Lungenkrebs vorbeugen: Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme
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Lungenkrebs vorbeugen: Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme

Lungenkrebs vorbeugen können Sie am effektivsten, wenn Sie nicht rauchen. Rauchen ist bei Lungenkrebs eindeutig als Hauptrisikofaktor identifiziert. Selbst mit einer Lungenkrebserkrankung lohnt sich der Rauchstopp nachweislich. Lungenkrebs vorbeugen: Das können Sie tun.

Lungenkrebs vorbeugen: Rauchstopp

Der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs ist bekannt: Rauchen. Der beste Schutz vor einer Lungenkrebserkrankung es daher, mit dem Rauchen nicht anzufangen – oder aufzuhören. Je früher der Rauchstopp stattfindet, desto besser sind die Chancen, das Erkrankungsrisiko wieder an das eines Nichtrauchers anzugleichen.

Rauchen ist immer schädlich für die Lunge. Das Lungenkrebsrisiko steigt allerdings mit dem Rauchverhalten. Je stärker das Rauchverhalten ausgeprägt ist, desto höher ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit:

  • Haben Sie früh mit dem Rauchen begonnen und viele Rauchjahre angesammelt?
  • Rauchen Sie jeden Tag und viel?
  • Rauchen Sie starke Zigaretten?
  • Rauchen Sie filterlose Zigaretten?
  • Inhalieren Sie den Tabakrauch intensiv?

Ein paar Fakten zu Rauchen und Lungenkrebs:

  • Das geringste Erkrankungsrisiko haben Menschen, die nie geraucht haben.
  • Passivraucher sind gefährdet: Wissenschaftler haben errechnet, dass in Deutschland pro Jahr etwa 300 Menschen an Lungenkrebs sterben, weil sie passiv mitrauchen mussten.
  • Fast 90 Prozent der Lungenkrebskranken sind Raucher.
  • Etwa neun von zehn Männern mit Lungenkrebs haben die Krankheit vermutlich durch das Rauchen bekommen. Bei Frauen sind es mehr als die Hälfte aller Betroffenen.

Raucher profitieren zu jedem Zeitpunkt vom Rauchstopp: Nach fünf Jahren ist ihr Lungenkrebsrisiko um 60 Prozent gesunken, nach 15 bis 20 Jahren um bis zu 90 Prozent. Selbst wenn bereits eine Erkrankung an Lungenkrebs eingetreten ist, kann es noch lohnen, das Rauchen aufzugeben. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. sinkt das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, durch den Rauchstopp nachweislich.

Lungenkrebs vorbeugen: Was kann Ernährung leisten?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hat krebsschützende Effekte auf die Krebsentstehung im Allgemeinen. Welche pflanzlichen Inhaltsstoffe für die krebsvorbeugende Wirkung verantwortlich sind, ist nicht geklärt. Experten raten, sich möglichst vielfältig durch Obst und Gemüse zu essen, um von möglichst vielen Nährstoffen zu profitieren.

Aber Achtung: Von Nahrungsergänzungsmitteln raten Krebsexperten ab. Die künstlichen Vitamine können das Krebsrisiko sogar erhöhen – das haben Studien gezeigt. Dazu gehören Beta-Carotin sowie B6 und B12. Nahrungsergänzungsmittel sollten daher nicht ohne Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Lungenkrebs vorbeugen: Wie wichtig ist Bewegung?

Zur Vorbeugung von Krebs raten Experten, pro Woche mindestens 150 Minuten aktiv zu sein. Je häufiger und je intensiver man sich bewegt, desto größer ist der krebsvorbeugende Effekt. Auch Raucher profitieren vom Krebsschutz Bewegung. Allerdings kann Sport den negativen Einfluss des Rauchens nicht aufheben.

Lungenkrebs vorbeugen: Schutz vor chemischen Substanzen

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Berufskrankheiten (BK). Daher ist es bei diesen Betroffenen besonders wichtig, sie ausführlich nach ihrer Tätigkeit zu fragen (Berufsanamnese). Da Lungenkrebs als Berufskrankheit ein entschädigungspflichtiger Versicherungsfall ist, sind sowohl (Betriebs-)Ärzte als auch Unternehmer gesetzlich verpflichtet, die Erkrankung anzuzeigen (Sozialgesetzbuch VII).

Gefährdet sind Berufsgruppen, die mit krebserregenden Substanzen Kontakt haben:

  • Chromate
  • Cadmium
  • Arsen
  • Asbest
  • Nickel
  • Siliziumdioxid
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Lösemittel
  • Pestizide
  • Ionisierende Strahlung
  • Radon

Gefährdete Berufsgruppen sind unter anderem:

  • Schweißer
  • Bergbauer
  • Maschinenbauer
  • Flugpersonal
  • Mitarbeiter der Kohlegasproduktion

Werden Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten, lässt sich das Risiko senken. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an, welche Möglichkeiten Sie haben, sich bestmöglich zu schützen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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