Rosen schneiden: 4 Fehler, die Sie im Frühjahr vermeiden sollten
(58)

Rosen schneiden: 4 Fehler, die Sie im Frühjahr vermeiden sollten

Rosen, die in ihrer vollen Pracht erblühen, erfreuen das Herz jedes Gartenbesitzers. Die richtige Pflege ist da aber natürlich unabdingbar. Rosen schneiden sorgt dafür, dass die Zweige schön, gesund und kräftig bleiben. Doch Fehler beim Rosenschnitt können dazu führen, dass der Pflanze mehr geschadet wird, als sie zu pflegen. Hier lesen Sie, welche vier Fehler Sie beim Rosenschneiden im Frühjahr vermeiden sollten.

1. Die Rosen zum falschen Zeitpunkt schneiden

Grob wird in einen Frühjahrs- und einen Herbstschnitt bei Rosen unterteilt. Letzterer ist dafür da, um kleinere Korrekturmaßnahmen vorzunehmen, etwa um allzu lange Triebe leicht zu kürzen. Der richtige Hauptschnitt erfolgt erst im Frühling. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Rosen dennoch nicht zu früh schneiden, damit Ihren Pflanzen keine Frostschäden drohen. Denn auch das Frühjahr kann noch kalte und sogar frostige Nächte bringen.

Allerdings sollten die Rosen noch nicht austreiben, wenn Sie diese schneiden. Versuchen Sie sich an den Forsythien zu orientieren. Wenn der Goldflieder anfängt zu blühen, ist die richtige Zeit gekommen, um auch Ihre Rosen zu schneiden.

2. Das falsche Schnittwerkzeug beim Rosenschneiden

Sparen Sie nicht bei den Gartengeräten! Um Ihre Pflanzen optimal zu beschneiden, brauchen Sie eine gute Rosenschere. Im Optimalfall ist diese aus rostfreiem Edelstahl und hat zwei scharfe Klingen, um den Schnitt sauber ausführen zu können. Bei einer stumpfen Schere besteht die Gefahr, dass Sie die Triebe abreißen und die Pflanze so verletzen.

Sie sollten auch darauf achten, die Rosenschere regelmäßig zu reinigen. Bei Modellen aus Edelstahl geht das ganz unkompliziert. So vermeiden Sie, dass eine schmutzige Klinge Keime oder Pilzsporen auf Ihre Pflanzen überträgt und diese krank werden.

3. Die falsche Schnitttechnik

Auf die richtige Schnitttechnik kommt es an! Ein grober Fehler beim Rosenschneiden ist ein falscher Winkel, in dem die Schere angesetzt wird. Ist er zu schräg, bietet die Schnittstelle eine zu große Wundfläche. Bei einem zu flachen Winkel dagegen kann das Regenwasser nicht richtig ablaufen. Versuchen Sie, den Schnitt etwa fünf Zentimeter oberhalb einer Knospe leicht schräg zu machen. So läuft der Regen von den empfindlichen Neutrieben weg und auch die Wundfläche wird gering gehalten.

4. Großer Fehler beim Rosenschnitt: Zu wenig oder zu viel kürzen

“Das Gegenteil von gut ist gut gemeint” lautet ein altkluges Sprichwort, das in diesem Fall aber zutrifft. Gehen Sie aus Rücksicht auf Ihre Rosen nicht zu zaghaft vor beim Schneiden. Entfernen Sie abgeblühte Pflanzenteile regelmäßig und großzügig. Einige Rosenarten, hierzu zählt die Beetrose, bilden nur noch kümmerliche Triebe und eine dürftige Blüte aus, wenn sie zu wenig geschnitten werden. Andere Rosenarten, zum Beispiel Kletterrosen, werden nur etwa alle fünf Jahre geschnitten. Am besten informieren Sie sich vorher über die Besonderheiten Ihrer Rosenart.

S B
Autor/-in
Sarah Berger
Wie finden Sie diesen Artikel?