Speiseröhrenkrebs Ursachen: Wie kann Speiseröhrenkrebs entstehen?
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Speiseröhrenkrebs Ursachen: Wie kann Speiseröhrenkrebs entstehen?

Zu den bedeutendsten Speiseröhrenkrebs-Ursachen gehören Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Sodbrennen. Doch es gibt noch weitere Einflussgrößen, die das Risiko erhöhen, an Krebs in der Speiseröhre zu erkranken. Speiseröhrenkrebs-Ursachen: Wie kann Speiseröhrenkrebs entstehen?

Speiseröhrenkrebs: Plattenepithelkarzinom und Adenokarzinom

Abhängig vom Zelltyp des Speiseröhrenkrebses unterscheiden Mediziner zwei Krebsarten:

  • Plattenepithelkarzinom: Entwickelt sich aus den Zellen der Schleimhautoberfläche und kann in allen Abschnitten der Speiseröhre auftreten.
  • Adenokarzinom: Tritt fast nur in der unteren Speiseröhre auf und ist in der Regel die Folge von andauerndem Sodbrennen, bei dem die Schleimhautzellen langfristig Schaden nehmen.

Speiseröhrenkrebs: Rauchen und Alkohol größte Risikofaktoren

Zu den bedeutenden Risikofaktoren von Speiseröhrenkrebs gehören Rauchen und ein erhöhter Alkoholkonsum. Besonders bei der Entwicklung von Plattenepithelkarzinomen spielen diese Einflussgrößen eine wichtige Rolle. Wirken beide Faktoren zusammen, erhöht sich das Erkrankungsrisiko. Etwa 75 Prozent aller Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre sind auf die Einwirkung von Alkohol und Nikotin zurückzuführen.

Speiseröhrenkrebs-Ursache: Sodbrennen

Ebenfalls ein Risikofaktor bei der Entstehung von Speiseröhrenkrebs ist dauerhaftes Sodbrennen. Das Adenokarzinom entsteht im Zusammenhang mit Sodbrennen und der Refluxkrankheit. Sodbrennen gilt deshalb als Speiseröhrenkrebs-Ursache, da die aggressive Magensäure beim Aufstieg in die Speiseröhre (Reflux) die oberste Zellschicht der schützenden Schleimhaut angreift. Sie entzündet sich und wird langsam zerstört. Es bilden sich neue "Ersatz-Zellen". Diese gelten als Vorstufe von Speiseröhrenkrebs, da sie ein erhöhtes Entartungsrisiko besitzen. Mediziner sprechen von einem Barrett-Ösophagus

Speiseröhrenkrebs-Ursache: Übergewicht

Als weitere Speiseröhrenkrebs-Ursachen gelten ein geringer Verzehr von Gemüse und Obst sowie Übergewicht. Krebsexperten zufolge belegen verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und einem Ösophaguskarzinom – insbesondere für das Adenokarzinom. Mit zunehmendem Gewicht steigt das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Speiseröhrenkrebs-Ursache: angeborene Funktionsstörungen

Angeborene Funktionsstörungen der Speiseröhre können die Tumorentstehung begünstigen. Funktionieren die Schließmuskeln zwischen Speiseröhre und Magen nicht richtig oder ist der Übergang verengt – etwa durch Vernarbungen – können nicht nur Nahrungsreste in der Speiseröhre zurückbleiben. Auch das Risiko für Sodbrennen nimmt zu. Beides fördert Entzündungsreaktionen, die wiederum die Zellentartung begünstigen. 

Strahlung und Verätzungen erhöhen Speiseröhrenkrebs-Risiko

Auch Patienten, bei denen sich bereits Tumoren im Kopf- und Halsbereich gebildet haben, tragen ein höheres Ösophaguskarzinom-Risiko in sich, ebenso Patienten die bereits frühere Bestrahlungen im Hals- und Brustbereich erhalten haben. Ebenfalls riskant sind vorangegangene Verätzungen der Speiseröhre, etwa mit Säure oder Lauge.

Heiße Getränke schaden der Speiseröhre

Zudem stufen Experten das Trinken und Essen extrem heißer Getränke und Speisen als krebsfördernd ein. Die hohen Temperaturen können die Schleimhaut langfristig schädigen. Diskutiert wird außerdem ein Zusammenhang zwischen Humanen Papillomviren (HPV) und Speiseröhrenkrebs. Wissenschaftliche Belege hierfür gibt es bislang nicht.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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