Diabetes-Symptome erkennen: 5 Anzeichen für die Zuckerkrankheit
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Diabetes-Symptome erkennen: 5 Anzeichen für die Zuckerkrankheit

90 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen sind dem Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) zuzuordnen. Fünf Prozent der Diabetes-Erkrankungen Diabetes Typ 1. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge wissen rund eine Million Deutsche nicht, dass sie an der Zuckerkrankheit leiden. Diese Diabetes-Symptome sollten Sie kennen.

Die Symptome eines Typ-2-Diabetes entwickeln sich schleichend und sind zu Beginn unspezifisch. Viele Patienten wissen daher lange Zeit nichts von ihrer Diabetes-Erkrankung. Vor allem bei älteren Menschen kann es passieren, dass die Diabetes-Symptome fälschlicherweise als Alterserscheinungen gedeutet werden.

Diabetes-Symptome: Warnzeichen für Diabetes Typ 2

Zu den Symptomen eines Typ-2-Diabetes gehören:

  • Müdigkeit
  • Schlappheit/ Erschöpfung
  • Infektanfälligkeit (Harnwegsinfekte, Fußpilz und andere Infektionen der Haut)
  • vermehrter Harndrang sowie ein verstärktes Durstgefühl
  • trockene, juckende Haut und schlecht heilende Wunden

Weitere Warnzeichen für Diabetes Typ 2 sind eine unerklärbare Gewichtsabnahme, Heißhungerattacken, Muskelkrämpfe, Vergesslichkeit und depressive Verstimmungen.

Warum Diabetes durstig macht

Der vermehrte Harndrang sowie das starke Durstgefühl sind auf ein Ungleichgewicht im Wasser-Salz-Haushalt des Körpers zurückführen. Bei zu hohen Blutzuckerwerten beginnen die Nieren, den Zucker aus dem Blut zu filtern und scheiden ihn anschließend mit dem Urin aus. Bei diesem Vorgang gehen wertvolle Mineralien wie Magnesium und Kalium verloren. Es kommt zu Störungen im Elektrolythaushalt, die sich in Form von häufigem Wasserlassen und vermehrtem Durst zeigen.

Warum Diabetes oft von Wadenkrämpfen begleitet wird

Das Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt kann zudem Wadenkrämpfe zur Folge haben. Zudem begünstigen Durchblutungsstörungen die Krämpfe in den Beinen: Bei einem Diabetes mellitus sind die Beinmuskeln häufig nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können zudem Nervenschädigungen zu den schmerzhaften Krämpfen führen.

Diabetes früh erkennen: Blutzuckerwerte regelmäßig untersuchen lassen

Da Diabetes zu Beginn keine deutlichen Beschwerden verursacht und vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen und Wadenkrämpfe nicht bei jedem Diabetiker auftreten müssen, raten Mediziner, regelmäßig die Blutzuckerwerte untersuchen zu lassen. Diabetes Typ 2 zeigt sich häufig um das 40. Lebensjahr herum, kann aber auch früher auftreten.

Diabetes-Symptome: Warnzeichen für Diabetes Typ 1

Deutlich früher zeigen sich hingegen die Symptome eines Typ-1-Diabetes. Meist macht sich die Autoimmunerkrankung im Kindes- und Jugendalter bemerkbar. Diabetes Typ 1 entwickelt sich schnell, manchmal bereits innerhalb weniger Wochen. Dann hat das Immunsystem einen Großteil der Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Es wird kein Insulin mehr gebildet.

Fünf Symptome, die auf einen Diabetes Typ 1 hindeuten:

  • häufiges Wasserlassen
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Schwäche/ Leistungsminderung
  • Schwindel

Bei Diabetes Typ 1 kann zudem ein Azetongeruch im Atem wahrnehmbar sein. Dieser erinnert an überreifes Obst und entsteht, wenn nicht ausreichend Zucker in die Zellen gelangt. Dann baut der Körper Fettzellen ab. Dabei entsteht unter anderem Azeton. Azetongeruch weist auf einen starken Insulinmangel hin – der im schlimmsten Fall ein diabetisches Koma zur Folge hat. Es sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Warnzeichen für ein beginnendes diabetisches Koma:

  • Azeton in der Atemluft
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • tiefe, schwere Atmung
  • stark erhöhte Blutzuckerwerte

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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