Masern-Ursachen: Deshalb erkranken wir an Masern
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Masern-Ursachen: Deshalb erkranken wir an Masern

Masern sind hochansteckend: Für eine Infektion reicht es aus, nur in die Nähe eines Patienten zu kommen. Die Viren verbergen sich in feinen Tröpfchen, die sich beim Sprechen, Niesen oder Husten in der Luft verteilen. Beim Einatmen gelangen sie über die Schleimhäute in den Körper und verbreiten sich in Windeseile.

Wer ist der Erreger der Masern?

Krankheitsursache ist das Masernvirus. Es befällt ausschließlich Menschen und wird nicht durch Tiere übertragen. Wie das Mumpsvirus gehört es zu den Paramyxoviren, die ihren Namen von der Ausbreitung über die Schleimhäute erhalten haben. Damit ist es eng mit dem Erreger von Rinderpest und Hundestaupe verwandt.

Wie ansteckend ist das Masernvirus?

Das Masernvirus reagiert empfindlich auf Trockenheit, hohe Temperaturen oder UV-Licht. Desinfektionsmittel machen ihm sicher den Garaus. Trotzdem überlebt es auf Oberflächen bis zu zwei Stunden. Für eine Infektion reichen wenige Viruspartikel aus.

Wie hoch ist die Erkrankungsrate mit Masern?

Aktuell geht man bei uns von einem Masernfall pro 100.000 Einwohnern aus. Die Zahl der Erkrankungen schwankt regional. Dabei kommen wir in Deutschland noch gut weg: In Entwicklungsländern gehören Masern mangels Impfschutz zu den Top Ten der Infektionserkrankungen und enden wesentlich häufiger tödlich.

Wie erfolgt die Übertragung der Masern?

Für die Weitergabe der Viren ist kein direkter körperlicher Kontakt notwendig - das Einatmen weniger virenverseuchter Tröpfchen aus der Atemluft eines Erkrankten reicht für eine Ansteckung aus. Die Gefahr einer solchen Tröpfcheninfektion ist beim Husten, Niesen und Sprechen gegeben. Dabei gelangen die Viren auf die Schleimhäute eines gesunden Patienten und verbreiten sich im Körper. Prädestiniert dafür sind die Atemwege, es genügt aber schon der Kontakt mit der Bindehaut des Auges.

Wie verbreiten sich die Masernviren im Körper?

Über die Schleimhäute gelangen die Viren in die nächstgelegenen Lymphknoten und vermehren sich dort. Nach zwei Tagen befallen sie Zellen der Immunabwehr in weiter entfernten Lymphknoten sowie Leber und Milz. In diesem kurzen Zeitraum sind die Viren im Blut nachweisbar, das ihnen als Transportvehikel dient.

Haben sie sich überall festgesetzt, starten sie eine Woche später die zweite Angriffswelle und benutzen erneut die Blutbahn zur Ausbreitung. Diesmal suchen sie Haut und Atemwege heim. Das führt zu Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen sowie dem charakteristischen Hautausschlag. Durch den Großangriff der Viren hat die Immunabwehr jede Menge zu tun - Grund für das schwere Krankheitsgefühl, das mit Masern einhergeht.

Wie wird ein Patient mit Masern infektiös?

Der Befall der Atemwege dient der weiteren Verbreitung der Viren. Auf den Schleimhäuten sitzen sie in großer Zahl und warten darauf, in mikroskopisch feinen Tröpfchen verteilt und weitergegeben zu werden.

Wie lange bleiben Masern ansteckend?

Die Gefahr einer Infektion besteht schon einige Tage vor dem Auftreten des typischen Hautausschlages. Am größten ist die Ansteckungsgefahr im Zeitraum fünf Tage vor bis vier Tage nach dem Erscheinen der Hautrötungen. Das Intervall zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt etwa vierzehn Tage. 

Kann man sich zweimal mit Masern anstecken?

Nach einer Maserninfektion bildet der Körper Antikörper gegen das Virus. Diese geben lebenslangen Schutz und verhindern neuerliche Infektionen. Den gleichen Effekt hat eine Impfung. Hier regen Bestandteile des Impfstoffes die körpereigene Immunabwehr zur Produktion solcher Antikörper an.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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