Mit Lungenkrebs-Symptomen zum Arzt gehen
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Mit Lungenkrebs-Symptomen zum Arzt gehen

Lungenkrebs Symptome zeigen sich erst im fortgeschrittenen Verlauf einer Lungenkrebserkrankung. Vor allem bei chronischem Husten sollten Betroffene aufmerksam werden. Lungenkrebs-Symptome: Vier Warnzeichen für Krebs in der Lunge.

Lungenkrebs-Symptome? Nicht immer steckt Lungenkrebs dahinter

Gleich vorweg: Nicht jedes Lungenkrebs-Symptom deutet automatisch auf Lungenkrebs hin. Häufig ist eine harmlosere Ursache der Auslöser der Beschwerden, wie etwa eine hartnäckige Erkältung, eine chronische Bronchitis oder eine andere Erkrankung der Atemwege.

Wichtig ist, dass die Symptome, die auf Lungenkrebs hindeuten können, von einem Facharzt abgeklärt werden. Experten für Ihre Lunge sind Pneumologen. Sie können im ersten Schritt aber auch auf Ihren Hausarzt zugehen. Er wird Sie bei Bedarf zur weiteren Abklärung der Beschwerden zu einem anderen entsprechenden Facharzt überweisen. Je früher eine mögliche Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Lungenkrebs-Symptom Husten: Ist er hartnäckig – zum Arzt

Ein hartnäckiger Husten, der sich trotz entsprechender Behandlung – etwa mit einem Antibiotikum – nicht verbessert und länger als zwei bis drei Wochen anhält, sollte abgeklärt werden. Ebenfalls zum Arzt sollten Patienten gehen, die unter chronischem Husten leiden und bemerken, dass sich dieser ändert: stärker wird, häufiger auftritt, schmerzhaft ist und so weiter. Ebenfalls abklären sollten Sie, wenn zum Husten Auswurf hinzukommt. Blutiger Auswurf ist ebenso ein Warnzeichen für Lungenkrebs wie unblutiger Auswurf.

Lungenkrebs-Symptom pfeifende Atmung: Atembeschwerden ernst nehmen

Zu den weiteren möglichen Lungenkrebs-Symptomen gehören Atembeschwerden. Diese können sich in Form von Luftnot zeigen. Eine pfeifende, rasselnde Atmung sollte ebenfalls ernst genommen werden. Auch Heiserkeit und Schluckbeschwerden sowie Schmerzen im Brustbereich zählen zu den möglichen Warnzeichen für eine Lungenkrebs-Erkrankung.

Lungenkrebs-Symptom Erschöpfung: Plötzlich nur noch müde? Auf andere Symptome achten

Ein weiteres mögliches Lungenkrebs-Symptom ist Erschöpfung. Wer plötzlich ständig müde und abgeschlagen ist und das Gefühl hat, ihm fehlt jede Energie, sollte aufmerksam sein: Wird die Erschöpfung von Husten und Atembeschwerden begleitet? Kommt es neben der Erschöpfung zu Gewichtsverlust, obwohl man seine Ernährungsgewohnheiten nicht geändert hat? Dann sollten Sie zu Ihrem Hausarzt gehen und die Symptome besprechen.

Lungenkrebs-Symptom Knochenschmerz: Deutet auf Metastasen hin

Knochenschmerzen gehören ebenfalls zu den möglichen Lungenkrebs-Symptomen. Knochenschmerzen treten bei einer Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadium auf – wenn der Krebs gestreut und die Knochen befallen hat. Auch bei wiederkehrenden Fieberschüben und häufigem Schwitzen in der Nacht (Nachtschweiß) sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen.

Lungenkrebs-Symptome: auch an anderen Organen möglich

Lungenkrebs bereitet oftmals erst dann Beschwerden, wenn er durch Metastasen auf andere Körperbereiche übergegangen ist. Ist die Leber betroffen, können Gewichtsverlust und Müdigkeit sowie später eine Gelbfärbung der Augen auftreten. Mögliche Symptome bei Metastasen im Gehirn sind neben Kopfschmerzen auch Krampfanfälle, Lähmungen sowie Wesensveränderungen oder Verwirrtheit. Die Symptome, die auf Lungenkrebs hindeuten können, sind häufig unspezifisch. Es ist daher ratsam, immer dann einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie Veränderungen der eigenen Gesundheit bemerken und plötzlich etwas anders ist, als Sie es gewohnt sind. Ist die Ursache bekannt – und es muss nicht Krebs sein – kann eine entsprechende Behandlung erfolgen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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