Bauchspeicheldrüsenkrebs-Früherkennung: Was kann man tun?
(0)

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Früherkennung: Was kann man tun?

Früherkennungsuntersuchungen für Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es bislang nicht. Dabei gilt Pankreaskrebs als riskante Krebsart. Beschwerden treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf – wenn die Heilungsprognose deutlich schlechter ist als in einem frühen Stadium. Warum es keine Bauchspeicheldrüsenkrebs-Früherkennung gibt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Früherkennung ist nicht empfohlen

Eine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung für Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es bislang nicht. Fachleute haben bislang keine Belege gefunden, dass Früherkennungsuntersuchungen die Sterblichkeit senken oder den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Wie der Krebsinformationsdienst (KID) erklärt, seien alle infrage kommenden Untersuchungen für Menschen ohne gesundheitliche Probleme zu aufwändig und belastend oder nicht genau genug. Sie seien aus diesem Grund daher nicht für regelmäßige Tests geeignet.

Früherkennung: Risiko für falsch-positive Ergebnisse

Hinzu kommt, dass Früherkennungsuntersuchungen mit einem Risiko für falsch-positive Ergebnisse einhergehen. Das heißt, es wird eine Krebserkrankung vermutet, wo keine ist. Bis zur endgültigen Entwarnung muss der Betroffene neben Ängsten auch viele Untersuchungen und möglicherweise Eingriffe über sich ergehen lassen, die eigentlich unnötig und mit vielen Risiken verbunden sind. Daher gibt es bislang keine empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen: Das können Sie tun

Ein wichtiger Früherkennungstipp ist, auch die Warnzeichen des Körpers zu achten. Lassen Sie folgende Beschwerden von einem Arzt untersuchen:

  • länger und auch nachts anhaltende Oberbauchbeschwerden und Rückenschmerzen
  • anhaltende Übelkeit
  • Beschwerden mit der Verdauung
  • andauerndes Druckgefühl im Bauch
  • auffälliger Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Fettstühle (der Stuhl ist heller als gewohnt, schmierig und glänzend)
  • anhaltende Müdigkeit
  • Leistungseinbußen
  • Nachtschweiß
  • Fieber
  • Gelbsucht (oft erstes Symptom eines Tumors im Pankreaskopf, wenn der Gallengang verstopft ist)
  • tastbare Veränderungen im Bauch

Sie gehören zur Risikogruppe? Stimmen Sie sich mit Ihrem Arzt ab

Gehören Sie zur Risikogruppe für Bauchspeicheldrüsenkrebs, sollten Sie besonders aufmerksam sein. Zur Risikogruppe gehören:

  • zuckerkranke Personen (Diabetes mellitus Typ 2)
  • Menschen mit einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Personen, in deren Familienangehörige ersten Grades (Eltern, Geschwister) bereits an Pankreaskrebs erkrankt sind
  • Raucher

Gehören Sie zur Risikogruppe, sollten Sie zudem mit Ihrem Arzt besprechen, ob für Sie regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung Sinn machen.

„Sind in einer Familie mindestens zwei enge Verwandte wie Eltern, Kinder oder Geschwister am Pankreaskarzinom erkrankt, ist aber eine Beratung in einem spezialisierten Zentrum sinnvoll. In Deutschland besteht die Möglichkeit, an einer Studie zum vererbbaren Pankreaskarzinom teilzunehmen, in der Betroffenen regelmäßige Untersuchungen angeboten werden.“

— Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

A L
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
Wie finden Sie diesen Artikel?