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Durchfall: 4 Ursachen der unangenehmen Verdauungsstörung
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Sascha Müller
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Sascha Müller
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Durchfall: 4 Ursachen der unangenehmen Verdauungsstörung

Durchfall ist unangenehm und bei einem geschwächten Körper manchmal sogar gefährlich. Die Ursachen für die Verdauungsstörung sind vielfältig. Wer die häufigen Durchfall-Auslöser kennt, kann Durchfall besser vorbeugen.

1. Stress ist häufig Durchfall-Ursache

Stress, Zeitdruck, psychische Belastungen und Sorgen: Der Darm reagiert darauf häufig mit Durchfall. Ursache ist die erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Dieses bewirkt, dass alle körperlichen Funktionen, einschließlich der Verdauung, beschleunigt werden. Im Ergebnis leiden die Betroffenen unter Durchfall. Auch Schlafentzug oder unregelmäßige Nachtruhen kurbeln die Kortisol-Produktion an. Gegen Stress können Entspannungstechniken helfen.

2. Durchfall-Ursachen: Ernährungsfehler

Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder Zöliakie zeigen sich ebenfalls oft durch Durchfall. Doch auch ohne Unverträglichkeit wirken einige Nahrungsmittel abführend: Der Zuckerersatz Sorbit etwa, ballaststoffreiche Lebensmittel oder getrocknete Früchte können die Verdauung zu stark anregen. Hier hilft es, den Verzehr etwas zu zügeln und kleinere Portionen zu verzehren. Wer immer wieder unter Durchfall leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

3. Medikamente können Durchfall verursachen

Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, Diabetesmittel, Magensäureblocker oder Blutdrucksenker können ebenfalls Durchfall auslösen, da sie in das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora eingreifen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und häufig unter Durchfall leidet, sollte mit seinem Arzt sprechen. Möglicherweise lässt sich das Medikament wechseln, die Dosis anpassen oder ein Zusatzpräparat verschreiben, das die Beschwerden lindert.

4. Chronische Erkrankungen als Ursache für Durchfall

Länger anhaltender oder häufig wiederkehrender Durchfall ist immer ein Zeichen, dass im Darm etwas nicht stimmt. Die Ursache sollte daher immer abgeklärt werden. Neben Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann ein gestörter Hormonhaushalt, etwa bei einer Schilddrüsenüberfunktion, vorliegen. Auch eine Erkrankung der Gallenblase, der Bauchspeicheldrüse oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, etwa Morbus Crohn, können die Durchfall-Ursachen sein. Abgeklärt werden sollte auch, dass keine Krebserkrankung, etwa Darmkrebs, dahintersteckt. Lassen sich keine organischen Ursachen entdecken, können auch psychische Störungen für die anhaltenden Verdauungsprobleme sorgen. Hausärzte und Gastroenterologen, die Ihnen bei Durchfallerkrankungen weiterhelfen, finden Sie unter diesem Artikel gelistet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Sascha Müller
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Ob Krankheiten behandeln oder die Traumfigur erreichen: Sascha Müller setzt sich als gelernter Fitnesskaufmann mit Faible für Medizin mit jeglichen Fragen im Gesünder Leben-Bereich auseinander.
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