschem Handeln. Deswegen gilt es, beim Thema Brustkrebs vorbeugen mit Bedacht vorzugehen.

Brustkrebs hat nichts mit Schuld zu tun

Vorbeugen geht oft mit der Vorstellung einher, alles richtig zu machen und gesund zu bleiben oder etwas falsch zu machen und krank zu werden. Frauen können viele Faktoren, die als krebsfördernd bekannt sind, weitestgehend meiden. Wenn sich dennoch Tumoren in der Brust bilden, kann das viele Ursachen haben – nicht einmal die Wissenschaft konnte abschließend klären, warum sich Krebszellen bilden. Das eigene Krebsrisiko kann man zwar bis zu einem gewissen Grad senken, der andere Teil liegt im Körper selbst verborgen und hat letzten Endes oftmals mit Pech zu tun.

Brustkrebs vorbeugen: So wichtig sind Bewegung und Ernährung

Dennoch können Frauen einen Teil dazu beitragen, die Erkrankungswahrscheinlichkeit zu senken und ihre Gesundheit günstig zu beeinflussen:

  • Achten Sie auf ein normales Gewicht. Übergewicht gilt als Risikofaktor für Brustkrebs.
  • Bewegen Sie sich ausreichend. Experten empfehlen zusätzlich zur Alltagsbewegung zwei bis drei Mal in der Woche für mindestens 30 Minuten Sport zu treiben. Das soll das Brustkrebsrisiko um bis zu 30 Prozent senken.
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und essen Sie Fleisch und fettreiche tierische Produkte nur in Maßen. Pflanzliche Fette und Öle sind die bessere Wahl. Studien deuten darauf hin, dass sie das Brustkrebsrisiko senken können.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Trinken Sie nur wenig Alkohol. Mehr als 100 Milliliter Wein oder 200 Milliliter Bier sollten es am Tag nicht sein. Trinken Sie nicht jeden Tag.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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