Nasenbluten stoppen: 4 Methoden

Wenn Sie Nasenbluten stoppen möchten, sollten Sie keinesfalls den Kopf nach hinten beugen oder sich Watte in die Nasenlöcher stopfen. Was Sie stattdessen tun können, um den Blutfluss aus der Nase aufzuhalten, erfahren Sie hier.

1. Aufrechte Sitzhaltung und Blut abfließen lassen

Setzen Sie sich aufrecht hin und beugen Sie den Kopf nach vorne, wenn Sie das Nasenbluten stoppen wollen. So kann das Blut vorne aus der Nase abfließen. Fangen Sie es am besten mit einem Tuch unter der Nase auf und atmen Sie möglichst entspannt durch den Mund ein und aus. Beugen Sie den Kopf nicht nach hinten, da Sie das Blut sonst verschlucken können, was zu Übelkeit und Brechreiz führen kann. Hinlegen ist ebenfalls gefährlich – es kann dabei Blut in die Atemwege gelangen.

2. Nase zusammendrücken und Nasenbluten stoppen

Sie können außerdem versuchen, das Nasenbluten zu stoppen, indem Sie die Nasenflügel zusammendrücken. Halten Sie sie für fünf bis zehn Minuten zusammengedrückt und atmen Sie durch den Mund. Mit etwas Glück genügt dies bereits, um den Blutfluss aufzuhalten. Widerstehen Sie allerdings dem Impuls, sich die Nasenlöcher mit Taschentüchern, Watte oder Mullbinden zuzustopfen. Ist ein geplatztes Gefäß oder eine Wunde in der Nase für die Blutung verantwortlich, kann beim Entfernen des selbstgebastelten Stopfens die Wunde wieder aufreißen und das Nasenbluten geht weiter.

3. Kälte hilft gegen Nasenbluten

Kälte hilft den Gefäßen, sich zusammenzuziehen, was das Nasenbluten stoppen kann. Legen Sie ein feuchtes, kühles Handtuch oder eine Kaltkompresse in den Nacken oder auf die Nasenwurzel. Warten Sie dann ein paar Minuten oder kombinieren Sie die kalten Umschläge mit dem Zusammendrücken der Nasenflügel. Haben diese Maßnahmen gegen das Nasenbluten geholfen, warten Sie ein paar Stunden, bevor Sie sich die Nase putzen – ansonsten können die verletzten Gefäße wieder aufplatzen.

4. Nasenbluten stoppen: Wann der Arzt helfen muss

Konnten Sie das Nasenbluten nach 20 Minuten nicht stoppen, ist ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam, bei Kindern bereits nach zehn Minuten. Auch bei häufig wiederkehrendem Nasenbluten empfiehlt es sich, einen Arzt nach den Ursachen schauen zu lassen. Der HNO-Spezialist kann spezielle Tamponaden gegen das Nasenbluten einsetzen oder bei Bedarf geplatzte Gefäße mit Strom oder einem Laser veröden. Stecken andere Grunderkrankungen wie etwa Bluthochdruck hinter der blutenden Nase, verweist Sie der HNO-Arzt an einen zuständigen Facharzt.