Clean-Eating-Regeln: Dos and Don'ts des reinen Essens
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Clean-Eating-Regeln: Dos and Don'ts des reinen Essens

Die wichtigste Regel beim Clean Eating: Fertigprodukte und Junkfood sind tabu. Im Fokus stehen frische, gesunde Lebensmittel und ein bewusstes Verhältnis zum Essen. Dabei geht es nicht ums Abnehmen, sondern um eine ausgewogene Ernährung, die zum persönlichen Wohlbefinden beiträgt.

Was ist Clean Eating?

Clean Eating heißt übersetzt “sauberes Essen” und umfasst eine bewusste, frische und ausgewogene Ernährung. Statt industriell hergestellter Fertigprodukte kommen natürliche Zutaten mit wertvollen Inhaltsstoffen auf den Tisch – als Rohkost oder auch gekocht, gebacken und gegart. Leere Kalorien und Zusatzstoffe vermeiden Sie nach den Clean-Eating-Regeln.

Clean-Eating-Regel Nummer 1: Keine Zusatzstoffe

Farb- und Konservierungsstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker haben keinen positiven Nutzen für den Körper und können auf Dauer das Sättigungsgefühl und das Geschmacksempfinden stören. Fertigessen ist voll mit diesen Zusatzstoffen und hat deshalb keinen Platz auf dem Clean-Eating-Speiseplan.

Komplexe Kohlenhydrate und gute Fette

Beim Clean Eating setzen Sie auf gesundes, nährstoffreiches Vollkorn. Einfache Kohlenhydrate, wie etwa in Weißmehl, sind nur leere Kalorien und kommen nicht auf den Teller.

Hochwertige Fette gehören unbedingt zum Clean Eating. Die sogenannten ungesättigten Fettsäuren finden Sie zum Beispiel in Avocados, Nüssen und Leinöl. Fertigprodukte und Knabberkram enthalten hingegen meist nur ungesunde Transfette.

 Ein leckerer Snack, der absolut den Clean-Eating-Regeln entspricht: Vollkornbrot mit einem Rosenkohlbratling, frischem Salat und Avocado.
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Ein leckerer Snack, der absolut den Clean-Eating-Regeln entspricht: Vollkornbrot mit einem Rosenkohlbratling, frischem Salat und Avocado.

Wenig Zucker, wenig Salz

Zucker enthält viele Kalorien, aber keine relevanten Nährstoffe. Verwenden Sie deshalb nur wenig davon. Eine Alternative zu Industriezucker ist Stevia. Auf künstliche Süßstoffe verzichten Sie beim Clean Eating lieber komplett.

Auch mit Salz sollten Sie sparsam sein, da eine zu kochsalzreiche Ernährung unter anderem zu Wassereinlagerungen und Herzproblemen führen kann. Die Clean-Eating-Regeln raten zu natürlichen Nahrungsmitteln – benutzen Sie deshalb lieber Kristall- oder Meersalz statt raffiniertes Salz mit künstlichen Rieselhilfen.

Clean Drinking

Gute zwei Liter Flüssigkeit sollten es pro Tag sein, am besten Wasser oder ungesüßter Tee. Besonders gesund ist auch grüner Tee.

Alkohol steht im völligen Widerspruch zu den Clean-Eating-Regeln, denn er enthält nur Kalorien und Giftstoffe, aber meist nichts, was dem Körper guttut.

Viele kleine Mahlzeiten

Die Clean-Eating-Regeln empfehlen sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, um den Stoffwechsel aktiv zu halten und Heißhunger zu vermeiden. Am wichtigsten ist dabei das Frühstück.

Sinnvoll ist immer eine Kombination aus komplexen Kohlenhydraten und Eiweiß. Das versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und hält lange satt. Beim Frühstück kann das zum Beispiel ein gehaltvolles Müsli mit Früchten und Quark sein.

 Ein perfektes Clean-Eating-Frühstück: Vollkornmüsli, proteinreicher Quark und frische Beeren.
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Ein perfektes Clean-Eating-Frühstück: Vollkornmüsli, proteinreicher Quark und frische Beeren.

Selberkochen beim Clean Eating

Wenn Sie genau wissen wollen, was in Ihrem Essen steckt, sollten Sie besonders häufig selbst kochen. Da es sich beim Clean Eating allerdings nicht um eine Diät handelt, gibt es keine strengen Regeln – Sie brauchen also weder Kalorien zu zählen noch spezielle Clean-Eating-Rezepte zu befolgen.

Sünden sind erlaubt

Die “saubere Ernährungsweise” ist nicht dogmatisch. Auch, wenn zu Beginn nur zwei oder drei Clean-Eating-Tage in Ihrem Wochenplan vorkommen, ist das schon ein guter Schritt in Richtung einer gesunden Ernährung. Und das Beste: Wer sich generell an die Clean-Eating-Regeln hält, darf auch ohne schlechtes Gewissen zwischendurch eine nicht ganz so “saubere” Kleinigkeit genießen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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