Gicht: Behandlung der Stoffwechselkrankheit
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Gicht: Behandlung der Stoffwechselkrankheit

Vor allem Männer zwischen 40 und 60 Jahren sind häufig von Gicht betroffen. Die Behandlung der Stoffwechselkrankheit besteht vor allem darin, die Harnsäurekonzentration im Blut zu senken, denn diese verursacht die typischen Gelenkschmerzen. Hier erfahren Sie, wie sich Gicht äußert und was Sie dagegen tun können.

Gicht: Zu viel Harnsäure im Blut verursacht Schmerzen

Gicht kann dann entstehen, wenn der Harnsäurespiegel im Blut ansteigt und sich Harnsäurekristalle bilden. Das natürliche Gleichgewicht zwischen der Bildung und der Ausscheidung des Stoffes, der im Körper beim Abbau von Purinen entsteht, ist gestört. Daher gehört Gicht zur Gruppe der Stoffwechselkrankheiten. Die Harnsäurekristalle können sich in Gelenken ablagern, aber auch in der Haut, in Schleimbeuteln und in den Sehnen. Die Folge sind heftige Schmerzen an den betroffenen Stellen, beispielsweise am Gelenk des großen Zehs oder an den Fingergelenken. Ohne Behandlung der Gicht kann es zu chronischen Gelenkentzündungen kommen sowie zu Knochenschäden oder gar Nierenversagen.

Behandlung von Gicht: Mit Medikamenten Schmerzen lindern und Harnsäurespiegel senken

Bei einem akuten Gichtanfall zielt die Behandlung zunächst darauf ab, die Schmerzen zu lindern. Dafür kommen vor allem drei Medikamente: Koritsolfreie Antirheumatika, kortisolhaltige Glukokortikoide, und falls die oben genannten Arzneimittel nicht helfen, kann Colchicin die Gelenkschmerzen lindern. Dieses Medikament, das aus der Herbstzeitlosen hergestellt wird, hat jedoch unschöne Nebenwirkungen wie Durchfall und Bauchkrämpfe.

Für eine langfristige Behandlung von Gicht steht daher die Senkung des Harnsäurespiegels im Blut im Fokus. Hier stehen zwei Medikamentenarten zur Verfügung. Urikostatika verhindern die übermäßige Bildung von Harnsäure, Urikosurika fördern eine vermehrte Ausscheidung des Stoffes. Ärzte in Ihrer Nähe, die Sie bei einer Gichterkrankung zu den richtigen Medikamenten beraten, finden Sie unter diesem Text.

Unterstützung der Behandlung durch richtige Ernährung

Neben den Medikamenten können Betroffene die Behandlung von Gicht auch durch eine gezielte Umstellung ihrer Ernährung unterstützen. Gichtpatienten sollten vor allem auf purinreiche Nahrungsmittel verzichten, da der Körper beim Abbau von Purinen Harnsäure bildet. Besonders Fleisch enthält viele Purine, daher sollten Rinderfilet, Kalbsleber, Salami, Brathähnchen und Schweineschnitzel bei einer Gichterkrankung vom Speiseplan gestrichen werden. Purinarm und daher besser geeignet für Gichtpatienten sind Nudeln, Reis, Kartoffeln, Milchprodukte und Obst wie Äpfel und Bananen.

Wenn Sie die Behandlung von Gicht zusätzlich fördern möchten, sollten Sie außerdem auf Alkohol verzichten, täglich viel Wasser trinken, und falls sie übergewichtig sind, abnehmen. Auch dadurch sinkt die Konzentration von Harnsäure im Blut.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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