Rauchen: Folgen und Auswirkungen auf den Körper

Rauchen hat Folgen nicht nur für die Lunge, sondern für den ganzen Körper. Viele Raucher wissen nicht, was sie sich selbst damit antun. Hier finden Sie eine Übersicht der Schäden, die Rauchen verursachen kann.

Folgen des Rauchens für die Lunge

Das Risiko, durch Rauchen Lungenkrebs zu bekommen, ist hoch: Raucher erkranken 20-mal häufiger an der lebensgefährlichen Krebsart als Nichtraucher. Doch das ist nur das Ende der Schäden: Der Rauch zerstört die Flimmerhärchen, die Schadstoffe aus der eingeatmeten Luft filtern sollen, verstopft die Bronchien und reizt die Schleimhaut.

So begünstigt Rauchen Krankheiten wie:

Beim Lungenemphysem ist die Lunge chronisch überbläht, sodass Sie nicht mehr normal atmen und genug Sauerstoff aufnehmen können. Die verstopften Bronchien verhärten, das Gewebe wird lederartig, und es entsteht die sogenannte Raucherlunge.

Menschliche Lunge

Besonders für die Lunge und die Atemwege hat das Rauchen schwerwiegende Folgen.

Rauchen: Auswirkungen auf den Blutkreislauf

Nikotin verengt die Blutgefäße. Das bedeutet, dass das Blut nicht mehr so schnell und leicht in alle Bereiche des Körpers gelangt. Gerade die Extremitäten bekommen so weniger Sauerstoff und Nährstoffe ab.

Es bilden sich in den verengten Gefäßen auch leichter Blutgerinnsel (Thrombosen) als in gesunden. Diese Thrombosen können die Blutzufuhr zu einzelnen Körperteilen ganz unterbrechen. Häufig tritt dies an den Unterschenkeln auf; die Folge ist das sogenannte Raucherbein. In schweren Fällen stirbt das unterversorgte Gewebe ab und muss amputiert werden.

Reißt ein solches Blutgerinnsel sich los und wird weitergeschwemmt, besteht Lebensgefahr: Setzt es sich in der Lunge fest, kommt es zu einer Lungenembolie. Im Gehirn löst es einen Schlaganfall aus. Verschließt das Blutgerinnsel die Koronararterien, kommt es zum Herzinfarkt. Alle diese Folgen des Rauchens können tödlich enden oder langwierige gesundheitliche Einschränkungen nach sich ziehen.

Wenn die feinen Äderchen versagen

Rauchen kann Schäden an den verschiedensten Körperteilen hervorrufen – auch an solchen, die nicht direkt mit den Atemwegen in Verbindung gebracht werden. Sämtliche Blutgefäße verengen sich durch das Nikotin, sodass keine Körperzellen mehr ordentlich mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Das ist zum Beispiel im Ohr der Fall, sodass Raucher oft früher einen Hörverlust erleiden als Nichtraucher. Außerdem haben sie ein dreimal höheres Risiko für schmerzhafte Mittelohrentzündungen.

Auch das Auge wird in Mitleidenschaft gezogen: Durch die eingeschränkte Blutzufuhr, die Giftstoffe, die über das Blut transportiert werden und die Reizung durch den Rauch von außen ist das Erblindungsrisiko für Raucher 40 Prozent höher als das für Nichtraucher.

Junge Frau mit Ohrenschmerzen

Wussten Sie schon, dass Rauchen Mittelohrentzündungen begünstigt?

Rauchen verursacht Schäden in Mund und Magen

Dass Rauchen Nachteile wie gelbe oder braune Zähne und Mundgeruch mit sich bringt, ist bekannt. Allerdings wird die Mundgesundheit noch auf viele andere Weisen beeinträchtigt: Der Rauch sorgt für eine vermehrte Plaque- und Zahnsteinbildung, sodass es auch häufiger zu Karies kommt.

Die schlechte Durchblutung des Zahnfleisches lässt Bakterien freie Bahn, sodass Parodontitis öfter auftritt. Zahnfleischentzündungen und Zahnausfall treten bei Rauchern häufiger auf. Es drohen außerdem vermehrt Pilzinfektionen und Verhornungen der Schleimhaut. Schlimmstenfalls entsteht Mundhöhlenkrebs, der lebensbedrohlich ist.

Durch den Rauch ist der Magen weniger widerstandsfähig gegen Bakterien, sodass Raucher häufiger Magengeschwüre bekommen. Säuren aus der Nahrung werden außerdem schwerer abgebaut, was die Magenschleimhaut reizt.

Rauchen: Folgen für die Haut

Rauchen lässt die Haut früher altern: Sie ist weniger regenerationsfähig, wird schneller dünn und nimmt eine gelbliche oder gräuliche Färbung an. Die Wundheilung geht langsamer vonstatten, und Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne wird Vorschub geleistet. Entzündungen treten häufiger auf, und das Risiko für potenziell tödlichen Hautkrebs ist deutlich gesteigert.

Probleme mit den Knochen

Rauchen schädigt im Körper nicht nur die Organe, sondern auch das Skelett. Das liegt einerseits an der schlechten Durchblutung und der unzureichenden Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, anderseits aber auch daran, dass Nikotin ein Kalziumfänger ist.

Die Folge: Die Knochen sind poröser als bei Nichtrauchern und brechen schneller. Gleichzeitig heilen sie auch schlechter: Ein Bruch braucht bei einem Raucher doppelt so lange, bis er verheilt ist, als bei einem Nichtraucher.

Gesundheitliche Folgen des Rauchens für Männer und Frauen

Wenn Männer rauchen, müssen sie um ihre Potenz und Fortpflanzungsfähigkeit fürchten. Da die Blutgefäße im Penis sich zusammenziehen, können Erektionsstörungen auftreten. Außerdem verringert Rauchen die Zahl der Spermien, weshalb unter männlichen Rauchern Unfruchtbarkeit weiter verbreitet ist als bei Nichtrauchern.

Für rauchende Frauen steigt im Gegensatz zu Nichtraucherinnen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 60 Prozent an. Die Schäden durchs Rauchen betreffen also den ganzen Körper.