Warzen-Ursache: Humane Papillomaviren lassen Hornhaut wuchern
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Warzen-Ursache: Humane Papillomaviren lassen Hornhaut wuchern

Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) ist bei den meisten Warzen der Auslöser. Die Warzenviren werden oft von Mensch zu Mensch übertragen, sind aber auch in der Umwelt zu finden. Ist das Immunsystem geschwächt oder die Hautbarriere gestört, dringen die Viren in die Haut ein. Dort regen sie die Haut zum Zellwachstum an.

Ursache von Warzen: Humane Papillomaviren sind häufigster Warzen-Auslöser

Die meisten Warzen werden durch HPV ausgelöst. Zu den Ausnahmen gehören Dellwarzen, Alterswarzen und Stielwarzen: Dellwarzen werden von Pockenviren übertragen. Alterswarzen werden durch häufige UV-Licht-Einwirkung im Laufe des Lebens begünstigt und auch genetische Faktoren spielen mit hinein. Stielwarzen sind genetisch bedingte, kleine längliche Gebilde aus Hautgewebe.

Warzenviren: Übertragung nicht nur von Mensch zu Mensch

Mit Warzenviren kann man überall in Kontakt kommen. Ein häufiger Übertragungsweg ist Händeschütteln. Doch auch in Saunen, Schwimmbädern und Turnhallen sind die Viren zu finden. Durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern und Rasierapparaten können Warzen-Viren ebenfalls übertragen werden. Doch nicht jeder Kontakt mit den Viren führt automatisch zur Warzenbildung. Meist ist das Immunsystem stark genug und bekämpft die Erreger. Der Virenkontakt bleibt unbemerkt.

Warzen-Ursache: gestörte Hautbarriere 

Zu einer Infektion kommt es dann, wenn das Immunsystem geschwächt oder die Hautbarriere gestört. Hautverletzungen etwa bieten den Erregern ebenso eine Eintrittspforte wie feuchte, aufgequollene Haut. Da bei Neurodermitis-Patienten die Schutzbarriere der Haut defekt ist, ist bei ihnen das Warzen-Risiko erhöht. Rauchen und Diabetes mellitus gehören ebenfalls zu den Warzen-Ursachen.

Starkes Immunsystem bekämpft Warzenviren

Siedeln sich die Viren in der Haut an und vermehren sie sich, infizieren sie einzelne Hautzellen. Diese beginnen in Folge zu wuchern. Die Warze entsteht. Vor allem Kinder und Jugendliche haben häufig Warzen. Der Grund: Ihr Immunsystem hat noch keine Abwehr gegen die Erreger gebildet. Beim ersten Kontakt haben es die Viren also leicht. Hat der Körper eine entsprechende Abwehrstrategie entwickelt, sinkt das Risiko einer erneuten Infektion. Erwachsene haben seltener Warzen.

Risikofaktoren für Warzen: Wer besonders gefährdet ist

 Bestimmte Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Warzen, etwa:

  • Kinder und Jugendliche, die häufig Gemeinschaftsduschen nutzen.
  • Kinder, deren Mitschüler Warzen haben.
  • Menschen, deren Familienangehörige Warzen haben.
  • Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis.
  • Menschen mit einem schwachen Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation, bei Krebs, AIDS oder anderen schweren Erkrankungen.
  • Menschen, die Fleisch verarbeiten (Metzger, Schlachter).

Humane Papillomaviren: Kann aus Warzen Krebs werden?

Kleiner Exkurs: Humane Papillomaviren gelten aus Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Als Hochrisiko-Typen gelten vor allem die HPV-Typen 16 und 18. Warzen hingegen werden von anderen HP-Viren verursacht. Es gilt Experten zufolge daher als unwahrscheinlich, dass sich aus einer Warze ein bösartiger Tumor entwickelt. Ein gewisses Risiko besteht allerdings bei Feigwarzen. Diese enthalten in seltenen Fällen HPV-16 und HPV-18.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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