Zeitumstellung auf Sommerzeit: Auswirkungen auf die Gesundheit

Am letzten März-Wochenende ist es mal wieder soweit: Zeitumstellung auf Sommerzeit. Die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag um eine Stunde vorgestellt. Das allerdings bringt den Biorhythmus aus dem Takt – und hat gesundheitliche Folgen.

Zeitumstellung: Sommerzeit ist wie ein Mini-Jetlag

Die meisten Menschen sind erleichtert, im Herbst die Uhren auf Winterzeit zurückstellen zu dürfen. Im Gegenzug stöhnen sie genervt auf, wenn sich Ende März die Zeitumstellung auf Sommerzeit ankündigt. Ursprünglich wurde die Regelung, im Frühjahr die Uhren eine Stunde vorzustellen, 1980 eingeführt, um das früher beginnende Tageslicht besser auszunutzen und Energie für elektrisches Licht zu sparen. Das hat sich aber schon lange als Trugschluss erwiesen, da zwar Energie fürs elektrische Licht gespart, dafür aber mehr Energie fürs Heizen verbraucht wird.

Dennoch wird die Zeitumstellung zurzeit noch überall in Europa beibehalten. Dabei ist die Sommerzeit nicht nur aus ökologischer Sicht unsinnig, sie wirkt sich obendrein negativ auf die Gesundheit aus. Für den Körper, genauer seinen Biorhythmus und seine innere Uhr, fühlt sich die “gestohlene” Stunde wie ein Mini-Jetlag an – mit den entsprechenden Symptomen.

Mögliche Beschwerden nach Zeitumstellung auf Sommerzeit

Ganz so schlimm wie ein Jetlag nach einer Flugreise durch mehrere Zeitzonen ist die Zeitumstellung auf Sommerzeit zwar nicht, aber die entsprechenden Symptome machen auch in abgemilderter Form vor allem sensiblen Menschen zu schaffen. Wenn Sie also in den nächsten Tagen folgende Beschwerden verspüren, liegt das höchstwahrscheinlich an der fehlenden Stunde:

  • Müdigkeit
  • Leistungsminderung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gereiztheit
  • Depressive Verstimmungen
  • Verdauungsprobleme
  • Leichte Erschöpfung
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Schlafstörungen

So überstehen Sie die Zeitumstellung am besten

Damit die Zeitumstellung auf Sommerzeit Ihre innere Uhr nicht kalt erwischt, sollten Sie bereits ein paar Tage vorher etwas früher aufstehen und früher ins Bett gehen. Verzichten Sie am Vortag sowie den Tag danach auf Koffein und andere “Wachmacher”, trinken Sie aber dafür reichlich Wasser und ungesüßten Kräutertee. Zum Frühstück ist proteinreiche Kost wie Magerquark mit Obst ein guter Einstieg in den Tag, der wach macht, ohne aufzuputschen.

Zum Abendbrot essen Sie vor der Zeitumstellung am besten etwas Leichtes – Kohlenhydrate machen Sie eher müde, daher empfiehlt sich zum Beispiel ein Reis-, Kartoffel- oder Nudelgericht mit Gemüse, aber wenig Fett und ohne Zucker. Achten Sie am Abend außerdem auf die Schlafhygiene, damit Sie auch tatsächlich rechtzeitig müde sind, wenn Sie früher ins Bett gehen. Sorgen Sie vorm Schlafengehen für Entspannung und vermeiden Sie den Konsum von aufregenden Medien oder langes Surfen mit Laptop, Tablet oder Smartphone.