Grippe: Symptome und Behandlung von Influenza

Anders als bei einer Erkältung treten die Grippe-Symptome plötzlich auf und fallen heftiger aus. Typisch sind Schüttelfrost, Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl sowie Anzeichen einer Atemwegserkrankung. Doch wie lässt sich eine Infektion mit dem Influenza-Virus behandeln?

Grippe-Symptome: Plötzlicher Ausbruch

Von der Art der Symptome ähnelt die Grippe einer Erkältung, aber die Ausprägung ist unterschiedlich. So beginnt ein grippaler Infekt, der durch verschiedene Erkältungsviren ausgelöst wird, schleichend und die Krankheitszeichen verlaufen relativ mild. Die Grippe-Symptome hingegen überfallen Betroffene häufig wie aus heiterem Himmel. Heftiger Schüttelfrost, bis zu 40 Grad Fieber, Halsschmerzen, Reizhusten, eine laufende Nase und tränende Augen sind typisch für eine Influenza-Infektion.

Außerdem herrscht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit starker Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Übelkeit sowie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen vor. Nach drei Tagen sinkt das Fieber und nach rund einer Woche klingen die erkältungsähnlichen Symptome wieder ab. Nach zwei bis drei Wochen lässt auch die Ermattung nach und die Betroffenen fühlen sich wieder fit. Bei einem starken Immunsystem kann es jedoch vorkommen, dass die Grippe-Symptome insgesamt milder verlaufen und eher einer Erkältung ähneln. Dann verläuft die Infektion teilweise auch ohne Fieber.

So lässt sich die Grippe behandeln

Es gibt – anders als bei Erkältungen – Medikamente, die gegen die Influenza-Viren wirken und helfen können, die Grippe-Symptome abzumildern und den Verlauf zu verkürzen. Allerdings müssen diese Mittel innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ausbruch der Erkrankung verabreicht werden; sonst hat sich der Krankheitserreger schon zu weit ausgebreitet und die Medikamente zeigen keine Wirkung. Da die Grippemittel auch Nebenwirkungen haben, muss der Arzt den Nutzen und Schaden gegeneinander abwägen. Der Nutzen überwiegt in der Regel nur bei immungeschwächten Patienten, etwa chronisch Kranken oder älteren Menschen.

Ansonsten stehen bei der Behandlung von Grippe Bettruhe und Hausmittel im Mittelpunkt. Mit lauwarmen Wadenwickeln lässt sich das Fieber senken und Inhalieren hilft, die Schleimhäute der Atemwege vor Austrocknung zu bewahren. Tee, zum Beispiel aus Kamille oder Ingwer, lindert Husten und Halsschmerzen. Hühnersuppe versorgt den Körper mit Flüssigkeit und Nährstoffen; sie soll sogar eine antibakterielle Wirkung haben und einer bakteriellen Superinfektion vorbeugen.

Mögliche Komplikationen der Grippe-Symptome

Strikte Schonung, bis die Grippe-Symptome wieder nachlassen, ist sehr wichtig, damit die Infektion keinen schweren Verlauf nimmt. Wer zu früh wieder arbeiten geht, Sport treibt oder sich anderweitig anstrengt, riskiert Komplikationen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächten Abwehrkräften, aber auch gesunde Erwachsene riskieren, die Grippe zu verschleppen und Folgeerkrankungen zu bekommen, wenn sie die Infektion nicht auskurieren.

Bei einer bakteriellen Superinfektion kann es zu Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und einer Lungenentzündung kommen. Diese müssen dann mit Antibiotika behandelt werden. Mögliche Komplikationen bestehen zudem in einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder einer Gehirnhaut- und Gehirnentzündung.