Nasenspray-Sucht bekämpfen: Was tun gegen die Abhängigkeit?
(5)

Nasenspray-Sucht bekämpfen: Was tun gegen die Abhängigkeit?

Nasenspray-Sucht hat fatale Auswirkungen. Was zunächst bei Schnupfen Linderung und eine freie Nase verschafft, kann bei dauernder Anwendung zu einer geschädigten Nasenschleimhaut führen. Mit den folgenden Tipps können Sie eine Abhängigkeit bekämpfen.


Nasenspray-Sucht: Entstehung und Auswirkungen


Abschwellende Nasensprays versprechen schnelle Besserung bei einer verstopften Nase, etwa im Zuge einer Erkältung. Das Problem: Wenden Sie das Spray über längere Zeit an, gewöhnen sich die Schleimhäute an die regelmäßige Dosis. Es entsteht ein Teufelskreis: Lässt die Wirkung des Nasensprays nach, schwellen die Schleimhäute übermäßig an. Also benutzen Sie das Spray erneut und immer wieder, um die verstopfte Nase zu bekämpfen – es kommt zu einer Nasenspray-Sucht. Der Schnupfen wird dadurch nur kurzfristig gelindert, bleibt aber als chronisches Symptom bestehen. Als Folge können die Nasenschleimhäute immer mehr austrocknen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Keimbefall und die Nase beginnt unter Umständen, immer leichter zu bluten.


Wege aus der Nasenspray-Sucht


So gehen Sie vor, wenn Sie die Abhängigkeit vom Nasenspray wirksam bekämpfen wollen:


  • Identifizieren Sie den Grund für die Verwendung des Sprays: Handelt es sich um Schnupfen oder um eine allergische Reaktion, zum Beispiel Heuschnupfen?
  • Behandeln Sie die Ursache entsprechend und ziehen Sie, wenn nötig, dafür einen Arzt zurate.
  • Beginnen Sie mit der Entwöhnung. Starten Sie damit, bei einem der beiden Nasenlöcher kein Spray mehr zu verwenden.
  • Alternativ kann es in Absprache mit einem Arzt sinnvoll sein, das abschwellende Spray mit einem kortisonhaltigen Nasenspray zu ersetzen.
  • Für beide Arten der Entwöhnung gilt: Haben Sie Geduld und halten Sie über ein paar Tage lang die verstopfte Nase aus, ohne zum gewohnten Spray zu greifen.
  • Halten Sie durch: Haben sich Ihre Nasenschleimhaut erst einmal vom Spray entwöhnt, kann sich Ihre Nase in der Regel vollständig erholen.

Weshalb Sie nicht generell auf Nasenspray verzichten müssen


Die Nutzung eines Nasensprays über die Dauer von maximal einer Woche kann durchaus sinnvoll sein. Bei einer akuten Infektion ist es besonders wichtig, genügend Schlaf zu bekommen, um wieder gesund zu werden. Können Sie aufgrund einer verstopften Nase nicht ordentlich einschlafen, ist das Nasenspray ein probates Mittel, um Ihre Nasenschleimhaut kurzfristig abschwellen zu lassen. Nun können Sie besser durchatmen und zur Ruhe kommen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

G S
Autor/-in
Gisèle Schneider
Wie finden Sie diesen Artikel?