Ernährung bei Krebs: 4 Tipps bei Gewichtsverlust
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Ernährung bei Krebs: 4 Tipps bei Gewichtsverlust

Dass die Ernährung bei Krebs ein wichtiges Thema ist, kommt nicht von ungefähr. Viele Krebskranke leiden unter Gewichtsverlust, der durch die Tumoren bedingt ist. Diese führen nicht nur zu einem erhöhten Energiebedarf, sondern können auch den Stoffwechsel beeinträchtigen und zu einer verschlechterten Nährstoffaufnahme führen.

Weil Strahlenbehandlung und Chemotherapie ebenso wie psychische Faktoren den Appetit hemmen können, sind größere Essensportionen für viele Krebspatienten häufig nicht zu bewältigen. Um zuzunehmen oder ihr Gewicht wenigstens zu halten, können sie ihre Ernährung bei Krebs entsprechend anpassen. Die folgenden Tipps sollten Krebspatienten jedoch nicht eigenmächtig umsetzen, sondern unbedingt zuvor mit einem Arzt besprechen.

1. Fettreiche Ernährung

Die Ernährung bei Krebs sollte mehr Fett als gewöhnlich enthalten, damit Sie zunehmen oder wenigstens einen weiteren Gewichtsverlust vermeiden. Reichern Sie Ihre Mahlzeiten deshalb regelmäßig mit verschiedenen Fetten an. Gesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in Schmalz, rotem Fleisch, Kokosfett oder Milchprodukten enthalten sind, können sich laut unterschiedlichen Studien in diesem Fall besonders günstig auswirken.

2. Eiweißreiche Lebensmittel

Ihre Ernährung bei Krebs sollte außerdem viel Eiweiß enthalten. Bis zu zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich sind sinnvoll. Fisch, Fleisch, Käse, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte sind gute Quellen für Proteine. Ob sich möglicherweise auch ein Eiweißpulver zur Nahrungsergänzung eignet, sollten Sie bei Ihrem Arzt erfragen.

3. Astronautennahrung

Eventuell wird Ihr Arzt Ihnen auch sogenannte Astronautennahrung verordnen, um den Gewichtsverlust in Grenzen zu halten, oder damit Sie sogar zunehmen. Diese spezielle Nahrung liefert auch bei geringer Menge sehr viel Energie und eignet sich deshalb besonders gut, wenn Sie keine größeren Portionen essen können.

4. Mahlzeiten individuell anpassen

Gestalten Sie das Essen für sich so angenehm wie möglich. Wenn Sie nicht viel auf einmal essen können, verteilen Sie Ihre tägliche Ration auf viele kleine Mahlzeiten. Grundsätzlich empfiehlt sich selbstverständlich eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Damit Sie auch wirklich Lust auf das Essen haben, sollten Sie aber vor allem Speisen auswählen, die Ihnen gut schmecken.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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