Akne vorbeugen: Was kann ich tun?
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Akne vorbeugen: Was kann ich tun?

Bei Akne spielen zwei Faktoren mit eine Rolle, die sich nur bedingt beeinflussen lassen: Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, das die Fettproduktion in den Poren ankurbelt sowie eine genetische Veranlagung. Akne zuverlässig vorzubeugen, ist daher nicht möglich. Was funktioniert, ist, die zu Akne neigende Haut so zu pflegen, dass die Hautunreinheiten bestmöglich in Schach gehalten werden.

Akne vorbeugen: Genetische Veranlagung lässt sich nicht beeinflussen

Vor allem in der Jugend sind vermehrt männliche Geschlechtshormone, sogenannte Androgene, im weiblichen und männlichen Körper vorhanden. Diese Geschlechtshormone regen die Fettproduktion der Haut an. Ist das Fett (Talg) zähflüssig, kann es nicht mehr abfließen und verstopft die Poren. Mit Hormonpräparaten wie etwa der Antibabypille für Frauen, kann der Hormonhaushalt reguliert werden. Doch die Einnahme birgt Risiken und sollte mit dem Arzt gründlich besprochen werden.

Da nicht alle Menschen mit Schwankungen im Hormonhaushalt Akne entwickeln, gehen Experten zudem von einer genetischen Veranlagung aus, die bei der Bildung von Hautunreinheiten eine Rolle spielt. Die genetische Veranlagung lässt sich nicht beeinflussen. Die Verhornungsstörung sowie die Bakterienbesiedelung der Haut mit dem Akne-Bakterium hingegen sind Akne-Ursachen, die man behandeln kann.

Akne-Symptome vorbeugen: Das können Sie tun

Auch wenn der Akne-Ausbruch nicht sicher verhindert werden kann: Das Erscheinungsbild der Haut lässt sich sehr wohl beeinflussen. Die richtige Behandlung beim Hautarzt und eine gute Zusammenstellung verschiedener Pflegemittel und Therapiemaßnahmen hilft, Pickel, Mitesser und Entzündungen zu reduzieren. Bei leichter Akne ist das einfacher als bei schweren Verlaufsformen.

Konsequente Gesichtspflege bei Akne - Vorbeugen ist Pflicht

Eine konsequente Hautpflege ist das A und O im Kampf gegen Pickel. Das Ziel ist, die Talgproduktion zu reduzieren, die Poren zu öffnen und die Bakterien einzudämmen. Wichtig dabei ist, die Haut nicht unnötig auszutrocknen oder zu reizen, da diese sonst noch stärker verhornt und vermehrt Talg produziert.

Einmal am Tag die Haut zu reinigen ist ausreichend. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. rät, zu milden Syndets zu greifen, die kein Natriumlaurylsulfat oder andere Mitesser verursachende Inhaltsstoffe enthalten, darunter:

  • PEG
  • Lanolin
  • Sesamöl
  • Schwefel
  • Stearinsäure
  • Hexylenglycol

Ein Peeling zwei bis dreimal in der Woche hilft, das Hautbild zu verfeinern. Bei Entzündungen ist allerdings Vorsicht geboten. Für die Gesichtspflege sollten Cremes als komedogen-frei, also als nicht-Pickel-verursachend, gekennzeichnet sein. Wohltuend für die Haut sind zudem Masken mit Heilerde, Zink, Kieselerde und medizinischer Hefe. Sie helfen, das Wachstum verschiedener Keime zu hemmen und nehmen übermäßigen Talg von der Haut.

Pickel vorbeugen: Unreine Haut mag keine reichhaltige Pflege

Tabu ist, was die Hautporen verstopfen kann. Dazu zählen reichhaltige Cremes und Öle. Auch Vaseline ist keine geeignete Hautpflege. Ist das Produkt zu fettig, verstopft es die Poren und bietet Bakterien ein gefundenes Fressen.

Zahnpasta hilft nicht gegen Pickel

Bei Make-up und Abdeckstiften ist es ratsam zu schauen, dass diese auf Wasser- statt auf Ölbasis hergestellt sind. Von Hausmitteln wie Zahnpasta, Essig und Backpulver raten Hautärzte ab. Außer einer zusätzlichen Reizung der Haut würden sie nichts bringen.

Weniger Zucker, mehr Vollkorn: Akne vorbeugen 

Eine Ernährungsanpassung kann dabei helfen, das Hautbild zu verbessern. Der Verzicht auf Milchprodukte, Zucker, Getreide, Kartoffeln und Fleisch hat sich bei vielen Akne-Patienten positiv auf das Hautbild ausgewirkt. Wer ausreichend trinkt, unterstützt zudem die Feuchtigkeitsversorgung der Haut.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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