Osteopathie bei Rückenschmerzen
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Osteopathie bei Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind qualvoll und oft langwierig. Nicht selten fühlen sich Betroffene in allen Lebensbereichen - Arbeit, Hobbys, Partnerschaft und Alltag - eingeschränkt. Vor allem bei unklarer Diagnose müssen Patienten oft mit einem regelrechten Behandlungsmarathon rechnen. In einigen Fällen stellt sich trotzdem keine Besserung ein und Betroffene machen sich auf die Suche nach alternativen Lösungsansätzen. Zu diesen zählt auch die Osteopathie, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Ob Osteopathie hilfreich sein könnte, wenn auch Sie unter hartnäckigen Rückenschmerzen leiden, erfahren Sie hier.

Osteopathie bei Rückenschmerzen: Pro

Unter Osteopathie werden nicht immer dieselben Anwendungen verstanden. Hauptsächlich handelt es sich jedoch um eine manuelle Therapie von reversiblen Störungen des Bewegungsapparats. Teilweise werden auch andere Beschwerdebilder behandelt. Die Anwendung kann sowohl aktive als auch passive Formen haben und dient der Mobilisierung von Muskeln und Gelenken. Im Bereich des Bewegungsapparats inklusive des Rückens konnten einige positive Ergebnisse verzeichnet werden.

Dies gilt besonders für unspezifische Rückenschmerzen, die bereits chronisch geworden sind. Vor allem im Bereich der Beweglichkeit sowie des Schmerzempfindens konnten in mehreren Studien Verbesserungen festgestellt werden.
Treffen diese Merkmale auf Sie zu, können Sie eine osteopathische Behandlung in Erwägung ziehen.

Osteopathie bei Rückenschmerzen: Contra

Auch wenn erste Ergebnisse die Osteopathie bei Rückenschmerzen als durchaus vielversprechend einordnen, fehlen vielfach große und hochqualitative Studien mit ausreichender Verblindung. Daher sind die bisherigen Annahmen noch nicht als gesichert zu betrachten. Zudem sollte bedacht werden, dass Osteopathie durchaus Risiken und Nebenwirkungen aufweisen kann. Deshalb ist eine genaue medizinische Abklärung der Ursache Ihrer Beschwerden in diesem Fall von besonderer Bedeutung.

Wichtig ist, dass keine Vorschädigungen vorliegen, die durch die Therapie verschlimmert werden können. Daher ist es entscheidend, die Therapie stets nach Absprache mit einem Arzt und nur seitens eines erfahrenen Behandelnden vornehmen zu lassen. Im Vorfeld sollten immer bildgebende Verfahren angewendet werden, um Tumore, Brüche und weitere schwerwiegende Probleme auszuschließen. Als nachteilig wird außerdem von einigen - jedoch nicht allen - Patienten beschrieben, dass die Wirkung der Anwendung lediglich etwa drei Monate lang anhielt und später erneut Beschwerden auftraten.

Hilft Osteopathie bei Rückenschmerzen?

In einigen Fällen chronischer Rückenschmerzen, deren Ursache trotz ausreichender Anamnese unklar geblieben ist, kann Osteopathie Betroffenen Erleichterung bringen. Wichtig ist jedoch die sorgfältige Auswahl eines erfahrenen behandelnden Therapeuten. Eine Übersicht über unterschiedliche Therapieausprägungen und die Ausbildungen zugehöriger Therapeuten liefert die Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin, die sich nach wissenschaftlichen Kriterien richtet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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