Was sind Masern und wie häufig sind sie?
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Was sind Masern und wie häufig sind sie?

Masern sind eine hochansteckende Virusinfektion, die vorwiegend im Kindesalter auftritt. Nach grippeähnlichen Beschwerden bildet sich ein typischer Hautausschlag. Meistens heilt die Erkrankung problemlos aus, selten kommt es zu mitunter tödlich verlaufenden Komplikationen. Sinkende Impfzahlen sorgen dafür, dass sich zunehmend Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der klassischen Kinderkrankheit anstecken.

Wie werden Masern übertragen?

Die Infektion mit Masern erfolgt meistens durch Tröpfcheninfektion, wenn ein Erkrankter niest, hustet oder spricht. Kleinste Tropfen von Rachen- und Nasensekret enthalten genügend Viren, die von Personen in der Nähe eingeatmet für eine Ansteckung sorgen.

Wie lange ist die Inkubationszeit bei Masern?

Bis zu zehn Tage nach der Infektion treten die ersten Krankheitszeichen auf. Der charakteristische Ausschlag erscheint nach etwa zwei Wochen. Bereits fünf Tage zuvor ist ein Patient ansteckend und bleibt es bis zu vier Tage nach dem Erscheinen der Hautzeichen.

Was sind die Symptome von Masern?

Die ersten Beschwerden ähneln denen eines grippalen Infektes mit Fieber, Husten und Schnupfen. Charakteristisch für Masern ist der nach wenigen Tagen auftretende fleckige Hautausschlag, der mit einem erneuten Fieberschub einhergeht.

Wie behandelt man Masern?

Bei einer Maserninfektion ist die Einhaltung strenger Bettruhe für den Heilungsprozess wichtig. Antibiotika wirken bei Virusinfektionen nicht, sodass Senkung des Fiebers und Linderung der Beschwerden im Vordergrund stehen.

Was ist bei Masern zu beachten? 

Einen Erkrankten muss man von anderen, nicht durch Impfung oder vormalige eigene Erkrankung geschützten Personen fernhalten. Daher ist nach dem Infektionsschutzgesetz der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen verboten. Frühestens fünf Tage nach Abklingen des Hautausschlages darf der Patient solche Institutionen wieder aufsuchen.

Sind Masern gefährlich?

Masern gelten als Kinderkrankheit, sind aber kein Kinderkram. Bei zehn bis zwanzig Prozent der Fälle kommt es zu Komplikationen in Form von Entzündungsreaktionen der Atemwege bis hin zur Lungenentzündung. Bei anderen treten sie im Mittelohr oder Gehirn auf. Letztere sorgen dafür, dass im Schnitt einer von 1000 Masernerkrankten stirbt.

Selbst Jahre nach der Infektion können fortschreitende schwere Entzündungen Gehirn und Nervensystem schädigen und zum Tode führen.

Wie kann man Masern verhindern?

Der beste Schutz vor der Virusinfektion ist eine rechtzeitige Impfung. Die im ersten und zweiten Lebensjahr vorgesehene MMR-Impfung schützt lebenslang vor den Infektionskrankheiten Masern, Mumps und Röteln.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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