Prostatakrebs-Symptome: Wie merkt Mann, dass er Prostatakrebs hat?
© yanyong/iStock/Getty Images Plus 2019
(1)

Prostatakrebs-Symptome: Wie merkt Mann, dass er Prostatakrebs hat?

Viele Männer fragen ihren Urologen nach den Anzeichen von Prostatakrebs. Doch typische Prostatakrebs-Symptome gibt es nicht. Die bösartige Veränderung der Vorsteherdrüse verursacht zu Beginn keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Verlauf merken Männer, dass etwas nicht stimmt.

Prostatakrebs: Tumoren wachsen symptomlos

Typische Symptome, die frühzeitig auf eine Prostatakrebs-Erkrankung hindeuten, gibt es nicht. Verursacht der Krebs Beschwerden, hat er in der Regel eine kritische Größe erreicht, greift auf die Harnröhre über oder hat Tochtergeschwülste gebildet. In einem solchen fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen schlecht.

„Wenn der Tumor gestreut hat, gibt es in der Regel keine Aussicht auf Heilung, außer gelegentlich bei einzeln auftretenden Lymphknotenmetastasen (isoliert). Bei weitergehender Metastasierung besteht das Behandlungsziel in der Eindämmung des Tumorwachstums und in der Linderung eventueller Beschwerden.“

— Das Handbuch gegen Krebs. Neues Wissen. Neue Hoffnung. Neue Therapien. Deutsche Krebsgesellschaft und Deutsche Krebshilfe

Prostatakrebs: Was sind die ersten Anzeichen für Prostatakrebs?

Ist Prostatakrebs weiter fortgeschritten, kann es zu Beschwerden kommen. Dazu gehören:

  • Schmerzen in der Prostata
  • Beeinträchtigungen in der Blasen- und Darmentleerung
  • vermehrter Harndrang (oft nachts)
  • schwacher oder unterbrochener Harnfluss
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Blut im Urin
  • Blut in der Samenflüssigkeit
  • Potenzprobleme
  • durch Knochenmetastasen verursachte Schmerzen in Rücken, Becken, Hüfte und Oberschenkeln

Beobachten Männer ein oder mehrere Symptome bei sich, sollten sie einen Urologen aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Nicht immer steckt hinter den Beschwerden Prostatakrebs. Auch eine entzündete oder gutartig vergrößerte Prostata kann Probleme beim Wasserlassen bereiten oder zu Schmerzen führen. Wichtig ist, dass die Beschwerden untersucht werden.

„Blut im Urin ist immer ein Alarmzeichen, das ärztlich abgeklärt werden muss, weil es ein Symptom einer ernsten Erkrankung sein kann.“

— Professor Dr. Christian Wülfing, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie

Früherkennungsuntersuchungen helfen bei der Krebserkennung

Gerade weil beim Prostatakarzinom typische Symptome fehlen - beziehungsweise erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten, ist es für Männer wichtig, sich über die Früherkennungsuntersuchungen zu informieren. Doch noch immer haben viele Männer Scheu, zum Urologen zu gehen. Genutzt werden die Früherkennungsuntersuchungen nur selten: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband der Deutschen Urologen nehmen maximal 15 Prozent aller Männer die Möglichkeit der Früherkennung wahr.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

https://www.ann-kathrinlandzettel.de

Wie finden Sie diesen Artikel?