Rosazea vorbeugen: Entzündungen im Gesicht verringern
© Obencem/ iStock/thinkstock
Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
Letztes Update am: 

Rosazea vorbeugen: Entzündungen im Gesicht verringern

Rosazea vorbeugen: Die meisten Betroffenen kennen die Auslöser, die bei ihnen erneute Entzündungsreaktionen der Gesichtshaut begünstigen. Ein Rosazea-Schub lässt sich am besten hinauszögern, wenn diese Auslöser gemieden werden.

Rosazea-Trigger: Diese Auslöser besser meiden

Zu den häufigen Auslösern eines Rosazea-Schubs gehören:

  • Alkohol (gefäßerweiternd)
  • Kaffee (gefäßerweiternd)
  • scharf gewürzte Speisen
  • bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika und Hautpflegeprodukten
  • Seife
  • Sonnenlicht
  • starke Kälte (im Winter)
  • starke Hitze (beispielsweise Sauna oder heiße Getränke)
  • Stress und Aufregung
  • Schweinefleisch und Wurstwaren (begünstigen Entzündungen)

Rosazea-Tagebuch hilft, Trigger einzugrenzen

Sind Sie unsicher, welche Einflussgrößen die Entzündung triggern, kann Ihnen ein Rosazea-Tagebuch helfen, den Auslösern auf die Spur zu kommen. Schreiben Sie über einige Wochen hinweg auf, was Sie essen und trinken, welchen äußeren Einflüssen Ihre Haut ausgesetzt ist, welche Medikamente Sie einnehmen und wie stark die Symptome Ihrer Rosazea ausgeprägt sind. Haben Sie zum Beispiel eine Hautcreme in Verdacht, lassen Sie diese testweise einige Zeit weg.

Ein Rosazea-Tagebuch zum Ausdrucken finden Sie zum Beispiel hierund hier. Möchten Sie Ihre Daten lieber in einer App erfassen, bieten der App Store und Google Play Anwendungen für das Smartphone, zum Beispiel das „Rosacea-Tagebuch“.

Immunsystem stärken kann Rosazea-Symptome lindern

Ein starkes Immunsystem kann ebenfalls dabei helfen, erneute Schübe hinauszuzögern. Bewegung im Freien stärkt die Abwehrkräfte. Entspanntes Walken oder Spaziergänge bauen zudem Stress ab. Achtung: Schweißtreibender Sport hingegen kann Rosazea verschlimmern. Der weitestgehende Verzicht auf Zucker hilft, Entzündungsreaktionen im Körper zu lindern und tut dem Immunsystem ebenfalls gut.

Die richtige Hautpflege bei Rosazea

Sonnenlicht gilt als bedeutender Rosazea-Trigger. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor bewahrt die Haut vor zu viel UV-Licht und hilft ebenfalls, einer Verschlimmerung der Rosazea vorzubeugen. Bei der Gesichtspflege sollten Sie auf Produkte mit Alkohol, Konservierungsstoffen, Menthol, Hyaluronsäure, Kampfer und Eukalyptus verzichten. Seifen und Peelings reizen die Haut ebenfalls unnötig. Das gilt auch für wasserfestes Make-up, das sich meist nur schwer entfernen lässt. Waschen Sie Ihr Gesicht zudem nur mit lauwarmem Wasser und tupfen Sie es anschließend mit einem Handtuch vorsichtig ab.

Für die Hautpflege bei Rosazea geeignet sind:

  • leichte Emulsionen und Lotionen mit einem hohen Wasseranteil
  • Produkte mit Silikonölen
  • antikomedogene Produkte ohne Alkohol, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe
  • seifenfreie Syndets

Sind Sie bei der Wahl der Produkte unsicher, fragen Sie bei Ihrem Hautarzt oder in der Apotheke nach. Tipps finden Sie sicher auch in Internetforen. Hier berichten Betroffene häufig, was Ihnen guttut. Ein Austausch kann hilfreich sein.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
Ann-Kathrin Landzettel
Wie finden Sie diesen Artikel?