Abofalle widerrufen: So schaffen Sie es aus dem Abo
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Abofalle widerrufen: So schaffen Sie es aus dem Abo

Im Internet lauern eine Vielzahl von Abofallen, gerade wenn es um Download-Produkte geht. Hineinzutappen ist keine Schande. Allerdings sollte man für die Zukunft lernen und den Betrügern nicht unnötig Geld schenken. So widerrufen Sie die Abofalle.

Spiele, Updates oder Informationendateien, alles ist im Netz erhältlich. Dass der Abruf Geld kosten soll, merkt man dabei oft erst, wenn die Rechnung in der Post ist. Was ist passiert? Sie sind in die Abofalle getappt. Jetzt heißt es vor allem: ruhig bleiben und klug handeln.  

Betrügerische Angebote bilden keine Vertragsbasis

Wer im Internet verkaufen will, muss strenge Auflagen erfüllen. Alles ist darauf ausgerichtet, die Käufer vor Betrug zu bewahren. Es beginnt mit den vorgeschriebenen Angaben im Impressum und zum Widerrufsrecht und reicht bis zu den Schritten beim Verkaufsabschluss. Wer sich als Verkäufer nicht daranhält, verhindert letztlich, dass ein rechtsgültiger Vertrag zustande kommt – oder sorgt zumindest für ein verlängertes Widerspruchsrecht.

Der Plan der Betrüger

Die meisten Abo-Betrüger drohen, passieren wird letztlich nichts. Auf die Rechnung folgt die Mahnung, vielleicht auch das Schreiben des Inkassobüros. Da die Geldforderung dabei ständig steigt, zahlen die meisten User irgendwann. Die Rechnung der Abo-Betrüger geht damit auf. Zu einem Gerichtsprozess wäre es aber auch ohne Überweisung nicht gekommen.

Hinweis: Auch der angedrohte Schufa-Eintrag dient meist nur dazu, den Druck zu erhöhen. Dubiose Anbieter, meist mit Sitz im Ausland, haben gar nicht die Möglichkeit, Änderungen bei der Schufa zu veranlassen.

Das können Sie tun: Abofalle widerrufen

Wenn Sie Rechnungen und Mahnungen ignorieren, wird in den meisten Fällen gar nichts passieren. Die Betrüger geben einfach auf. Allerdings bleibt das Risiko, dass Sie eventuell doch zu leichtsinnig gehandelt haben und der Vertrag rechtens war.

Der beste Weg ist es daher, schriftlich mit Nachweis zu widersprechen, ohne sich inhaltlich auf die Sache einzulassen. Das kann zum Beispiel per Fax oder Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Im Idealfall wahren Sie dabei die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen.

Gibt es gar keine Adresse für einen Einspruch, dokumentieren Sie dies zum Beispiel über Screenshots des Impressums. Haben Sie Ihre Bankdaten angegeben und es kommt zu Abbuchungen, weisen Sie diese umgehend über Ihre Bank zurück.

Hinweis: Eine Zahlung der Rechnung kann als Anerkennung des Vertrages gewertet werden.

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