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Eisenmangel-Symptome: Von Haarausfall bis Depression

Eisen zählt zu den lebenswichtigen Spurenelementen. Ist der Körper nicht ausreichend mit dem Mineralstoff versorgt, können sich erste Mangelerscheinungen wie Müdigkeit und Kopfschmerzen schnell bemerkbar machen. Erfahren Sie hier, an welchen weiteren Symptomen Sie einen Eisenmangel erkennen.

Was passiert bei Eisenmangel?

Das Spurenelement Eisen ist im Körper an unterschiedlichen Stoffwechselprozessen beteiligt. So ist es zum Beispiel Bestandteil vieler Enzyme. Wichtig ist Eisen aber vor allen Dingen für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Das Molekül ist in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) für den Sauerstofftransport zuständig. Bei einem akuten Eisenmangel kann nicht mehr genug Hämoglobin gebildet werden. Der Körper wird dann nur noch ungenügend mit Sauerstoff versorgt.

Äußerliche Eisenmangel Symptome

Ist zu wenig Eisen im Blut, können sich unterschiedliche äußerlich sichtbare Symptome zeigen. Dazu gehören

  • Haarausfall und brüchige Fingernägel
  • Blasse Haut sowie eine verminderte Durchblutung des unteren Augeninnenlids
  • Eingerissene Mundwinkel (Rhagaden)
  • Bei Kindern: Wachstumsstörungen

Haarausfall kann eine Folge von starkem Eisenmangel sein.

Eisenmangel: Symptome erkennen 

Ein Eisenmangel macht sich aber nicht nur über das äußere Erscheinungsbild bemerkbar, sondern wirkt sich auch auf die Verfassung aus. Folgende Anzeichen können auftreten:

  • Kälteempfindlichkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Haut- und Schleimhauterkrankungen, zum Beispiel Zungenbrennen und Schluckbeschwerden
  • Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Chronische Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sind typische Eisenmangel-Symptome.

So schlägt Eisenmangel auf die Psyche

Darüber hinaus kann sich Eisenmangel auch psychisch bemerkbar machen, durch Anzeichen wie.

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Nervosität

Selbst depressive Verstimmungen sind mitunter Folgen eines Eisenmangels. Selten tritt auch das Pica-Syndrom auf – der Appetit auf eigentlich Ungenießbares wie Erde und Kalk.

Eisenmangelanämie weit verbreitet

Bei einer Unterversorgung mit Eisen kommt es häufig zu einer Eisenmangelanämie, also zu einer Blutarmut. Die Eisenmangelanämie ist die weltweit am häufigsten verbreitete Anämieform. Schätzungen zufolge sind etwa 600 Millionen Menschen davon betroffen.

Die Symptome einer Anämie sind die gleichen wie bei einem Eisenmangel, in schweren Fällen kommen hinzu:

  • Schwindel
  • Herzprobleme
  • Kurzatmigkeit
Eisenmangel als Strategie des Immunsystems

In manchen Fällen ist eine Eisenmangelanämie durchaus vom Körper beabsichtigt, und zwar als Strategie des Immunsystems, um gefährliche Infektionskrankheiten abzuwehren, wie Typhus, Tuberkulose oder Malaria. Grund: Die Erreger benötigen für das Wachstum ebenfalls Eisen. Stellt der Körper eine Gefahr für die Gesundheit fest, kann er deshalb selbstständig den Eisenspiegel senken, um die Erreger auszuhungern. Wird eine Mangelanämie in einem Fall mit Eisengabe therapiert, kann dies am Ende einen negativen Effekt auf die Gesundheit haben – und schlimmstenfalls tödlich enden.

HB-Wert zu niedrig: So erkennt der Arzt Eisenmangel im Blut

Vermuten Sie bei sich einen Eisenmangel, sollten Sie umgehend den Arzt aufsuchen. Denn viele der Anzeichen sind recht unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Endgültige Klarheit über einen ungenügenden Eisenvorrat kann daher nur die Blutuntersuchung beim Arzt bringen.

Ein typischer Indikator für Eisenmangel ist dabei ein zu niedriger Hämoglobin-Wert (HB-Wert). Denn dieser Wert misst die Menge an Hämoglobin im Blut. Da Eisen maßgeblich für die Bildung des roten Blutfarbstoffs verantwortlich ist, lässt ein niedriger Wert zugleich auf einen Eisenmangel schließen.

Auch am Ferritin-Wert kann der Arzt einen Eisenmangel erkennen. Das Eiweiß Ferritin speichert Eisen im Körper. Ein niedriger Wert ist deshalb für einen Eisenmangel symptomatisch.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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