7 Trinkmythen: Warum mehr Wasser nicht immer besser ist
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7 Trinkmythen: Warum mehr Wasser nicht immer besser ist

Wer weniger als zwei Liter Wasser am Tag trinkt, riskiert seine Gesundheit! Solche und andere Trinkmythen haben Sie sicher schon einmal gehört. Welche stimmen und welche nicht? Wir klären auf!

Trinkmythos 1: Wasser macht schlank

Wer Wasser trinkt, verbraucht dabei mehr Kalorien, als er aufnimmt. Daher heißt es oft, dass Wasser schlank macht. Ganz verkehrt ist das nicht, aber die Gewichtsabnahme kommt nicht allein durch den Wasserkonsum – der Kalorienverbrauch ist nur minimal – sondern dadurch, dass Sie sich schneller satt fühlen, wenn Sie beim Essen Wasser trinken.

Trinkmythos 2: Kinder benötigen mehr Wasser als Erwachsene

Kinder benötigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Flüssigkeit als Erwachsene. Das bedeutet jedoch nicht – wie manchmal angenommen wird – dass sie insgesamt mehr Wasser trinken müssen als ihre Eltern. Als Richtwert gelten für Kleinkinder bis zum Grundschulalter rund ein Liter, für Kinder und Teenager unter 15 Jahren etwa 1,3 Liter und für ältere Jugendliche rund 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag.

Auch Kinder benötigen ausreichend Wasser, jedoch nicht mehr als Erwachsene.
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Auch Kinder benötigen ausreichend Wasser, jedoch nicht mehr als Erwachsene.

Trinkmythos 3: Heiße Getränke sind im Sommer besser als kalte

Im Sommer sollen Heißgetränke wie Tee besser den Durst stillen und für Abkühlung sorgen als kalte Getränke. Das stimmt allerdings so nicht, da heiße Getränke die Schweißproduktion zusätzlich ankurbeln. Eiskalt ist jedoch auch nicht die ideale Trinktemperatur im Sommer. Einerseits belastet die Kälte den Magen und den Kreislauf, andererseits heizt der Körper im Anschluss an das kalte Getränk noch mehr auf. Mit Getränken in Zimmertemperatur machen Sie hingegen nichts verkehrt.

An heißen Tagen sind weder sehr heiße noch sehr kalte Getränke empfehlenswert. 
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An heißen Tagen sind weder sehr heiße noch sehr kalte Getränke empfehlenswert. 

Trinkmythos 4: Wasser zum Essen schadet der Verdauung

Manche Menschen lehnen Wasser zu den Mahlzeiten konsequent ab, weil sie überzeugt sind, das würde die Verdauungssäfte verdünnen. Die Magensäure ist allerdings sehr aggressiv und lässt sich durch ein bisschen Wasser zum Essen nicht von ihrer Arbeit abhalten.

Trinkmythos 5: Mineralwasser ist besser als Leitungswasser!

Dass Mineralwasser aus der Flasche mehr Mineralstoffe enthält als Leitungswasser aus dem Hahn, klingt zunächst plausibel. Tatsächlich aber befinden sich auch im Leitungswasser Mineralien, manchmal mehr, manchmal weniger als in den Mineralwässern aus dem Supermarkt. Denn die unterscheiden sich ebenso in ihrem Mineralstoffgehalt wie das Leitungswasser je nach Region. Ihren Bedarf an Mineralstoffen können Sie bei einer ausgewogenen Ernährung außerdem großteils über die Nahrung decken.

Leitungswasser ist besser als sein Ruf und oft mineralstoffreicher als Mineralwasser aus Flaschen. 
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Leitungswasser ist besser als sein Ruf und oft mineralstoffreicher als Mineralwasser aus Flaschen. 

Trinkmythos 6: Mindestens zwei Liter täglich trinken!

Ein sehr verbreiteter Trinkmythos ist, dass man mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu sich nehmen sollte. Allerdings brauchen Sie sich nicht zu zwingen, wenn Sie keinen Durst haben. Solange Sie täglich über einen Liter Wasser kommen, besteht kein Grund zur Sorge. Sie benötigen allerdings mehr Wasser, wenn Sie Sport treiben, wenn es heiß ist oder Sie krank sind. Denn dann verlieren Sie durch das Schwitzen mehr Flüssigkeit als üblich.

Trinkmythos 7: Kaffee und Tee entziehen dem Körper Wasser!

Da Kaffee und schwarzer Tee Koffein enthalten, wirken sie harntreibend. Daher hieß es früher, dass diese Heißgetränke dem Körper Flüssigkeit entziehen und sie deshalb bei der täglichen Trinkmenge nicht mitgezählt werden dürfen. Inzwischen gilt dieser Trinkmythos als überholt: Solange Sie es nicht übertreiben, können Sie Ihren Kaffee und Ihren Tee in Ihre Flüssigkeitsbilanz mit einrechnen. Drei bis vier Tassen täglich bereiten keine Probleme

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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