Voraussetzungen für die Adoption eines Kindes
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Voraussetzungen für die Adoption eines Kindes

Adoptiveltern müssen in Deutschland mehrere Voraussetzungen mitbringen, damit ihr Antrag auf Adoption eines Kindes Aussicht auf Erfolg hat. Verbindlich vorgeschrieben ist ein Mindestalter von 25 Jahren. Bewerben sich Eheleute, darf einer der Partner jünger sein, muss jedoch das 21. Lebensjahr vollendet haben.

Die Möglichkeit zur Adoption haben Alleinstehende ebenso wie Ehepaare. Das schließt gleichgeschlechtliche Paare ein. Wer unverheiratet in einer Partnerschaft lebt, kann zwar als Einzelperson ein Kind adoptieren, nicht jedoch gemeinsam mit dem Partner. Die  uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit ist Voraussetzung aller Adoptionen.

Das Adoptionsrecht legt kein Höchstalter fest. Es wird jedoch darauf geachtet, dass das „Eltern-Kind-Verhältnis“ nicht durch einen zu großen Altersunterschied gefährdet wird. Die Zahl der Bewerber ist höher als die Zahl der Kinder, die zur Adoption freigegebenen werden. Die strenge Einhaltung dieser und der folgenden Kriterien ist damit gesichert.

Wer genehmigt eine Adoption?

Die leiblichen Eltern (beide, sofern zu ermitteln) und das Adoptivkind müssen der Adoption ihre Zustimmung geben. Ist das Kind jünger als 14 Jahre, übernimmt ein gesetzlicher Vertreter diese Aufgabe. Die Entscheidung fällt letztlich in den Adoptionsvermittlungsstellen.  

Werden Adoptiveltern geprüft?   

Die Adoptionsvermittlungsstelle, zum Beispiel das Jugendamt, prüft neben den genannten Voraussetzungen bei Mindestalter und Geschäftsfähigkeit, ob die Wunsch-Adoptiveltern ihren Aufgaben gerecht werden können. Vorzulegen sind:

  • Gesundheitszeugnisse
  • Einkommenssteuerbescheide
  • Polizeiliche Führungszeugnisse

Geprüft wird dabei, ob die Adoptiveltern gesundheitlich, finanziell und sozial in der Lage sind, dem Kind ein Zuhause zu bieten. Zusätzlich führen Adoptionsvermittler Gespräche mit den Bewerbern, um so die Eignung zur Kindererziehung beurteilen zu können. Auch die Wohnverhältnisse werden unter die Lupe genommen.

Da sich oft Paare um eine Adoption bemühen, denen der Wunsch nach einem eigenen Kind versagt geblieben ist, wird auch die Verarbeitung dieses Thema untersucht. Ein Adoptivkind sollte dabei nicht als „Ersatz“ für einen unerfüllten Nachwuchs-Wunsch gesehen werden.

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