Venenleiden: Symptome rechtzeitig erkennen
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Venenleiden: Symptome rechtzeitig erkennen

Wer bei einem Venenleiden die Symptome früh genug erkennt und richtig deutet, kann mit einem Arztbesuch zur rechten Zeit dafür sorgen, dass sich die Beschwerden bessern oder zumindest nicht schlimmer werden. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Schwere, müde Beine

Vor allem nach langen Tagen, an denen Sie viel stehen mussten, kommt es vor, dass Ihre Beine sich schwer und müde anfühlen. Wenn Sie sich setzen und die Beine hochlegen, ist das eine Erleichterung. Vor allem an warmen Tagen stellen Sie fest, dass Ihre Beine unten am Knöchel etwas anschwellen. Ab und zu juckt dann auch die Haut in an diesen Stellen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Das können erste Symptome für ein Venenleiden sein: Da die Venenklappen nicht optimal schließen, sackt das Blut immer wieder in die Beine zurück, macht sie schwer und lässt sie leicht anschwellen.

Besenreiser als Symptome für ein Venenleiden

Viele Menschen halten Besenreiser vor allem für ein kosmetisches Problem, aber sie deuten auf etwas Ernsteres hin: Die kleinen netzartig unter der Haut sichtbaren Adern sind ein Anzeichen dafür, dass es hier auch ein tiefer liegendes Venenproblem gibt. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen und ihm diese Symptome für das Venenleiden zu zeigen. Er bespricht mit Ihnen dann die geeigneten Gegenmaßnahmen.

Vorsicht bei Krampfadern!

Sie sollten die Ratschläge des Arztes beherzigen, sonst kommt es in der Folge irgendwann zu Krampfadern. Dabei sind die Venenklappen zu schwach, um richtig zu schließen. Das Blut weitet die Venen, die sich deutlich verdickt unter der Haut abzeichnen. Das ist nicht nur unschön, sondern auch gefährlich: In den geweiteten Venen fließt das Blut langsamer, und es können sich Gerinnsel bilden, sodass es zur lebensbedrohlichen Thrombose kommen kann.

Späte Symptome beim Venenleiden

Haben Sie bereits über einen längeren Zeitraum hinweg die genannten Anzeichen bei sich festgestellt, können weitere Symptome für das Venenleiden schmerzhaft und auch gefährlich werden. Die dauerhaft zu stark belasteten Venenwände werden irgendwann durchlässig. Blut tritt aus ins Gewebe und bildet Ödeme. Unterhalb der Haut kann es so zu bleibenden Farbveränderungen kommen. Die Haut in diesem Bereich bekommt nicht genug Nährstoffe und Sauerstoff. Sie wird trocken und immer dünner, beginnt zu jucken und wird rissig.

Ohne Behandlung breitet sich schließlich eine Entzündung, durch die die Haut- und Gewebezellen im fraglichen Bereich absterben. So bildet sich im schlimmsten Fall das offene Bein, die schwerste Komplikation bei einem chronisch gewordenen Venenleiden. Die Therapie ist langwierig und teuer. Am besten halten Sie daher schon bei den ersten Anzeichen eines Venenproblems Rücksprache mit Ihrem Arzt – entsprechende Adressen finden Sie direkt unter diesem Text.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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